Google: Android-Smartwatch-Hersteller WIMM übernommen

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Bereits seit einigen Monaten kommen immer wieder Gerüchte darüber auf, dass Google an einer eigenen Android-Smartwatch arbeite. Jetzt bestätigt das Unternehmen plötzlich die Übernahme des Android-Smartwatch-Herstellers WIMM. Das Spannende: Die Übernahme hat bereits vor einem Jahr stattgefunden.

Google: Android-Smartwatch-Hersteller WIMM übernommen

Ende 2011 brachte WIMM mit der WIMM One eine für Entwickler gedachte Android-Smartwatch heraus, die vor Potential nur so strotzte:

  • 3,6 cm x 3,2 cm x 1,2 cm groß
  • kapazitiver Touchscreen
  • WiFi und Bluetooth
  • Android-Betriebssystem (damals Android 2.1)
  • APIs für App-Entwickler
  • $299 Dollar für das Entwicklerkit

Wenn ihr euch für mehr Details der Smartwatch interessiert: The Verge hat die WIMM One damals getestet.

Plötzlich war WIMM verschwunden

Vor einem Jahr löste sich das Unternehmen in Luft auf. Alle Unternehmensaktivitäten wurden eingestellt und man gab an, eine Partnerschaft mit einem anderen Unternehmen eingegangen zu sein:

Almost three years ago WIMM set out to make information more personal, accessible, and connected. The WIMM One proved the concept and inspired many to take a fresh look at wearable technology.

During the summer of 2012, WIMM Labs entered into an exclusive, confidential relationship for our technology and ceased sales of the Developer Preview Kit. Existing WIMM One owners can continue to synchronize their devices at this time as well as contact us at help@wimm.com.

We’d like to thank all of our developers for their interest and willingness to experiment with our platform and look forward to exciting advances in the wearable market.

Welches das war, wussten bis vor Kurzem nur wenige. Jetzt hat Google bestätigt, dass man WIMM 2012 gekauft habe. Berichten zufolge wurde das Unternehmen in den Android-Bereich bei Google eingegliedert und arbeitet nun daran, eine Google-eigene Android-Smartwatch zu entwickeln.

Google kaufte ein Konzept und ein Ökosystem

Google hat mit dem Kauf von WIMM viel mehr bekommen, als nur das Know-How über Smartwatches. WIMM war 2012 bereits dabei, ein komplettes Ökosystem in Form von Entwickler-APIs und einem AppStore aufzubauen. Noch heute ist der WIMM-Store frei einsehbar und zeugt von dem Potential des WIMM-Konzepts: Obwohl die Smartwatch nur für Entwickler gedacht war, verfügt der Store über Apps wie Facebook, Galerie- und Kompass-Apps, Taschenrechner und einiges mehr.

Außerdem hat Google mit dem WIMM-Kauf die nicht ganz unpraktische Domain www.smartwatch.com erhalten.

Smartwatches – das nächste große Ding

Auch, wenn Google die Entwicklung einer Smartwatch noch nicht offiziell bestätigt hat, so dürfte spätestens jetzt klar sein, wohin die Reise geht. Tragbare Geräte wie Google Glass und eine Smartwatch sind die Bereiche, auf die Google das Android-System ausweiten möchte.

Während Google Glass bei den großen Herstellern bisher noch ein Alleinstellungsmerkmal Googles ist, so dürfte der Konkurrenzkampf im Smartwatch-Sektor durchaus interessanter werden. In wenigen Tagen wird Samsung mit der Galaxy Gear eine eigene Smartwatch vorstellen und auch von Apple vermutet man, dass an Gadgets für das Handgelenk gearbeitet wird. Google wird definitiv nachziehen und uns wahrscheinlich mit einem interessanten Stück Technik überraschen.

Quellen: Techcrunch, arstechnica, gigaom, The Verge

Weitere Themen: Android, Project Tango, Nexus 10 FHD (2013), Nexus 5, Motorola X Phone, Google Play Geschenkkarten, Google Chromebook Pixel, Google Smartwatch, Google Nexus 10, Google


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