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Google gibt VP8 als OpenSource frei

Bernd Korz

Während h.264 die Wunderwaffe gegen Adobes Flash und der Schlüssel zu HTML5 zu sein scheint formiert sich im Hintergrund noch ein weiterer Kandidat: VP8. Wie Google nun auf seiner Google I/O Entwicklerkonferenz bekannt gab, stellt man ab sofort den Videocodec VB8 unter die OpenSource BSD-Lizenz.

Gemeinsam mit Opera und der Mozilla Foundation möchte man den Codec als Standard für Videos im Netz etablieren und damit schon jetzt das Verfallsdatum von h.264 festlegen. Um dieses Ziel zu verwirklichen haben die drei nun das Projekt WebM ins Leben gerufen. Dort soll mit VP8 ein offenes Videoformat den Weg für die nächste Zukunftsevolution des Internet und HTML5 schaffen.

Wie schon Ogg Vorbis für Audio und Theora für Video folgt auch VP8 der Struktur von Matroska-Containern. Um die Videos mit einem Browser ansehen zu können benötigt man eine neue Generation von Browsern, so unterstützen – Stand: Heute – Chromium, Opera wie auch der Firefox ab den Versionen die ab oder nach 19. Mai 2010 erhältlich sein werden, das WebM Format. Googles eigner Chromium Ableger, Google Chrome wird dann ab dem 24. Mai 2010 das Format beherrschen.

Durch die Zusammenarbeit von Adobe und Google in Sachen Flash Android war es ein Leichtes, den Softwareriesen zu überreden, WebM ebenso in Flash zu integrieren. Adobe gibt an, dass innerhalb eines Jahres die meisten Rechner im Internet das Format innerhalb des Flashplayers ebenso abspielen können.

Für Googles eigenen Videodienst YouTube wird man auch auf VP8 umsteigen und seine HTML5 Videos in einer HD Auflösung von 720p anbieten. Wer gerne testen möchte, ob sein Browser das Format und HTML5 unterstützt, der muss lediglich die HMTL5 Beta aktivieren und dann anschließend an die URL eines Videos folgenden Befehl anhängen: &webm=1.

Das Projekt WebM selbst befindet sich noch in einer vergleichsweise “kindlichen” Phase, es wird von vielen Entwicklern mit Hochdruck daran gearbeitet. Wer gerne näheres erfahren möchte, findet auf der dafür eingerichteten Internetseite viele weitere Information.

Während h.264 mit Hardwarebeschleunigung seitens der Hersteller schon recht weit ist, kann Google bisweilen kaum Angaben hierrüber machen. Lediglich einige Hardwarelieferanten wie AMD, ARM, Boradcom, Freescale, Marvell, Mips, NVIDIA Qualcomm sowie Texas Instruments, sind auf der Seite aufgeführt, die sich an dem Projekt beteiligen. Sobald aber die Hardwarebeschleunigung in den Chips vorhanden ist, dürfte der Codec den nächsten großen Schub erhalten. Was die Qualität angeht, so kann man oben im Screenshot erhebliche Unterschiede zwischen h.264 und VP8 erkennen, und das bei sogar geringerer Dateigröße.

Es bleibt just in diesem Moment sehr spannend. Gerade als man dachte mit h.264 würde das Internet eine (R)evolution erfahren stellt sich heraus, dass es vielleicht nur ein Tankstopp ist um die Zukunft weiter zu formen.

Weitere Themen: Google I/O 2016, Google I/O 2015, Google I/O 2014: Termin und Ort der Entwicklerkonferenz stehen fest, Google Allo APK, Google Kamera, Google Inbox, Google Chrome APK, Google Now Launcher, Google News & Wetter, Google

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