Google I/O: Google TV-Box erhält Android 3.1 “Honeycomb”

Schon auf der Google I/O 2010 wurde Google TV der ersten Generation präsentiert, welches man das klassische Fernsehen mit dem Internet verbindet. Leider musste Google die Partner Sony, Logitech und andere zum Jahreswechsel 2010/2011 anweisen, die Produktion der kleinen Settop-Box einzustellen, da zu viele Content-Anbieter Google TV sperrten. Mit Android 3.1 soll aber alles besser werden.

Google I/O: Google TV-Box erhält Android 3.1 “Honeycomb”

Die Google TV-Box sollte das Internet mit all seinen Möglichkeiten endlich auch ins Wohnzimmer bringen. Sicher, es gab schon immer andere Möglichkeiten das Internet auch von der Couch aus auf dem großen Fernseher zu genießen, aber wer wollte denn schon einen lärmenden HTPC mit Windows-Betriebssystem in seinem Wohnzimmer stehen haben? Oder die extrem limitierten Fernseher mit Internetzugang, die eigentlich nur vom Hersteller ausgewählte Inhalte aus dem Netz für den Fernseher aufbereitet hatten.

Die Google TV Box-sollte die Vielfalt des Internets in allen Variationen ins Wohnzimmer bringen, floppte aber in ihrem ersten Jahr. Neben verbreiteter Kritik an der Google TV-Fernbedienung dürfte ein Grund die Blockadehaltung der US-Fernsehsender sein: US-Fernsehsender wie CBS, NBC, HBO und andere waren gar nicht begeistert von der Box, sodass diese anfingen Nutzer auszusperren, die über eine Google TV-Box deren Webseiten ansurften und die dort frei verfügbaren Inhalte abriefen. Der Grund: Einnahmeverluste, Wer im Wohnzimmer auf seinem Fernseher HBO und Co. sehen will, der sollte gefälligst monatlich Geld bezahlen.

Die Google TV Box der ersten Generation nutzte schon ein Betriebssystem, das auf Android basierte. Leider fehlte Google TV der Zugang zum Android Market. Die Unterstützung von externen Laufwerken über einen USB-Host-Anschluss und die oben erwähnte Sperre von Content-Anbietern erschwerten Google beim Einführen der Settop-Box in amerikanischen Haushalten. Den Sprung über den Atlantik hat die Box auch nie geschafft. Vielleicht ändert sich das mit der neuen Version, die im Sommer 2011 samt Android 3.1 ausgeliefert werden soll. Damit teilen sich also Tablets und die Google TV-Endgeräte eine Plattform. IM weiteren Verlauf des Jahre soll die Software-Basis von Android-Smartphones, -Tablets und Google TV zum gemeinsamen “Ice Cream Sandwich” verschmelzen.

Als erste Hersteller, die Google TV Endgeräte herstellen werden, nannte man auf der Google I/O die üblichen verdächtigen: Sony, Vizio, Logitech und Samsung. Ob nun die Hardware-Plattform wieder auf der Intel Atom CE4100-Plattform und damit auf der x86-Architektur basiert, ist nicht bekannt. Hier muss man abwarten bis die ersten Endgeräte von den Herstellern angekündigt werden. Mit Sicherheit kann man aber schon jetzt sagen, dass Google TV zu erst in den USA erscheinen wird und erst später nach Europa kommen wird.

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