Google kauft modulares Handy-Konzept Modu

Shu On Kwok
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Für schlappe 4,8 Millionen US-Dollar schnappt sich Google das israelische Startup Modu. Hierzulande ist Modu zwar nicht wirklich bekannt, die Firma hat aber ein sehr interessantes modulares Handy-Konzept. Werden wir etwa in Zukunft ein Nexus Smartphone kaufen und es je nach Einsatzzweck frei konfigurieren können?

Google kauft modulares Handy-Konzept Modu

Erst im Februar musste die kleine israelische Firma Modu mit ihrem Konzept aufgeben, weil man am Markt nicht gegen die etablierten Handy- und Smartphone-Hersteller an kam. Was eigentlich schade ist, denn das Konzept von Modu ist klasse. Stellt Euch einfach mal vor, dass ihr Euer Handy hinsichtlich der Größe und Features so konfigurieren könntet, wie ihr es gerne hättet. Für zu Hause hat man ein Smartphone mit großem Display um schön seine E-Mails, Videos und Bilder zu genießen, für die Arbeit konfiguriert man das Handy um und steckt es in ein Gehäuse mit Display und Tatstatur. Für die Party am Abend nimmt man dann nur das Basisgerät mit, mit dem man telefonieren kann um z.B. ein Taxi zu rufen. So sieht das Konzept von Modu aus.

Was Google nun mit dem Kauf von Modu und dem Patent für ein modulares Handy anfangen will, können wir Euch nicht sagen. Wird Google in Zukunft etwa Nexus Smartphones in modularer Bauweise produzieren lassen? Oder werden vielleicht Module für den Open Accessory Standard benötigt? Oder hat das alles gar nichts mit Android zu tun und Google will Modu für seine Chromebooks verwenden? Was auch vorstellbar wäre, aber aktuell natürlich nur wirre Fantasie des Autors ist: Google könnte Chromebook, Android-Tablets und Smartphones als Module planen — man hat ein Basisgerät und kann es je nach Einsatzfeld zu einem Tablet oder einem Notebook umkonfigurieren.

Würdet ihr solch eine Art von Modul-System haben wollen? Ansätze dazu gibt es ja auch schon heute, zum Beispiel das Asus Transformer oder das Motorola Atrix samt Lapdock. Hoffentlich hat Google das Patent nicht nur gekauft um es in den Regalen verstauben zulassen, sondern wird das auch in reale Endgeräte umsetzen.

via androidpolice.com

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