Eric Schmidt im Interview: Kauft Macs, neuer Map-Deal

Flavio Trillo
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Im Rahmen der IT-Konferenz D9, die noch bis morgen in Kalifornien statt findet, gab Googles Vorsitzender Eric Schmidt ein interessantes Interview. Er sprach über die Zukunft Googles, das Verhältnis zu den anderen “Großen” der Branche und darüber, was Google eigentlich über jeden Anwender weiß. Für all jene, die Angst vor Viren haben, hat Schmidt einen guten Tipp parat: Kauft einen Mac!

Der Google-Chef sprach über die “großen vier” der Plattform-Industrie. Dazu gehören seiner Meinung nach Google, Apple, Amazon und Facebook. All diese Unternehmen bieten etwas, das man so nirgends sonst bekomme. Um in diesem illustren Kreis zu verbleiben, bedürfe es einer ständigen Anpassung und Innovation der jeweiligen Produkte.

Gegenseitige Übernahmen dürfte es unter diesen Giganten kaum geben, so Schmidt, darauf werden die Wettbewerbshüter der Welt ein Auge haben. Viel wahrscheinlicher sei es, dass einer irgendwann “nicht mehr mithalten kann”.

Auf die Frage, was er Entwicklern, neben iOS und Google Android als dritte Plattform empfehlen würde, merkt Schmidt an, dass viele gar keine Ressourcen für weitere Plattformen hätten. Die geschlossene Objective-C-Architektur von iOS erlaube es nur Wenigen, weitere Alternativen zu berücksichtigen. Da Entwickler sich immer an den am besten besuchten Märkten orientieren, seien Android und iOS aktuell die alleinigen Favoriten.

Auch über Privatsphäre und Datenschutz wurde in dem Interview gesprochen. Walt Mossberg und Kara Swisher berufen sich auf eine Aussage Steve Jobs’, dass Google wie eine Sonde sei. Sogar mit den Borg habe er das Unternehmen verglichen. Schmidt weist das zurück und merkt an, dass es nach wie vor für jeden Anwender die Möglichkeit gebe, mit Google anonym im Internet zu suchen. Außerdem informiere der Dienst auf einer Übersichtsseite darüber, was das Unternehmen alles von einem weiß.

Der Chrome-Browser sei zudem der sicherste auf dem Markt. “Was könnte man noch für erhöhte Sicherheit tun?” – “Man könnte einen Mac statt eines PCs verwenden”, rät Schmidt. Die Wahrscheinlichkeit, von einem Virus befallen zu werden sei auf Apple-Rechnern nach wie vor geringer als unter Windows.

Ein weiteres interessantes Detail ließ Schmidt an die Öffentlichkeit: Die Partnerschaft mit Apple bezüglich Google Maps und der Suchfunktion wurde kürzlich erneuert. Kein eigener Kartendienst für iOS 5 also und auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit Microsofts Bing scheint vorerst nicht nötig.

Nach einer recht langen “Eiszeit” scheint das Verhältnis zwischen Apple und Google, zwischen Steve Jobs und Eric Schmidt sich also gebessert zu haben. Man versteht sich wieder unter den vier Riesen im Geschäft. “Wir sind Partner und Konkurrenten”, beschreibt Schmidt das Miteinander im IT-Olymp.

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