Google Music: Offizielle Präsentation auf der Google I/O?

Daniel Kuhn
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Genau vor einem Jahr gab es auf der Google I/O-Entwicklerkonferenz bereits einen Vorgeschmack auf den geplanten Musik-Dienst aus Mountain View. Die folgenden Verhandlungen mit den Plattenfirmen erwiesen sich jedoch als schwierig, so dass der Dienst deutlich länger in der Planungsphase fest steckte, als Google lieb war. Nun wird es eine abgespeckte Version ohne die Unterstützung der Plattenfirmen geben, die mit hoher Wahrscheinlichkeit heute Abend vorgestellt wird.

Google Music: Offizielle Präsentation auf der Google I/O?

Bisher hat Google sich über die Details zu Google Music ausgeschwiegen. Abgesehen von einem neuen Music Player und der Meldung, dass der Dienst bei Google intern getestet wird, gab es kaum Informationen. Jamie Rosenberg, der Android Produkt Manager, hat im Gespräch mit All Things Digital nun aber doch durchblicken lassen, auf was wir uns freuen dürfen.

Bei Google Music handelt es sich um einen Cloud-Speicher für die eigene Musiksammlung, auf die von überall per Smartphone oder Tablet zugegriffen werden kann. Der Dienst ähnelt stark dem Amazon Cloud Player — mit dem Unterschied, dass dieser nur 5 GB (entspricht ungefähr 1.200 Songs mit niedriger Bitrate) bietet, während Google Music dagegen Platz für ungefähr 20.000 Songs bereit stellen soll. Wenn man von einer durchschnittlichen Dateigröße von 3-4 MB pro Song ausgeht, kann man also mit ca. 60-80 GB Speicherplatz rechnen. Das sind zugegebenermaßen aber nur geschätzte Werte und Mutmaßungen.

Ursprünglich sollte es auch die Möglichkeit geben, gekaufte Musikdateien direkt in den Online-Speicher zu übertragen. In den Verhandlungen zeigten sich die Plattenfirmen allerdings gewohnt innovationsresistent, so dass Google nun eine abgespeckte Version ohne die Unterstützung der Labels an den Start bringen wird.

Leider wir werden nicht sofort heute Abend in den Genuss einer Cloud-gespeicherten Musiksammlung kommen: Zuerst soll eine Beta-Testphase für amerikanische Besitzer des Motorola XOOM gestartet werden. Es soll dann noch ein paar Wochen dauern, bis der Dienst verfügbar ist. Wann wir in Deutschland unsere Musiksammlungen in die Cloud outsourcen können, steht leider in den Sternen.

Weitere Themen: Google I/O 2013: GIGA live aus San Francisco, Google Music, Google I/O 2016, Google I/O 2015, Google I/O 2014: Termin und Ort der Entwicklerkonferenz stehen fest, Google Chrome 64-Bit, Google Chrome, Google Earth, Google Earth Pro, Google

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