Google und Apple: Zusammenarbeit in Kodak-Patentdeal (Update)

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Kodak, das angeschlagene Traditionsunternehmen, ist in großer Geldnot. Um den Weg aus der Insolvenz zu meistern, wurde eine Auktion zum Verkauf der eigenen Digitalbild-Patente gestartet. Die Gebote blieben aber bisher weit unter den Erwartungen. Nun tun sich unter anderem Google und Apple zusammen.

Google und Apple: Zusammenarbeit in Kodak-Patentdeal (Update)

Update

Kodak hat nun eine Pressemitteilung herausgegeben, in der das Unternehmen den Verkauf des Patentportfolios an ein Konsortium aus zwölf Unternehmen und eine Patentfirma bestätigt. Der Kaufpreis liegt mit 525 Millionen Dollar jedoch weit unter den von Kodak angepeilten 2 Milliarden Dollar.

Wie wir bereits berichteten, befinden sich in dem Konsortium unter anderem die beiden Unternehmen Apple und Google. Die anderen involvierten Unternehmen sind laut Kodak:

  • Research In Motion Limited
  • Samsung Electronics Co., Ltd.
  • Adobe Systems Incorporated
  • HTC Corporation
  • Facebook, Inc.
  • Fujifilm Corporation
  • Huawei Technologies Co., Ltd.
  • Amazon Fulfillment Services, Inc.
  • Shutterfly, Inc.
  • Microsoft Corporation

Kodak muss die Patentrechte verkaufen, um einen drohenden Bankrott abzuwenden und Schulden zu tilgen.

Verwaltet werden die Patentrechte nach dem Kauf von der Patentfirma Intellectual Ventures, welche einen Teil des Kaufpreises mitträgt und in deren Besitz das Patentfolio Kodaks übergehen wird. Den zwölf anderen beteiligten Unternehmen, die den Restteil des Kaufpreises tragen, werden durch den Kauf die Nutzungsrechte der Digitalbildpatente und “gewisser anderer Kodak-Patente” gewährt.

Durch den gemeinschaftlichen Kauf dieser Patente können die beteiligten Unternehmen die Nutzungsrechte nicht nur vergleichsweise kostengünstig erwerben, sie müssen außerdem nicht befürchten, von den Mitkäufern wegen dieser Patente verklagt zu werden. Ein erster Schritt auf dem Weg in Richtung Zusammenarbeit statt Patentkrieg zeichnet sich hoffentlich hier ab.

Quelle: Techcrunch

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Besonders hierbei ist, dass nach Berichten der stärkste Bieter für die Kodak-Patente ein Konsortium ist, das von Google und Apple angeführt wird. Das Wall Street Journal nennt unter Berufung ungenannter Quellen sogar Samsung als Partner der gerade genannten Unternehmen.

Eine Wende in Sicht?

Spannend ist nicht unbedingt, um welche Patente es sich genau handelt, sondern eher die Tatsache, dass die Unternehmen, von denen man eine Zusammenarbeit am wenigsten erwartet, sich zusammentun, um einen Patentdeal zu schließen.

 

Ob sich das Konsortium durchsetzen und die Patente erwerben wird, ist noch unklar. Erste Berichte nannten einen angebotenen Kaufpreis von 150 bis 200 Millionen Dollar für Kodaks Patent-Portfolio. Dies sei vom Unternehmen aber abgelehnt worden, da man mit Einnahmen um die 2 Milliarden Dollar rechnen würde. Daraufhin wurde ein neues Konsortium, das neben Google und Apple nun anscheinend auch Unternehmen wie Samsung beinhaltet, geformt und somit ein Angebot von über 500 Millionen Dollar erreicht.

Sollte Kodak dieses Angebot annehmen, ist es so gut wie unmöglich für die Käuferparteien, sich gegenseitig auf diese Patente zu verklagen, da sie sich den Besitz teilen. Das könnte ein erster Schritt in Richtung Zusammenarbeit statt gegenseitiger Bekämpfung der Unternehmen der Mobilbranche werden.

Quelle: CNET

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