Google wirft China Cyber-Attacke vor

Flavio Trillo
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Internet-Riese Google wirft China vor, seinen Googlemail-Dienst unter virtuellen Beschuss genommen zu haben. Mehrere chinesische Nutzer hätten sich über Probleme mit verschiedenen Funktionen beschwert. Gleichzeitig sei Googles Suchdienst für Opfer der Erdbebenkatastrophe in Japan unbehelligt geblieben. Experten beschreiben die Attacke als “sehr raffiniert”, da sie den Eindruck erweckt, das Problem liege bei Google selbst.

Das Unternehmen beteuert einer Meldung des britischen Guardian zufolge, auf seiner Seite keine Probleme feststellen zu können. “Es handelt sich hier um eine Blockade der Regierung, mit dem Ziel, die Schuld Google zuzuschieben”, so ein Sprecher. Die Motivation für die Angriffe sei politischer Natur. Man wolle Menschenrechtsaktivisten die Kommunikation mit dem Ausland erschweren.

Berichte über angebliche Manipulationen des Dienstes häuften sich in der jüngeren Vergangenheit. Google hatte zuletzt im Januar darauf hingewiesen, dass Menschenrechtler aus China Ziel von Cyber-Attacken aus dem eigenen Land geworden seien. Die jetzigen Beschuldigungen folgen unmittelbar auf die so genannte Jasmin-Revolution.

Anonyme hatten im Februar via Internet zu friedlichen Protest-Spaziergängen aufgerufen, die jedoch durch chinesische Ordnungskräfte verhindert wurden. Die Regierung schränkt den Internet-Zugang für seine Bürger stark ein, so sind etwa Facebook, YouTube und LinkedIn gesperrt. Des Weiteren betreibt der Staat eigene Suchmaschinen, deren Inhalte ebenfalls streng kontrolliert und zensiert werden.

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