Hat Google einen 16-Jährigen mit Traumgehalt eingestellt? Was an der Story wirklich dran ist

Simon Stich
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Mit 16 Jahren kann man Motorroller frisieren – oder eben 15.000 Euro Monatsgehalt von Google bekommen. Für letzteres soll sich der Inder Harshit Sharma entschieden haben. Aber kann das überhaupt wahr sein? Wir gehen der Geschichte auf den Grund.

Hat Google einen 16-Jährigen mit Traumgehalt eingestellt? Was an der Story wirklich dran ist

Am 29. Juli hat das indische Department of Public Relations eine Pressemitteilung verschickt. Der Schüler Harshit Sharma soll fortan bei Google als Grafikdesigner arbeiten. Umgerechnet 15.000 Euro pro Monat gehen dabei an Harshit. Eine Meldung, die so sicher nicht jeden Tag vorkommt. Viele lokale Medien stürzten sich zuerst auf den Fall, dann folgten internationale News-Outlets. Harshit selbst ist mittlerweile nicht mehr zu erreichen – in seinem Facebook-Profil steht aber bereits Google als Arbeitgeber. Standort: Kalifornien.

Im Mai soll sich der Schüler bei Google beworben und dabei auf seine zehnjährige Erfahrung im Bereich Grafikdesign verwiesen haben. Gegenüber der Hindustan Times sagte er, dass er den Bewerbungsprozess aufgrund seiner Designs erfolgreich durchlaufen habe. Nun soll ein einjähriges Training in Mountain View folgen – für umgerechnet etwa 5.000 Euro pro Monat. Nach Abschluss des Trainings würde das Gehalt dann auf zwölf Millionen Rupien ansteigen, was rund 15.000 Euro entspricht.

Google-Sprecher dementiert Geschichte

Wohl auch wegen des großen Medieninteresses hat sich jetzt ein Google-Sprecher zur Harshit-Story geäußert. Dem Indian Express gegenüber sagte er, dass Google „keine Informationen zu einer Bewerbung von Harshit Sharma“ habe. Eigentlich wäre damit alles geklärt, doch es geht noch weiter.

Ein Lehrer von Harshit kann bestätigen, dass der Schüler ihn über seinen neuen Arbeitgeber informiert hat. Am 7. August soll es für ihn nach Kalifornien gehen, um seine bestens bezahlte Arbeit bei Google zu beginnen. Eine offizielle Einladung von Google hat der Lehrer aber nie zu Gesicht bekommen, heißt es. Die Schule selbst hatte die Geschichte mit einer eigenen Pressemitteilung weiter befeuert, rudert nun aber allem Anschein nach wieder zurück. Heute soll im Laufe des Tages eine neue Mitteilung veröffentlicht werden. Bleibt zu hoffen, dass es die Letzte ist.

Quelle: Hindustan Times, Indian Express via Business Insider

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