Nach Anschlägen auf Google HQ: Mutmaßlicher Täter verhaftet

Tuan Le

In den letzten Monaten hat der 30-jährige Raul Murillo Diaz eine persönliche Vendetta gegen den Internetgiganten Google geführt – mit erschreckenden Ausmaßen. Medienberichten zufolge kam es seit Mai zu einer ganzen Reihe von Anschlägen, bei denen unter anderem Molotov-Cocktails auf dem Parkplatz geworfen wurden und mithilfe eines Benzinkanisters eines der selbstfahrenden Autos von Google angezündet worden ist. Als nächstes plante der Täter außerdem offenbar, eine Bombe explodieren zu lassen.

Nach Anschlägen auf Google HQ: Mutmaßlicher Täter verhaftet

Google gerät immer wieder ins Visier von Kritikern, sei es nun aufgrund der strikten Herrschaft über das eigentlich freie Android-Betriebssystem oder den Umgang mit den Daten der Nutzern. Selten artet die Art und Weise, in der die Kritik vorgetragen wird, derart aus wie im Falle des paranoiden Mannes aus Oakland in Amerika, der in den letzten Monat mehrere Male Anschläge auf das Google Hauptquartier in Mountain View verübte. Wie Mercury News berichtete, konnte der Täter endlich am 30. Juni von der Polizei gefasst werden, da man den auf Überwachungskameras stets zu sehenden SUV identifizieren konnte.

Wer jetzt denkt, Raul Murillo Diaz hätte nur verunglimpfende Beschwerde-Mails verschickt oder das Google-Gebäude mit Graffitis beschmiert, hat weit gefehlt. Molotov-Cocktails wurden von dem offenbar geistig verwirrten Mann am 19. Mai auf den Mitarbeiter-Parkplatz geschleudert. Auch Fensterscheiben wurden bei einem Angriff am 4. Juni auf ein anderes Google-Gebäude mit einer Schusswaffe zerstört, wobei glücklicherweise offenbar niemand verletzt wurde.

Den Höhepunkt seines zerstörerischen Treibens erreichte er schließlich am 10. Juni: Diaz überschüttete eines der Google-Fahrzeuge mit Benzin und setzte es in Brand. Während die Polizei dies als eines der selbstfahrenden Autos von Google identifizierte (was freilich bei den verbrannten Überresten ein schwieriges Unterfangen war), gab das Unternehmen selbst an, dass keines der autonomen Fahrzeuge beschädigt worden ist – es könnte sich also auch um ein Google Street View Car gehandelt haben.

Tatsächlich konnten die Beamten mit der Ergreifung des Täters wohl noch Schlimmeres verhindern: Bei der Verhaftung fanden die Beamten eine Bombe sowie einen leeren Waffenkoffer im Auto des Beschuldigten.

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Grund für die Anschläge: Überwachung durch Google

Als Grund für die Attentate nannte Diaz den Überwachungswahn von Google. “Google hat mich überwacht und das machte mich wütend”, so die Begründung des Täters laut Polizeibericht: Er habe sogar eine ganze Reihe von Dokumenten gesammelt, die die Überwachung durch den Konzern aus Mountain View belegen sollen. Dass die Staatsanwaltschaft dies als strafmildernden Umstand anerkennen wird, darf bezweifelt werden.

via Android Authority

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