WebM im Web: Google treibt Verbreitung voran

Flavio Trillo
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In der Schlacht der Standards zur Videowiedergabe im Internet hat Google sich für die Unterstützung von WebM entschieden. Jetzt hat das Unternehmen bekanntgegeben, dass man dieser Entscheidung auch Taten folgen ließ. 30 Prozent aller Videos auf YouTube wurden bereits in das neue Format konvertiert, das entspreche 99 Prozent der beliebtesten Clips. Dank Cloud-basierter Enkodierung soll der Vorgang möglichst schnell abgeschlossen werden.

Alle ab sofort neu hochgeladenen Videos werden von den YouTube-Servern automatisch im WebM-Format gespeichert. Immer dann, wenn die Upload-Zahlen zeitweise zurückgehen, dirigieren die Server ein wenig Rechen-Power zu dem Umwandlungsprozess der bereits vorhandenen Daten. Wie lange der Prozess noch dauern wird, ist nicht bekannt. Immerhin werden täglich nach Angaben des Suchmaschinen-Riesen Videos mit einer Gesamtlänge von beinahe 6 Jahren (sic!) hochgeladen.

Im Video-Format-Kampf setzten Google, Mozilla und Opera auf das quelloffene WebM, welches Videodaten mit dem VP8- und Audiodaten mit dem Vorvis-Codec verarbeitet. Apple und Microsoft unterstützen dagegen das Format H.264 unter HTML5. Kein Wunder, denn immerhin sind sie unter den Lizenzgebern für den Codec, auch wenn das für den Endverbraucher keinen Unterschied macht und auch die Publisher vorerst von Lizenzgebühren befreit sind.

Welcher Standard sich letztendlich durchsetzen wird, ist noch nicht absehbar und vermutlich wird sich die Bataille noch mehrere Jahre hinziehen.

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