Googles Internet aus dem Himmel: Project Loon

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Natürlich gibt es auch bei uns Dinge, die einfach an uns vorbeigehen, die aber dennoch so interessant sind, dass sie auch im Nachhinein behandelt werden sollen. Dazu gehört ganz klar auch Googles Experiment namens Project Loon, durch das in Zukunft Internet mittels Helium-Ballons zur Verfügung gestellt werden könnte.

Googles Internet aus dem Himmel: Project Loon

Das Internet ist wahrscheinlich eines dieser Dinge, die viele von uns mittlerweile als Selbstverständlichkeit hinnehmen. Wie genau die Sache funktioniert, hinterfragen wahrscheinlich die Wenigsten. Das ist bei Technik heutzutage ja oft der Fall. Glücklicherweise gibt es aber viele Menschen da draußen, die sich sehr gut mit Technologie auskennen und die sich tagtäglich damit auseinandersetzen, um diese noch besser zu machen.

Einer der ganz großen „Player“ ist hier natürlich auch Google, ein Unternehmen, das uns immer wieder mit neuen und äußerst interessanten Entwicklungen versorgt und überrascht. Eines der neuesten Experimente, das auf den Namen Project Loon hört, soll es zukünftig ermöglichen, mit Hilfe von Helium-Ballons das Internet auf der Welt noch viel einfacher und besser zugänglich zu machen. Doch der Name verweist auf noch mehr, denn Loon ist nicht bloß die Verkürzung des Wortes „Balloon“, sondern bedeutet übersetzt auch „Irrer“ oder „Spinner“. Eine verrückte Idee eben.

Die (irre) Zukunft des Internets?

Das Zukunftsszenario könnte folgendermaßen aussehen: Google schickt tausende mit Helium gefüllte Ballons in die Stratosphäre, also etwa 20 Kilometer über die Erdoberfläche, die dafür sorgen, dass selbst Menschen in den entlegendsten Gegenden ganz ohne Kabelverbindung Zugriff auf das Internet haben.

Vergangenen Monat wurde in Neuseeland der erste Test des Experiments mit mehren Google Ballons durchgeführt. Einer der ersten Nutzer war dabei ein Bauer und Unternehmer aus dem Ort Leeston, der bei dem Test zwar tatsächlich eine bestehende Internetverbindung erhielt, diese aber nur 15 Minuten lang bestand, da der Ballon dann außer Reichweite flog.

Doch die Idee hinter den Ballons ist trotzdem beeindruckend: Die quallenähnlichen Helium-Ballons gleiten in relativ ruhigen Windströmen (ca. 8 bis 32 km/h) um die Welt, deren Energieversorgung findet über Solarpanele statt, die an den Ballons angebracht sind. Da in unterschiedlichen Höhen auch die Windrichtung unterschiedlich sein kann, werden die Ballons von Google dadurch gesteuert, dass deren Flughöhe verändert wird. Klingt eigentlich relativ einfach, ist in der Praxis allerdings nicht ganz so leicht umzusetzen.

Die auf den Ballons angebrachten Sender verteilen ihr Signal von Ballon zu Ballon, von wo aus dieses dann an die jeweiligen Nutzer übertragen wird. Das folgende Video zeigt vereinfacht, was genau hinter Project Loon steckt.

Der Anfang von etwas Großem?

Mit neuen Technologien ist es natürlich immer so eine Sache. Anfangs halten viele bestimmte Dinge für unmöglich, glücklicherweise gibt es aber immer auch Menschen, die so überzeugt von einer Idee sind, dass diese auch tatsächlich irgendwann umgesetzt wird. Wäre das nicht der Fall, wären solche bahnbrechenden Ereignisse wie der Flug zum Mond, die Entwicklung des Autos und vieles mehr niemals möglich gewesen.

Ähnlich wirkt auch Googles Ballon-Experiment, denn derzeit gibt es natürlich noch viele Faktoren und Probleme, die bedacht und gelöst werden müssen. Beispielsweise wäre da die Stabilität der Ballons, die in Zukunft deutlich höher sein müsste als bei Wetterballons.

Theoretisch soll durch einen Ballon ein Gebiet von etwa 1250 Quadratkilometern abdecken, dabei sollen Internetgeschwindigkeiten denen gängiger 3G-Modems entsprechen. Um das Signal abzufangen ist eine Antenne notwendig.

Ziel des Project Loon sind vor allem schwer zugängliche Regionen, die bisher kaum oder gar nicht mit Internet versorgt werden könnten. Aber natürlich lässt sich die Idee auch weiterspinnen.

Quellen: heute, Golem

 

 

 

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