Smartphones von Palm sind uninteressant für Hewlett-Packard

Bernd Korz

US$ 1.2 Mrd zahlte Hewlett-Packard für die Übernahme von Palm vor einigen Wochen. Der Grund war schnell zu erkennen, man wollte sich unabhängig machen in Sachen Slate Tablet. Bisher sah es danach aus, dass Microsofts Windows Phone 7 damit bestückt werden würde, doch mit webOS hat HP sich ein eigenes Betriebssystem ins Haus geholt und dadurch längerfristig seine Abhängigkeit komplett aufgelöst.

Viele Analysten sind sogar davon ausgegangen, dass HP neben dem Tablet auch ein eigenes Smartphone herausbringen würde. Dies hat Mark Hurd, CEO von HP, am Mittwoch jedoch bei einer technologie Konferenz bei der Bank of America richtig gestellt und mitgeteilt, dass man ganz andere Pläne verfolge: “Wir haben nicht Milliarden ausgegeben um einen Versuch im Mobiltelefonmarkt zu starten, dies macht überhaupt keinen Sinn für uns. Wir haben Palm auch nicht aus diesem Grund gekauft, ich sage das den Leuten immer wieder – aber es scheint nicht anzukommen.”

Für Hurd ist webOS die Verbindung zu all deren Geräten die sich auf dem Markt befinden: “Das webOS ist einer der beiden Hauptgründe warum wir uns für den Kauf entscheiden haben, es bildet das perfekte mobile Betriebssystem. Wir haben über 10 Millionen HP Geräte die ideal in diese Sparte passen auf dem Markt. Stellen Sie sich nun vor, all diese Geräte hätten den selben Look&Feel und lassen sich alle auf die selbe Art und Weise bedienen. Dies ist ein riesen Wertzuwachs für unsere Palette.”

Für Apple ist diese Entscheidung sicherlich kaum relevant, denn deren iPhone OS wird dadurch weder positiv noch negativ beeinflusst werden, für Google und deren Android geht ein Kunde verloren der vielleicht eh keiner war, für Microsoft jedoch bricht gerade mit HP und deren Slate Tablet ein wichtiger strategischer Partner weg.

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