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Review: HP Omni 10 im Test

Christof Wallner
Review: HP Omni 10 im Test

HP ist Anfang des Jahres mit dem kleinen Slate 7 wieder in das Tablet-Geschäft eingestiegen. Passend zum vierten Quartal hat man eine Reihe neuer Tablets und Convertibles vorgestellt. Dabei zeigen sich vor allem einige interessante Windows 8.1 Tablets. Das HP Omni 10 ist eines davon. Mit einer guten Ausstattung und einem vernünftigen Preis möchte man gegen die Konkurrenz antreten. So liegt der Preis des Omni 10 mit Microsoft Office und Full HD Display bei nur 399€. Was man sich von dem Tablet erwarten kann, erfahrt ihr im folgenden HP Omni 10 Test.

Testgerät: HP Omni 10 5600eg 32GB – Preis ab ca. 399€ bei HP | | Notebooksbilliger | Cyberport
Software: Windows 8.1 32-Bit

HP Omni 10 Test-Video und Bilder:

(Link zum YouTube-Video)

Bildergalerie Review: HP Omni 10 im Test

Hardware

Das HP Omni 10 ist ein weiteres Windows 8 Tablet in der 10 Zoll Klasse. Grundsätzlich wirkt das Omni 10 recht kompakt und durch eine leicht aufgeraute Oberfläche auf der Rückseite auch hochwertig. Grundsätzlich ist das Tablet mit Maßen von 259,6 x 181,8 x 9,9 mm auch recht kompakt im Vergleich zu anderen 10 Zoll Windows Tablets. Doch nimmt man das Tablet in die Hand ist es mit einem Gewicht von 652g merkbar schwer.

Rückseite des Omni 10

Dennoch lässt es sich durch leicht abgerundete Kanten gut in der Hand halten und fühlt sich stets griffig an. Der leicht aufgeraute Kunststoff macht ebenfalls einen guten Eindruck, ist allerdings etwas schmutzempfindlich. Zum Glück lässt sich das graphitgraue Material aber leicht reinigen.

Die Verarbeitung ist grundsätzlich gut. Bei unserem Testgerät ist aber aufgefallen, das der Rahmen um das Displayglas auf der linken Seite leicht hervorsteht und sich auch mit etwas Druck wegdrücken lässt, während der Rahmen auf der rechten Seite plan mit dem Displayglas abschließt.

MicroUSB Adapter angeschlossen

Alle wichtigen Anschlüsse befinden sich auf der Unterseite. Dort findet man zwischen zwei Lautsprechern einen eigenen Ladeanschluss, einen Micro-HDMI und Micro-USB Anschluss sowie unter einer Abdeckung ein microSD-Slot. Im microSD-Slot befindet sich im Auslieferungszustand eine zusätzliche 8GB microSD Karte mit Recovery Dateien. Sehr vorbildlich, denn so bleiben von den 32 GB internem Speicher mehr Gigabyte frei für den Nutzer. Die Position der Anschlüsse an der Unterseite ist allerdings etwas ungewöhnlich. Verwendet man beispielsweise das Tablet auf der Couch und möchte einen USB-Stick mittels eines optionalen MicroUSB Adapter anschließen, könnte dies etwas störend sein. Allerdings hatte man durch die schmalen Seiten wohl keinen Platz die Anschlüsse anders zu positionieren. So findet man lediglich auf der rechten Seite in der Schräge die Lautstärke-Wippe und auf der linken Seite den Audio-Anschluss. Die Lautstärke-Wippe sitzt zwar fest im Gehäuse, da sie aber fast eben mit dem Gehäuse verbaut wurde, ist sie etwas schwer zu ertasten. Auf der Oberseite befindet sich lediglich eine die On/Off Taste und ein Mikrofon.

Auf der Vorderseite findet man eine 2 Megapixel Kamera über und einen touchsensitiven Button unter dem Display. Auf der Rückseite findet man über dem schön eingearbeiteten HP Logo eine 8 Megapixel Kamera.

Für drahtlose Verbindungen stehen einem standardmäßig Wlan 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 4.0 und Miracast zum drahtlosen Übertragen des Displays zur Verfügung. Auf GPS und eine 3G Variante des Omni 10 muss man leider vorerst verzichten. Die Verbindungsqualität des WLAN bei unserem Heimnetzwerk zeigte sich aber stets als stabil und gut. Auch mit Miracast konnten wir größtenteils problemlos Content mittels des Netgear PTV3000 (ab ca. 65€) an unseren Fernseher übertragen. Dabei funktionierte auch die Mirroring-Funktion. Vereinzelt kann es aber bei Übertragungen von Full HD Filmen zu kurzen Ausfällen des Tons kommen. Dies hängt allerdings nicht unbedingt mit dem Omni 10 zusammen, sondern einfach am Miracast-Standard. Ähnliches haben wir mit anderen Tablets im Test erlebt.

Lautsprecher

Die Stereolautsprecher auf der Unterseite bieten eine gute Soundqualität, könnten allerdings etwas lauter sein. Gleich wie bei den Anschlüssen ist die Position etwas störend. Stellt man das Tablet auf den Schoß, werden natürlich die Lautsprecher verdeckt und so die Soundqualität vermindert.

Die zwei Kameras nehmen Videos mit FullHD Auflösung auf. Die Qualität der Kameras liegen allerdings nur im Durchschnitt. Der Autofokus der rückwertigen 8 Megapixel Kamera arbeitet generell langsam. Für Schnappschüsse und Videochats sind die Kameras dennoch brauchbar.

Display

Display des Omni 10

Das 10 Zoll Display bietet eine Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln und kommt im 16:9 Format. HP selbst gibt keine genauen Angaben zum verbauten Panel und benennt dieses auf der offiziellen Seite als “Full-HD LED-Breitbildschirm”. Aufgrund der sichtbaren Eigenschaften würden wir das Display als HFFS Panel einschätzen, denn für ein IPS Display hätte es beispielsweise zu geringe Betrachtungswinkel.

Nichtsdestotrotz ist das Display des Omni 10 gut. Es bietet eine recht hohe Helligkeit und eine gute Farbwiedergabe. Sichtbar ist ein leichter Gelbstich. Gesamt wirken die Farben auch nicht ganz so kräftig wie beispielsweise am außergewöhnlich guten IPS Display des Dell Venue 11 Pro.

Rahmen um Das Display

Bei genauerem Hinsehen sieht man auch die Beschichtung des Gorilla Glass 2. Diese Beschichtung sollte das Displayglas etwas entspiegeln. In der Praxis macht sich das unter Umständen auch bemerkbar, allerdings noch immer nicht so, wie man sich das wünschen würde. Zudem wirkt die Beschichtung teilweise ungewöhnlich.

Der Touchscreen selbst reagiert, wie er sollte, und nimmt Berührungen wie gewünscht an.

Performance & Akku

HP Omni 10 mit Tastatur und Gamepad

Das Venue 11 Pro hat uns im Test schon gezeigt, welche Power der Intel Atom Z3770 hat, der auch im HP Omni 10 verbaut ist. Im Omni 10 kommen zudem 2GB Arbeitsspeicher und bei unserem Testgerät ein 32GB eMMC Speicher zum Einsatz.

Obwohl das Display des Omni 10 ein paar Pixel mehr besitzt, macht sich hier kein großer Unterschied bei der Performance bemerkbar. In fast allen Situationen arbeitet das HP Omni 10 zügig und gibt beispielsweise Full HD Content sowohl im Browser als auch mittels Flash ruckelfrei wieder. Auch Spiele wie Age of Ampires 3, Fifa 2014 oder Asphalt 8 laufen auf dem Omni 10 problemlos. Bei voller Auflösung sind zwar hin und wieder ein paar Ruckler zu sehen, das ist allerdings zu vernachlässigen.

Im Großen und Ganzen waren wir mit der Performance des Omni 10 zufrieden, denn auch der interne eMMC Speicher arbeitet flott. Nach dem ersten Start und der Installation von Microsoft Office blieben rund 12GB Speicher frei. Die Lese und Schreibzeiten des internen Speichers beliefen sich im Test auf 87,96MB/s beim Lesen und 38,26MB/s beim Schreiben. Legt man eine Micro-SD Karte ein um den internen Speicher zu erweitern, ist dieser freilich nicht ganz so schnell. Hierbei erreichten wir Werte von 23,57MB/s und 20,57MB/s.

Wie sich das Omni 10 bei Benchmarks im Vergleich zu anderen Geräten schlägt, erfahrt ihr in der folgenden Benchmarktabelle:

HP Omni 10 Dell Venue 11 Pro 5130 Asus Transformer Book T100 Microsoft Surface Pro 2
PC Mark 7 2549 2598 2360 4491
3D Mark 06 1889 1880 2117 6156
SunSpider 374,5ms 339,3 423,5ms k.A.
Peacekeeper: 859 898 694 k.A

Der 31Wh Akku sorgte im HP Omni 10 für eine gute Akkulaufzeit. So erreichten wir in unserem üblichen Akku-Test, bei durchgehender Videowiedergabe, verbundenem WLAN und voller Display-Helligkeit einen Wert von 8:51h. Die volle Display-Helligkeit ist allerdings nicht immer notwendig, weshalb wir den Test auch mit automatischer Helligkeitsregelung durchlaufen haben. Dabei erreichte das Omni 10 eine Laufzeit von 10:16h.

Mit dem originalen Netzteil wird das Omni 10 in ca. 3,75h geladen, sofern das Tablet nicht in Verwendung ist. Das HP auf einen eigenen Ladeanschluss setzt, hat Vor- und Nachteile. Zum einen wird kein USB-Port belegt,  dafür ist man auch auch auf das originale Netzteil angewiesen. HP bietet zumindest als eines der wenigen Zubehör-Teile eine Ladestation für das Omni 10 an. Leider scheint diese aber nicht optimal zu sein, denn weitere Anschlüsse, wie Micro-HDMI und USB werden beim Verwenden verdeckt.

Software

Touchsensitiver Windows Button des Omni 10

Am Omni 10 findet man Windows 8.1 32-Bit als Betriebssystem. Mitgeliefert wird auch hier die Microsoft Office Home & Student 2013 in der Small Screen Touch Lizenz, die Microsoft Word, Excel, PowerPoint, und One Note 2013 beinhaltet.

Veränderungen an der Oberfläche gibt es keine und HP hält sich auch bei den mitgelieferten Programmen sehr zurück. Hier findet man lediglich Programme wie HP Support Assistant, HP Documentation, Erste Schritte, HP Connected Photo und Musik. Alles in allem sehr zurückhaltend und auch hier lobenswert.

Bei unserem Test hatten wir allerdings ein Problem beim Installieren der neuesten Treiber, die man über die Support Homepage herunterladen kann. Beim Ausführen des Updates stürzte die Software ab und wir mussten das Tablet neu aufsetzen. Das Aufsetzen war grundlegend kein Problem, allerdings waren alle Daten verloren. Dies ist ein gutes Beispiel und zeigt, dass man seine Daten stets sichern sollte. Desweiteren hatten wir im Test auf einmal ein Problem, dass die integrierte Netzwerkkarte nicht mehr funktionierte und wir das System erneut wiederherstellen mussten.

Nach dem Durchführen der Updates und der Neuinstallation lief die Software bei uns im Test aber flüssig.

Fazit

HP Omni 10
Befriedigend
78%
08/2016
Preis: 399€ Im Test hat das HP Omni 10 gesamt einen guten Eindruck gemacht.
Vorteile- Leistung
- Akku
- Microsoft Office vorinstalliert
Nachteile- durchschnittliche Verarbeitung
- Software teilweise instabil

Anfangs waren wir von dem Comeback von HP mit dem Slate 7 nicht so beeindruckt. Das HP aber auch anders kann, zeigt man mit dem Omni 10. Es ist zwar nicht das Beste aber ein gutes Windows 8 Tablet und hat uns im Test gut gefallen. Vor allem durch den Preis und die Ausstattung dürfte das Tablet für einige Interessenten in Betracht kommen. Grundsätzlich liegt der Preis im HP Store bei 399€.  Man sollte darauf achten, dass es bei HP in letzter Zeit öfters 10% Rabatt für das Omni 10 gab. Dadurch würde der Preis noch interessanter werden.

Vor allem nach dem Test des Dell Venue 11 Pro ist aber auffallend, das HP in Zukunft mehr optionales Zubehör anbieten, bzw. schon bei der Planung des Tablets beachten sollte. Leider gibt es für das Omni 10 nur eine einfache Tasche, ein Displayfolie und die Tischladestation ohne weitere Funktionen. Eine praktische Dockingstation oder ein passendes Case mit Tastatur wären sicher praktisch und würden sowohl dem Käufer als auch HP etwas bringen.

Alternativ haben wir im Test wieder mit der Microsoft Wedge Bluetooth Tastatur gearbeitet. Das Cover der Tastatur kann als Halterung verwendet werden und ist so besonders praktisch. Für einen Preis von ca. 50€ ist es momentan die beste optionale Tablet-Tastatur, die wir testen konnten. Sie ist kompakt, praktisch, aber das gummierte Cover etwas schmutzempfindlich – dafür aber staubfest. In Verbindung mit dem Omni 10 ergibt es trotzdem eine praktische Lösung zum Mitschreiben von Texten in der Uni oder einfachen Arbeiten mit Office.

Haptik / Verarbeitung 8 Display 7 Batterie 9 Performance 8 Konnektivität 7 Software 8 Preis / Leistung 8

Weitere Themen: Tabtech.de News-Archiv, HP Pavilion x2 10, HP Spectre 13 2016, HP Elite x3, HP Elitebook Folio G1, HP Envy Note 8, HP Spectre x2 12, HP Spectre 13 x360, HP LaserJet 1022, HP

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