HTC: Nicht die Anzugträger sind das Problem, sondern die Designer

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Das Netz weiß nicht, was es will. Erst werden diverse HTC Manager in den USA gekündigt, dann wurden angeblich rund 5 Millionen HTC One in 2 Monaten verkauft. Wie steht es denn nun um HTC und warum ist das so wichtig?

 Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich im letzten Jahr ein klarer Samsung Sympathisant war. Das Galaxy S3 hat mich einfach überzeugt und entsprach auch einer klaren Entwicklung zum Vorgänger. Neues Design, coole Features, gute Vorstellung. HTC hat dieses Jahr einen hervorragenden Job mit dem HTC One gemacht und so meine Gunst erworben. Ich hoffe doch sehr, dass ich noch ein HTC One der zweiten Generation kennenlernen darf!

Das Problem sind nicht die Anzugträger

In den USA geht es gerade drunter und drüber. Viele Manager wurden gekündigt und tragen gerade eine Social Media Schlammschlacht auf dem Rücken der taiwanischen Firma aus. Was an den ganzen Behauptungen dran ist, möchte ich gar nicht bewerten, keine Seite wird unschuldig sein. Dennoch: Sascha Pallenberg von den Mobile Geeks lebt in Taipeh und erlebt viel von dem, was auf den Straßen rund um HTC passiert. Zu seinem Kommentar auf Google+ habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht.

Manager sind leicht zu ersetzen, mit der Arbeit aus den USA war man vom Hauptsitz aus angeblich sowieso nicht zufrieden. Doch was HTC wirklich das Genick brechen könnte, sind die abwandernden Entwickler und Designer, die jahrelange Erfahrung mitnehmen und zur Konkurrenz wechseln.

Asus, Acer, Quantra oder Pegatron werden hier als Ziel für die ehemaligen HTC Mitarbeiter genannt. Keine schöne Entwicklung, wenn man bedenkt, wie HTC gerade in der Kreide steht. Auch wenn 5 Millionen verkaufte HTC One in 2 Monaten (eine nicht offizielle oder bestätigte Aussage) eine Top-Leitung im Vergleich zu Samsung sind, muss man wirtschaftlich denken. HTC muss im dritten Quartal viel mit den Zahlen jonglieren, sonst geht das traditionelle Unternehmen unter.

Wir brauchen Konkurrenz im Android-Becken

Man kann jetzt viel Schwarzmalerei in diesen Zeilen lesen und ja, ich fürchte ein wenig diese Entwicklung. HTC hat mich damals mit dem HTC Desire in die Android-Welt geholt und noch heute funktioniert dieses wundervolle Smartphone recht zuverlässig. Doch wenn Samsung weiter seine übermächtige Stellung ausbaut, könnte das fatale Folgen für den Markt haben.

klare Tizen Aussage

Samsung setzt im Hinterstübchen voll auf Tizen und die Entwicklerkonferenz zeigte deutliche Zeichen. Ob Samsung irgendwann voll auf Tizen setzt und Android den Rücken kehrt oder dieses Bild einfach nur eine lustige Anspielung kleiner Entwickler sind – ich erkenne hier einen deutlichen Wink mit dem Zaunpfahl und hoffe, dass Samsung ausreichend Konkurrenz auf dem Feld behält.

Konkurrenz belebt das Geschäft und fördert gerade für uns Verbraucher die Entwicklung von Technik und Preisen. Und wer möchte sich schon am Ende nur noch zwischen einem “Apple” oder “Samsung” Gerät entscheiden müssen?

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Weitere Themen: HTC One (E8), Desire 816, HTC One M8, HTC Desire 310, Desire Z (HTC), Magic (HTC), Tattoo (HTC), Hero ( Android 2.1 ) (HTC), Hero (HTC), Samsung


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