Huawei Ascend G615 im Test: Der erste Nexus 4-Herausforderer

Frank Ritter
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Der chinesische Hersteller Huawei verkauft aktuell in Deutschland ein neues Quad Core-Smartphone, das sich zu einem UVP von 299 Euro deutlich gegen das Nexus 4 positioniert. Im Testbericht klären wir, ob das Huawei Ascend G615 auch im realen Einsatz mit dem Preishammer von LG und Google mithalten kann.

Huawei Ascend G615 im Test: Der erste Nexus 4-Herausforderer

Optik, Haptik und Verarbeitung

Huawei-Ascend-G615-Rueckseite-schraeg

Auf den ersten Blick sieht das Huawei Ascend G615 recht konventionell aus. Keine Flirrglitter-Rückseite wie beim Nexus 4, keine markanten Buttons wie beim Sony Xperia Z, keine edle Alu-Unibody-Konstruktion wie beim HTC One; und einem Kieselstein ist das Gerät auch nicht nachempfunden. Am ehesten erinnert das Gerät stilistisch an diverse Modelle aus dem Hause LG. Das G615 sieht also zwar schlicht aus, das jedoch in einem positiven Sinn: Nüchtern, aber nicht billig. Mit Maßen von 134 x 67,5 x 10,5 mm ist das Ascend G615 etwas schmaler als das Nexus 4, etwas kürzer als das Samsung Galaxy S3, allerdings tiefer als beide Geräte. Trotz kleinerem Display (4,5 Zoll statt 4,7 bzw. 4,8 Zoll) wirkt es damit wuchtiger, mit 145 Gramm gegenüber 139 Gramm (Nexus 4) und 112 Gramm (Samsung Galaxy S3) wiegt es auch mehr als die Konkurrenz-Geräte.

Huawei-Ascend-G615-Huawei-Schriftzug

An der Front sind oben neben dem Display die Lautsprechermuschel und der Huawei-Schriftzug, rechts oben die Frontkamera zu sehen. Zwischen Muschel und Kamera befindet sich die in verschiedenen Farben leuchtende Benachrichtigungs-LED. An der Unterseite des Gerätes sieht man drei kapazitive Buttons mit den Funktionen (von links gesehen) Zurück, Home und Menü. Die Ränder sind in Relation zum Display relativ breit — nicht unbedingt elegant, stört in der Benutzung aber auch nicht. Optisch wirkt das Gerät recht symmetrisch.

Huawei-Ascend-G615-Innenleben-1

Das Gehäuse des Huawei Ascend G615 besteht aus Hartplastik und vermittelt zunächst einen soliden Eindruck. Die Rückabdeckung ist eine einteilige Schale, die auch den seitlichen Gehäuserand umgibt, daher benötigt man etwas Kraft und Geschick, um den Deckel abzunehmen. Das ist freilich notwendig, da nur so die SIM-Karte (regulärer Größe, keine micro-SIM) und eine micro SD-Karte eingelegt sowie der wechselbare Akku herausgenommen werden kann. Dies ist ein kleinerer Konstruktionsmangel, denn mag die Plastikschale zunächst fest und stabil sitzen, knarzte das Plastik unseres Testgerätes leicht, nachdem man es zweimal abgenommen und wieder anmontiert hatte.

Huawei-Ascend-G615-Tasten-schraeg

An der — von der Front aus gesehen — rechten Seite befinden sich oben Lautstärke-Wippe und direkt darüber der Power-Button. Eine ungewöhnliche Anordnung, an die man sich aber schnell gewöhnt. Links im oberen Drittel ist der micro USB-Port platziert. Dies ist eher ungünstig, denn im Dunkeln kann es dank dieser Positionierung durchaus schwierig werden, ein Ladekabel ins Gerät zu bugsieren.

Huawei-Ascend-G615-Kamera-Huawei-Logo

Rückseitig sieht man oben zentriert die Kamera-Linse, links daneben die Dual-LED. Eine kleine zusätzliche Mikrofonöffnung direkt darüber ist kaum sichtbar, ein Schriftzug mit Huaweis Logo, dem Firmennamen und einer zur Bewerbung des 8 MP-BSI-Bildsensors flankieren die Linse. Unten am Gerät befinden sich zwei Lautsprecher.

Ergonomisch ist das Huawei recht gelungen. Die Rückseite aus angerautem Plastik fühlt sich weder allzu billig an, noch zieht sie Fingerabdrücke an. Die in den Seitenrand eingelassenen Tasten (Power und Lautstärke) sind gut erfühlbar und bieten einen angenehmen Druckpunkt. Die abgerundete Rückseite lässt das Gerät trotz dessen Größe nicht zu klobig werden. Lediglich die kapazitiven Tasten bieten Anlass für Kritik, denn die Fläche, in der eine Berührung mit dem Finger registriert wird, ist sehr klein.

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Display

Huawei-Ascend-G615-Icons

Mit der HD-Auflösung von 1280 x 720 auf einer Diagonale von 4,5 Zoll besitzt das IPS-Panel eine Pixeldichte von 326 ppi und ist damit absolut scharf. Qualitativ ist das Display überraschend gut, es besitzt realistische Farben und ein gute Blickwinkeltreue, das Schwarz hat allerdings einen deutlichen Graustich.

Huawei-Ascend-G615-Display-gekippt-2

Im Freien ist das Display zwar ausreichend, aber vor allem im prallen Sonnenlicht nicht optimal ablesbar, was an der nur mittelmäßigen Maximalhelligkeit und dem recht stark spiegelnden Displayglas liegt. Trotzdem: Wir haben schon deutlich schlechtere Displays gesehen — mit dem des Nexus 4 kann das Huawei Ascend G615 beinahe mithalten. Dass ebenjenes Nexus 4-Display größer ist, ist nebenbei bemerkt kein Argument gegen das Huawei-Gerät, denn letzteres hat keine On-Screen-Buttons, was den Unterschied egalisiert.

Kamera

Huawei-Ascend-G615-Rueckseite-Kamera

Auch in Sachen Aufnahmequalität hat uns das Ascend G615 überrascht. Das 8 MP-Modul mit BSI-Sensor und Dual-LED schießt sehr gute Bilder, die durchaus mit denen des Samsung Galaxy S3 mithalten können und die des Nexus 4 sogar qualitativ übertreffen. Die Bilder sind farbecht, detailliert und kontrastreich, selbst bei unterdurchschnittlichen Lichtverhältnissen. Beim Hereinzoomen fällt allerdings auf, dass die Fotos etwas grobkörnig sind und vermatschen. Der Blitz leuchtet auch stockdunkle Räume hell und gleichmäßig aus, die 1,3 MP-Frontkamera macht ebenfalls gute Bilder.

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In Sachen Videoqualität kann das Huawei Ascend G615 ebenfalls mithalten: Die Bildqualität ist gut, die automatische Helligkeitsanpassung nicht zu aggressiv und auch bei schnellen Schwenks gibt es keine Verzerrungen. Der aufgenommene Ton ist allerdings nur Mono und aufgrund des Fehlens einer Software-Bildstabilisierung ist es ratsam, das Handy beim Filmen stets mit beiden Händen zu halten.

Die Huawei-eigene Foto-App ist recht einfach gehalten: Derzeitige Funktionalitäts-Standards von Oberklassegeräten wie Burst-Shoot, 3D-Panorama und Foto-Aufnahmen während des Filmens mögen fehlen, sonst ist die App aber funktional ausreichend und angenehm übersichtlich. Mit der geringen Auslöseverzögerung und der zuverlässig funktionierenden Touch-to-Focus-Funktion konnte sie uns im Test überzeugen.

Software

huawei-ascend-g615-screenshots-homescreen-einstellungen-notifications

Auf unserem Gerät lief während des Testzeitraums noch Android 4.0.4 „Ice Cream Sandwich“. Dieses Android wurde erfreulicherweise wenig angepasst, Huawei hat lediglich einen neuen Lockscreen, fünf (leider nicht konfigurierbare) Schnelleinstellungsschalter in die Benachrichtigungsleiste hinzugefügt und ein paar Icons sowie die Standardklingeltöne durch etwas schlechtere Pendants ausgetauscht. Nötig war das nicht, es tut aber auch nicht allzu weh.

huawei-ascend-g615-screenshots-wetter-security-guard-backup

Des Weiteren findet man auf dem Gerät ein paar zusätzliche Apps, etwa ein Backup-Tool, eine Anwendung zum Senden und Empfangen von Multimediadaten per DLNA, ein Musik-Player, ein Notizen-App, eine dreistufig regelbare Taschenlampe, eine effektreiche, aber ruckelige Wetter-Anwendung und eine Sammlung von Sicherheits-Tools – allesamt sind die Apps brauchbar, wiewohl es im Play Store meist bessere Alternativen gibt. Darüber hinaus sind diverse (unmodifizierten) Stock-Android-Apps und auch die gesammelten Google-Apps an Bord, inklusive der Anwendungen für die Play-Dienste.

Standardmäßig ist eine befriedigende Huawei-eigene Software-Tastatur aktiv, die aber durch die ebenfalls installierte AOSP-Tastatur ersetzt werden kann. Alles in allem findet Huawei das richtige Maß zwischen zu wenig und zu viel Software – als Grundausstattung taugt die App-Sammlung auf dem Gerät durchaus.

Im Licht von mittlerweile zwei neuen größeren Android-Updates erscheint das Betriebssystem Android 4.0 Ice Cream Sandwich allerdings etwas angealtert. Nein, wir reden hier nicht von einer Fleischmütze mit Silbertonsur wie sie ein Gingerbread-Gerät heute hätte, aber einige graue Strähnen an den Schläfen sind in Sachen Software bereits sichtbar. Man merkt es an vielen Stellen im System, wenn man bereits mit Jelly Bean und insbesondere dessen zweiter Iteration Android 4.2 sozialisiert wurde. Da gibt es etwa das mittlerweile liebgewonnene Google Now noch nicht, da fehlt es dem Homescreen an der gewohnten Project Butter-Flockigkeit, das Platzieren und Löschen von Widgets ist deutlich mühsamer und auch die in ICS noch nicht erweiterbaren Benachrichtigungen wirken merkwürdig eindimensional. Huawei hat angekündigt, diesen Umstand zu beheben, im Frühjahr will man ein Update zumindest auf Android 4.1 ausliefern. Wir bewerten hier aber wie immer nur den Ist-Zustand.

Performance

Huawei versieht das G615 mit einem Quad Core-SoC aus eigenem Hause, dem K3V2. Darin verbaut sind vier ARM Cortex A9-Kerne mit einem Takt von maximal 1,4 GHz und eine GPU von HiSilicon mit 16 Shadern. Unterstützt wird der SoC lediglich von 1 GB Arbeitsspeicher – hardwareseitig einer der größten Nachteile gegenüber dem Nexus 4, das über doppelt so viel RAM verfügt.

huawei-ascend-g615-benchmarks

Werfen wir einen Blick auf die relevanten Benchmarks, im tabellarischen Vergleich mit anderen Quad Core-Geräten und dem derzeitigen Genreprimus HTC One:

Benchmark Huawei Ascend G615 Samsung Galaxy S3 Nexus 4 HTC One
Antutu (Total) 14761 16366 16077 24666
Antutu (CPU) 6796 7669 5620 11299
Antutu (GPU) 4216 4579 7928 8271
Antutu (RAM) 2851 3228 2174 4189
Antutu (I/O) 898 890 355 907
CF-Bench (Overall) 13338 13268 13258 23693
CF-Bench (Java) 6214 6623 6796 21283
CF-Bench (Native) 24024 23236 22953 27308
GLBenchmark 2.5.1
(Egypt HD C24Z16 Offscreen)
1653 Frames
15 fps
1681 Frames
15 fps
3402 Frames
30 fps
3838 Frames
34 fps
GLBenchmark 2.5.1
(Egypt HD C24Z16 Fixed timestep Offscreen)
86733 msec
15 fps
105450 msec
11 fps
42052 msec
27 fps
37505 msec
30 fps

Auffällig, dass das Huawei Ascend G615 leistungsmäßig fast überall mit dem Samsung Galaxy S3 mithalten kann – einem Gerät, das noch vor 9 Monaten die absolute Leistungsspitze unter den Android-Smartphones darstellte. Aber wie schlägt sich das Gerät in nicht-synthetischen Szenarien?

In Games gibt es mit dem Huawei Ascend keine größeren Probleme, populäre Spiele wie Temple Run 2 und Angry Birds werden ohne Probleme ausgeführt, anspruchsvollere 3D-Titel wie Need for Speed Most Wanted laufen jedoch nur mit wahrnehmbarem Ruckeln, bei GTA 3 müssen gar die Grafikdetails heruntergeschraubt werden. Interessanterweise hat auch das eigentlich nicht allzu anspruchsvolle AR-Game Ingress seine Probleme: Während das Spiel auf dem nominell in derselben Liga spielenden Samsung Galaxy S3 mit durchgehend 30 FPS immer flüssig lief, gab es auf dem G615 immer wieder Ruckler, in der die Framerate auf 10 bis 15 FPS einbrach. Des Weiteren wurde das Gerät bei längeren Spiele-Sessions recht warm.

Auf dem Homescreen kann man gelegentlich ein leichtes Stottern wahrnehmen, zumindest wenn man ein entsprechend geschultes Auge hat. Das mag aber in erster Linie an der etwas älteren Android-Version liegen und ist in der Praxis nicht von Bedeutung. Wer auf den Nova oder Apex Launcher umschwingt, kann noch etwas mehr Performance beim Wechsel zwischen einzelnen Homescreen-Seiten herausholen.

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Multimedia

Das Huawei Ascend G615 kann so gut wie alle verbreiteten Dateiformate wiedergeben, so bereiten etwa auch MKV-Container und H.264-kodiertes Material kein Problem. Auch der DLNA-Client erwies sich im Test als absolut brauchbar, um Video- und Audio-Content über das lokale Netzwerk abzuspielen. Auf dem scharfen Display Filme zu schauen macht durchaus Spaß, allein die Lautsprecher konnten uns nicht rundum zufriedenstellen: Zwar weisen sie eine hohe Maximallautstärke auf, allerdings ist das Klangbild im Vergleich zu anderen Mobilgeräten etwas dünn und vermatscht – wer mehr auf dem Gerät schauen will, als ein paar Witzfilmchen auf YouTube, sollte also gescheite Kopfhörer anschließen.

Konnektivität und Speicher

Standardkost mit Lücken liefert das Huawei Ascend G615 dort, wo es um Sensoren und Funkstandards geht: So fielen leider NFC und Gyroskop der Sparschere zum Opfer — zugegebenermaßen selten notwendige Hardwarekomponenten, die allerdings in anderen Geräten dieser Preisklasse durchaus gelegentlich gesichtet werden. Dafür ist HSPA mit bis zu 21 MBit/s durchaus flott und stellte uns in Sachen Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit stets zufrieden — mit einer Ausnahme, aber dazu mehr im Abschnitt „Akku“. Das GPS mit GLONASS-Unterstützung fand in Windeseile etliche Satelliten, der Fix kam binnen weniger Sekunden zustande. WLAN bis zum n-Standard enttäuschte nicht, die Tatsache, dass Bluetooth noch in der veralteten und stromfressenden Version 3.0 integriert ist, hingegen schon.

In Sachen Speicher reißt das Huawei-Smartphone niemanden vom Hocker — 8 GB, von denen abzüglich OS und vorinstallierten Apps dem Nutzer rund 5,3 GB zur Verfügung stehen, sind nicht allzu viel – vor allem, wenn man größere Spiele installieren oder seine gesamte Musiksammlung dabeihaben möchte. Im Gegensatz zum Nexus 4 kann der Speicher allerdings per micro SD-Karte erweitert werden, was dann auch ein Riesenvorteil gegenüber dem Konkurrenzgerät ist. Laut Datenblatt sind Karten bis 32 GB SDHC möglich, in unserem Test hat allerdings auch eine Class 10 SDXC-Karte mit 64 GB von SanDisk funktioniert.

Telefonie

Das Huawei Ascend G615 vefügt über zwei Mikrofone und sehr gute Rauschunterdrückung. Gespräche besaßen im Test stets gute Audioqualität, es kam weder zu Störungen noch zu abgebrochenen Telefonaten. Auch die Freisprechfunktion bot keinen Anlass zur Klage. Alles im grünen Bereich also.

Akku und Alltag

Huawei-Ascend-G615-schraeg-Hand

In den Einstellungen des Huawei Ascend G615 kann man den Punkt „Energiesparmodus“ anwählen, der das Gerät in drei verschiedenen Voreinstellungen unterschiedlich stark auf möglichst lange Laufzeit trimmt. In diesem werden offenbar Hintergrunddienste deaktiviert und Datenverbindungen gekappt, wenn sich das Gerät im Standby befindet. Als wir während des Testzeitraums dort den höchsten Modus „Akku schonen“ festlegten, gab es allerdings mehrmals Probleme, nach dem Aufwachen aus dem Standby wieder ins mobile Datennetz zurückzufinden. Hier half nur ein Neustart – unkomfortabel.

In der mittleren Einstellung macht sich der Energiesparmodus des G615 aber positiv bemerkbar. Zwar ist der Akku mit 2.150 mAh schon ausreichend bemessen, um die meisten Nutzer über den Tag zu bringen – der kleine Software-Kniff scheint aber Wunder zu wirken, wenn das Gerät gerade nicht verwendet wird ist: Nur rund 1 Prozent der gesamten Akkukapazität werden im Durchschnitt pro Stunde verbraucht; bei anderen Geräten sind das mit dem Nutzungsschema des Testers (Hintergrund-Synchronisierung für Facebook, Twitter, WhatsApp, Dropbox Foto-Upload, Google Latitude, Google+) rund dreimal so viel. Heißt: Während man auf anderen Geräten mit externen Apps zum Akkuschonen arbeiten muss, die zum Teil sogar eher schaden als nützen, hat das G615 einen funktionierenden Akku-Optimierer gleich integriert — vorbildlich. Unter dem Strich kommt man mit dem G615 ohne „Battery Angst“ über den Tag.

Ansonsten hat das Gerät zwar seine kleinen Macken — das bei hellem Tageslicht unterdurchschnittlich gut ablesbare Display und das hohe Gewicht bei etwas klobiger (aber noch hosentaschenkompatibler) Bauform — dennoch hat sich das Huawei Ascend G615 als solider, ja durchaus sympathischer Begleiter im Alltag erwiesen. Zumindest ab dem Moment, da man sich an die deutlich zu kleinen kapazitiven Buttons gewöhnt hat.

Unser Fazit zum Huawei Ascend G615

Huawei-Ascend-G615-Rueckseite-Top-Down

In Einzeldisziplinen (Kamera, Akku, Robustheit, erweiterbarer Speicher) kann das Huawei Ascend G615 das Nexus 4 durchaus übertrumpfen, in der Gesamtheit muss sich das Gerät dem Konkurrenten von LG und Googles Segen dann aber doch geschlagen geben, denn es hat geringeren Arbeitsspeicher, besitzt eine weniger gute Haptik, ihm fehlen Features wie Bluetooth 4.0, Gimmicks wie NFC und Support für kabelloses Laden — und es ist natürlich vor allem hinsichtlich seiner Software unterlegen.

Das heißt aber nicht, dass das G615 schlecht wäre. Es handelt sich um ein Gerät ganz in der Tradition der stets soliden Mittelklasse-Smartphones von Huawei, wie dem Vision, dem Honour und dem Ascend P1: Das Huawei Ascend G615 ist ein unglamouröses, aber solides Gerät, das den Fokus auf das Wesentliche richtet und 90 Prozent aller Smartphone-User im Jahr 2013 zufriedenstellen wird. Sein Fluch ist, dass es eben das Nexus 4 gibt – sollte das G615 freilich noch etwas im Preis sinken, wäre es aber als Einstieg in die Quad Core-Klasse ein definitiv empfehlenswertes Smartphone.

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Wertung zum Huawei Ascend G615

  • Display: 4/5
  • Verarbeitung und Haptik: 3/5
  • Software: 3/5
  • Performance: 4/5
  • Telefonie: 5/5
  • Kamera: 4/5
  • Konnektivität und Speicher: 3/5
  • Alltagstauglichkeit: 4/5

Gesamt: 3,8/5

Pro

  • Preiswert
  • Gutes Display
  • Gute Kamera

Kontra

  • Gehäuseknarzen
  • Schwer zu treffende Buttons
  • Kein NFC

Galerie zum Huawei Ascend G615

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Huawei-Ascend-G615-Display-Front
Huawei-Ascend-G615-Tasten-schraeg
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Huawei-Ascend-G615-Kamera-Huawei-Logo
Huawei-Ascend-G615-Huawei-Schriftzug
Huawei-Ascend-G615-Icons
Huawei-Ascend-G615-schraeg-Hand
Huawei-Ascend-G615-Rueckseite-Top-Down
Huawei-Ascend-G615-Rueckseite-Kamera
Huawei-Ascend-G615-Rueckseite-schraeg
Huawei-Ascend-G615-frontal-Hand

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