Netzpolitik - id Software: Online-Zwang ist okay

Jonas Wekenborg
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Bei id Soft ist man der Meinung, dass die permanente Internetverbindung bei Spielen "besser für Jeden" wäre, da es ein bedeutender Wandel in der Spiele-Industrie wäre. Allerdings müsste Vorreiter "Diablo III" den Zwang zuvor durchsetzen.

Netzpolitik - id Software: Online-Zwang ist okay

Tim Willits ist sich sicher, dass “Diablo III” die neue Schiene der Spielehandhabung durchsetzen wird. “Diablo 3 wird jeden Spieler akzeptieren lassen, dass eine permanente Online-Verbindung erforderlich ist. Wenn man einen Titel wie Diablo 3 hat, kann man einen solchen Wandel umsetzen. Wenn wir die Spieler dazu zwingen können, permanent mit dem Netz verbunden zu sein und dies wird akzeptiert, dann wäre das großartig.”

Den Wandel, den Willits damit anspricht, sollen Updates umfassen, die das Spiel während des Pausierens auf den neusten Stand bringen und so Wartezeiten vermeiden. Man kann nachsehen, dass das für Publisher und Entwickler natürlich seine Vorteile bietet, aber ob die Spieler das genauso sehen?

Denn seine Argumentation hat noch einige Ecken und Kanten. Abgesehen davon, dass “Zwingen” ein unschönes Wort ist, was eher selten eine Akzeptanz, sondern höchstens eine Toleranz mit sich zieht, wird ein Spiel wie “Diablo III” eben nur die Spieler überzeugen, die eben auch Blizzards Hack and Slay spielen.

Die angesprochenen automatischen Aktualisierungen würden erfordern, dass die Spiele permanent laufen würden, was dann nicht nur den Online-Zwang beim Spielen erforderten, sondern vielmehr einen Spiele-Zwang an sich.

Wenn man dann noch bedenkt, dass Updates in der Regel mehrere hundert Megabyte umfassen und längst nicht jeder Spieler über eine DSL-16.000-Leitung verfügt, sollte man meinen, entspräche der Online-Zwang eher einer Zumutung.

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Weitere Themen: Software, Quake Champions, Rage Demo, id Software

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