IKEA Trådfri: Smarte Lichter unterstützen Alexa, Google Assistant, HomeKit und bringen Hue-Support mit

Stefan Bubeck
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„Siri, mach das Licht an!“ IKEAs Smart-Home-Beleuchtungs-Set Trådfri bekommt ein Update: Es unterstützt jetzt Amazon Alexa, Apple HomeKit und Google Assistant. Für Fans von Philips Hue gibt es ebenfalls gute Nachrichten – Trådfri-Lichter kann man jetzt auch mit Philips-Hue-Bridges steuern.

Update, 12.08.2017, 13:00 Uhr: IKEA hat offenbar mit der Verteilung des Updates begonnen. Nutzer können ihre Trådfri-Lampen ab sofort auch mit Amazons Echo, Google Home und per Apples HomeKit steuern.

Die US-amerikanische Produktseite der Trådfri-Lampen weist darauf hin, dass die aktuelle Firmware jetzt auch Amazon Echo, Google Home und Apple HomeKit unterstützt, berichtet Golem.de. Auf der deutschen Produktseite ist der Hinweis noch nicht zu finden. Wie sooft dürfte das Update also stufenweise ausgerollt werden und nicht bei allen Nutzern gleichzeitig ankommen.

Kurios: Auf Facebook erklärt IKEA, dass die Informationen über den neuen Support von Echo, Google Home und Apples HomeKit falsch seien und die Unterstützung erst im Herbst erscheine – obwohl auf der US-Produktseite davon die Rede ist, dass die Trådfri-Lampen mit den smarten Assistenten kompatibel seien.

Wer das IKEA-Lampensystem mit dem Gateway verwendet, sollte einen Blick in die App der Steuerungszentrale werfen. Sobald das Update Deutschland erreicht, erscheint dort ein Hinweis auf die neue Firmware.

Neben Amazon Echo, Google Home und Apple HomeKit soll das Update laut 9to5Mac auch die Unterstützung für Philips Hue mitbringen. Nach der Aktualisierung sollen die Trådfri-Lampen in der Hue-App sichtbar sein.

Originalmeldung:

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IKEAS Smart-Home-Beleuchtung TRÅDFRI

Ende März wurde Trådfri angekündigt, kurz darauf erschienen die smarten Beleuchtungs-Produkte von Ikea auch in Deutschland. Nun folgt die Ankündigung, die uns beim Start noch gefehlt hat: IKEA arbeitet mit Hochdruck an der Anbindung an bestehende Smart-Home-Systeme.

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Sprachsteuerung für IKEAs Smart-Home-Lösung kommt diesen Sommer

Wer gerade dabei ist, sein Smart-Home schrittweise aufzubauen und dabei auf unterschiedliche Hersteller setzt, darf zukünftig den „Preisbrecher“ und Möbelriesen IKEA in seine Pläne einfließen lassen. Die smarte Beleuchtungsserie namens Trådfri (deutsch: „Drahtlos“) wird noch „diesen Sommer“ kompatibel zu Amazon Alexa, Apple HomeKit und Google Assistant, wie die Schweden heute verkündeten. Ein exaktes Datum wurde leider nicht genannt, aber wenigstens muss man nicht mehr mutmaßen, ob die Unterstützung der immer beliebter werdenden digitalen Assistenten überhaupt kommt.

Positives Fazit für uns Kunden: Egal, auf welches der großen Smart-Home-Ökosysteme man setzt – IKEA passt dann immer dazu. Na dann: „Alexa, stelle die Helligkeit in der Küche auf 60%“.

IKEA Trådfri: Kompatibilität zu Philips Hue kommt

Ein Satz in der Pressemitteilung ließ uns aufhorchen:

Wir sind der Meinung, dass Smart-Home-Technologie für jeden zugänglich sein sollte. Aus diesem Grund werden wir weiter daran arbeiten, dass unsere Produkte mit anderen auf dem Markt erhältlichen kompatibel sind. – Jeanette Skjelmose, Business Area Manager für Beleuchtung und IKEA Home Smart

Bei uns in der Redaktion stellte sich die Frage, ob mit „anderen auf dem Markt“ noch mehr gemeint sein könnte als nur die Kompatibilität mit Siri, Alexa und Google Assistant. Ein großes Ärgernis war bislang, dass Trådfri noch nicht mit dem etablierten Smart-Lighting-System Hue von Philips kompatibel ist, obwohl beide Firmen auf den offenen ZigBee-Standard setzen. Wer eine Philips-Hue-Bridge besitzt, kann damit aktuell keine IKEA-Leuchten steuern. Bislang schoben sich Philips und Ikea gegenseitig den schwarzen Peter der Schuldigkeit an diesem Problem zu, bald ist damit endlich Schluss. Wir haben deshalb direkt bei IKEA nachgefragt, ob hier auch für Abhilfe gesorgt wird. Die Antwort: „Wir arbeiten derzeit daran. Unsere Produkte sollen dann auch ab Ende des Sommers mit Philips Hue zu steuern sein,“ so Andrea Lehnert (IKEA Produkt-PR) gegenüber der GIGA-Redaktion.

Franks persönlicher Bericht über smarte Beleuchtung in der Wohnung:
Licht per Sprache steuern: Amazon Alexa und Philips Hue sind ein Dream-Team

IKEA Trådfri: Heute Beleuchtung, morgen Rauchmelder und Kameras?

Ein nicht weiter erläuterter Satz in IKEAs Pressemitteilung hat es womöglich in sich: „IKEA plant in den nächsten Jahren weitere Produkte auf den Markt zu bringen, mit denen die Kunden ihre Smart-Home-Lösung erweitern können.“

Aktuell dreht sich bei Trådfri alles um das Thema Beleuchtung. Der Begriff „Smart Home“ umfasst aber auch ganz andere Dinge, wie beispielsweise Heizungssteuerung/Thermostat, Sicherheit (Überwachungskameras), Rauchmelder, Rollladensteuerung, Entertainment (Lautsprecher) und vieles mehr. Welchen Produktbereich IKEA als nächstes angeht, das ist noch nicht bekannt. Aber: Zumindest ist nicht alles davon Neuland für die Schweden, denn vor einigen Jahren gab es mit „Patrull“ bereits einen Rauchmelder von IKEA, der allerdings noch nicht „smart“ war. Mal schauen, ob er einen Nachfolger bekommt.

Quelle: IKEA Pressemitteilung

Weitere Themen: Amazon Echo Show, Amazon Echo, Google Home, Philips Hue, Siri, IKEA Friheten, Ikea App, IKEA

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