Intel integriert WLAN in kommende Atom-CPUs

Das Prinzip des Systems auf einem Chip, das sogenannte SoC-Konzept ist nicht neu, speziell Funklösungen waren aber immer recht schwer zu integrieren, da die empfindlichen Bauteile sich von den Frequenzen in ihrer Arbeitsweise beeinflußen liessen. Nach Centrino- und Wireless-Display-Technik schafft es nun erstmals eine Funktechnik in einen Atom-Kern.

Intel integriert WLAN in kommende Atom-CPUs

Für ein sinnvolles Design, respektive ungestörtes Funken, sind natürlich größtmögliche Abstände zwischen den WLAN-Bereichen und den Prozessorkernen die wichtigste Voraussetzung. Erreicht wurde dies bei der aktuellen Entwicklung vor allem auch durch eine zusätzliche Trennschicht zwischen den einzelnen Modulen auf der CPU, wie der Entwickler uns wissen lässt, so dass man am Ende zu eben diesem positiven Ergebnis gekommen sei. Eine CPU mit integrierter Funkeinheit wird bisher wohl nur von Qualcomm angeboten, die jedoch lediglich in Mobiltelefonen zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus hat Intel die Spannungsversorgung für jeden Bereich getrennt geregelt und das Design ein wenig umsortiert, so dass am Ende die Interferenzen minimiert werden konnten. Hier ist auch ein Video von Intel, in dem sie diese Technik erläutern und das Chipdesign vorstellen.

Wie heise.de schreibt müsse es sich bei dem gezeigten SoC-Chip auf Medfield-Basis um eine Art Machbarkeitsstudie handeln, da im angepeilten Veröffentlichungszeitraum “etwa 2015″ die Medfield-CPUs (aktuelles Modell: Atom Z2460) längst nicht mehr gebaut werden würden. Auch werde es bis dahin ganz andere Entwicklungen geben, beispielsweise wird wohl eine allgemeine Anhebung der WLAN-Frequenzen auf 5GHz (bisher 2,4 GHz) angestrebt. Intel selbst bezeichnet die Integration der WLAN-Funkmodule im Video jedoch als technischen Durchbruch, da auch bei voller CPU-Last noch immer fehlerfrei gefunkt werden könne, ohne auf solche “Zukunftssorgen” weiter einzugehen.

Beim Intel SoC handelt es sich also zwar noch um Zukunftsmusik, immer mehr Funktionen in die Mikrochips zu integrieren ist allerdings kein sonderlich neues Bestreben. Durch die weitergehende Miniaturisierung seien die Chips voraussichtlich für “embedded Devices” am geeignetsten, die beispielsweise in kommenden Home-Automation Systems eine Rolle spielen werden, aber es ist natürlich auch mehr vorstellbar. AMD hat es mit seinen APUs ja vorgemacht: wenn die Technik sauber funktioniert haben die Kunden kein Problem damit.

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