Intel präsentiert Z68-Express, SSD-Preise sinken stark bis 2012

Flavio Trillo
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Der neue iMac* war längst die inoffizielle Demo-Bühne, doch gestern hat Intel den neuen Z68-Express-Chipsatz auch offiziell vorgestellt. PC-Anwender dürfen sich über erweiterte Übertaktungs-Möglichkeiten freuen. Für Mac-User ist vor allem die Smart Response Technologie (SRT) interessant – sie müssen sich vorerst aber mit einer Art “Light-Variante” zufrieden geben. Der Preis für SSD-Speicher soll außerdem Analysten zufolge bis 2012 auf 1 US-Dollar pro Gigabyte sinken.

Der neue Chipsatz wird laut Hersteller über eine Durchsatzrate von 20 Gigabyte pro Sekunde zur CPU verfügen. Damit sollten auch alle Bedenken ausgeräumt werden, dass die beiden Thunderbolt-Schnittstellen im 27-Zoll-iMac über Geschwindigkeitsprobleme klagen müssen. Zwar sind sie nicht, wie im aktuellen MacBook Pro, direkt via PCIe 2.0 an den Prozessor angebunden, der “Umweg” über das Z68-Modul bringt jedoch keinerlei Nachteile mit sich.

Angesichts der Entdeckung des Z68-Chipsatzes im aktuellen iMac wurde davon ausgegangen, Apple werde SRT in Verbindung mit der optional erhältlichen 256-GB-SSD unterstützen. Allerdings scheint das Unternehmen vielmehr darauf zu setzen, allein durch die Verortung des Betriebssystems und der Anwendungen auf dem Flash-Speicher eine höhere Systemgeschwindigkeit zu erreichen. SRT selbst ist (noch) nicht möglich.

Das bedeutet auch, dass der für viel Geld (bei Apple derzeit immerhin 1,95 Euro pro Gigabyte) hinzugekaufte Speicherplatz nicht einfach als Cache “verpufft”, sondern in vollem Umfang zur Verfügung steht. Intels eigene Lösung sieht vor, dass bis zu 64 Gigabyte von Flash-Laufwerken fürs Caching reserviert werden, die der Anwender dann jedoch “nie wieder sieht”.

Nach alldem spricht allerdings nichts dagegen, dass Apple sich für die Zukunft die Option offen hält, ebenfalls kleine Zusatz-SSDs für die SRT-Nutzung anzubieten. Dafür wäre es natürlich wünschenswert, wenn die Preise für Flash-Speicher sinken würden, vielleicht so um die 55,2 Prozent. Sehr willkommen ist daher die Einschätzung der Analysten von Gartner: SSD-Preise werden 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent, bis 2012 um weitere 36 Prozent fallen – insgesamt ein Rückgang um 55,2 Prozent.

Verantwortlich hierfür sei die stetig wachsende Nachfrage nach Produkten mit  NAND-Flash-Speicher wie iPad und iPhone, was die Produktion stark ankurbelt. Aktuell liege der Anteil von Speicherkarten und USB-Sticks am NAND-Markt bei 38 Prozent. Gerade einmal 7,9 Prozent fallen auf SSDs. Das Jahr 2012 werde eine Steigerung dieses Anteils auf 15,9 Prozent bringen, wodurch die Preise für Konsumenten in angenehme Tiefen sinken sollten.

Aktuell kostet ein Gigabyte SSD-Speicher etwa zwischen 1,36 (OCZ 240GB für 327€*) und 3,24 Euro (Intel 80 GB für 259 Euro*), je nach Hersteller und Kapazität. Im Durchschnitt zahlt man also ungefähr 1,85 Euro Pro Gigabyte SSD. Dieses Verhältnis könnte laut Gartner bis 2012 auf 1 US-Dollar (derzeit etwa 0,71 Euro) pro Gigabyte fallen. Selbst wenn der tatsächliche Gigabyte-Preis hierzulande dann etwas höher liegen dürfte, würden sich vermutlich auch kleinere Speichergrößen lohnen und ein “echter” SRT-Mac mit bis zu 64-GB-SSD wäre für eine größere Zielgruppe erschwinglich.

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