Intel Roadmap: mehr Grafikpower ab 2013 in Haswell-CPUs

Matthias Schleif
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Hieß es bis dato bei Intel immer nur, die post-Ivy Bridge-Prozessoren mit dem Codenamen Haswell kämen “irgendwann in 2013″ auf den Markt, zeichnet sich nun ein etwas konkreteres Datum im März kommenden Jahres ab. Interessanter, als solche Kalendereinträge sind freilich die Einzelheiten der technischen Weiterenwicklung, zu denen im Fall der Haswell-CPUs angeblich eine kräftige Verbesserung der Grafikleistung gehört, die man durch die Hinwendung zum System-on-Chip-Prinzip zu verwirklichen gedenkt.

Intel Roadmap: mehr Grafikpower ab 2013 in Haswell-CPUs

Das Prinzip der Integration eines Haupt- und eines Grafikprozessors “auf einem Chip” ist nicht wirklich neu, ganz ausreizen konnte das aber bisher auch noch kein Hersteller, so dass hier insgesamt noch Luft nach oben ist. In letzter Zeit hat vor allem AMD mit ihren “APU” getauften Zwittersystemen durch die sehr konsequente Verfolgung dieser Strategie von sich reden gemacht, die ebenso integrative Entwicklung “Haswell” macht aber auch aus anderen Gründen Sinn, als dass man damit nur dem Konkurrenten Paroli bieten könnte.

Abgesehen von den bei Intel funktionierenden Mooreschen Gesetzen, die eine Verdopplung der Integration von

Schaltkreisen auf einem Chip – und somit logischerweise irgendwann auch eines Grafikprozessors – alle 18-24 Monate vorsehen, hat sich eine Verkürzung der Wege zwischen North- und Southbridge eben als sinnvoll erwiesen. Bei Intels Flip-Flop-System wechseln Architekturwechsel und Strukturbreitenanpassungen sich des Weiteren als Kern-Änderung der jeweiligen Prozessorreihen ab; beruht die kommende, dritte Generation (Ivy Bridge) der iCore Prozessoren noch auf der Architektur der aktuellen Sandy Bridge-Serie, wird sie statt in 32nM jedoch in der neuen 22nM Strukturbreite gefertigt. Dieser Haswell-Vorgänger, eben die noch gar nicht erhältliche Ivy Bridge-Serie (ab April 2012) wird dann zwar bereits auf Basis dieser 22nM-Technik gefertigt werden, “architektonisch” unterscheiden sich die beiden kommenden Serien dann aber wieder durch die integrierte Grafikkarte beim Haswell, flip und flop eben. Danach kommen dann 18 und 14nM “breite” Strukturen, aber sicher nicht vor 2014.

Auch AMD hatte ja vor wenigen Tagen eine runderneuerte Roadmap vorgelegt, der zufolge auch bei ihren “accelerated processing units” (APUs) mit enormen Leistungssteigerungen im grafischen Bereich zu rechnen sei. Ob sie sich zutrauen, der von Intel für Haswell geplanten Verfünffachung nahe kommen zu können, kann man der Grafik aber nicht genau entnehmen. Den guten Namen bei der Prozessorproduktion wird man Intel damit nicht so schnell streitig machen können, in punkto “integrierte Grafik” legt AMD aber eine deutlich höhere Schlagzahl an den Tag. Die Netbook- und Allround-Plattformen A50, C60, E350 und E450

haben jedenfalls gerade für ihre grafischen Fähigkeiten besonders viel Lob bekommen. Da auch standhaftes Abspielen jeglicher HD-Videos mit diesen (Billig-)Systemen erstmals möglich war, war man Intels GMA950-Grafik – ebenso wie aktuell dem HD 3000-Chip – weit überlegen. Für halbherzige Nachbesserungsversuche mit Unterstützung von NVidia und deren ION-Karten musste sich Intel außerdem als “Mini-Geforce” belächeln lassen. Nun hat AMD mit weiteren Modellen wieder vorgelegt: die ersten Stromsparvarianten der schon ein paar Monate erhältlichen “großen APUs” A4-, A6- und A8-Fusion für echte Notebooks, befinden sich ebenfalls längst in der Auslieferung; “da war Villa Bajo noch mit Aufräumen beschäftigt”. Vielleicht sah sich Intel auch daher in Zugzwang, das Haswell-Datum zu leaken.

Sollte sich all das bewahrheiten und Intel mit Haswell endlich die Grafikfunktionen in den Schaltkreis integriert bekommen, dann könnte der Kampf um die sinnvollste Notebook-Plattform (ohne “dedicated” und Hybride) ab März 2013 also wieder Fahrt aufnehmen. Die Bezeichnungen für die wie üblich in Leistungsklassen sortierten, neuen CPUs sollen dann auch nicht mehr an diese Zeit der nicht-erwachsen-werden-wollenden “iCore-Generationen” erinnern und ändern sich gänzlich: statt eines iCore-i3, -i5 oder -i7 wird man dann eine GT1, GT2 oder das Topmodell GT3 “fahren”, dem angeblich durch eine Aufstockung der “shader execution units” von 16 (Sandy Bridge) auf 40 (Haswell) ein exklusiver Vorteil verschafft und damit auf die Sprünge geholfen werden soll. Zur Zeit bieten die AMD APUs also das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis, wie auch die ComputerBase ganz zu recht schreibt, konkurrenzfähige Weiterentwicklungen kommen aber vor allem Einem zu Gute: uns Kunden!

Weitere Themen: Intel Driver Update Utility, Intel PROSet/Wireless Software and Drivers, Intel PROSet/Wireless Software and Drivers, Intel Remote Keyboard, Pocket Avatars, Intel Chipset Device Software (INF Update Utility), Intel® PRO Netzwerk Treiber, IntelProSet/ Wireless und Treiber, Intel Grafik Treiber, Intel

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