Intel sorgt für Verwirrung mit Details zur Prozessorgeneration „Ice Lake“

Florian Matthey

Intel hat Details zur zukünftigen Prozessorgeneration „Ice Lake“ veröffentlicht. Das überrascht, weil eigentlich noch vorherige Chip-Generationen ausstehen. Offenbar plant Intel eine andere Strategie für Laptop- als für Desktop-Chips.

Intel sorgt für Verwirrung mit Details zur Prozessorgeneration „Ice Lake“

Intels „Codename Decoder“-Website, auf der sich herausfinden lässt, welche Prozessorgeneration hinter den verschiedenen Codenames wie aktuell „Kaby Lake“ verbirgt, hat einen neuen Eintrag zu „Ice Lake“: Hierbei handle es sich um die 8. Generation der Intel-Core-Chips.

Das überrascht vor allem angesichts dessen, dass die „Kaby Lake“-Chips die 7. Generation darstellen. Direkter Nachfolger der aktuellen 14-Nanometer-Chips sind aber eigentlich die Chips der Generation „Coffee Lake“, zu denen Intel erst in den nächsten Tagen Informationen veröffentlichen möchte. Die Chips, deren Fertigung ebenfalls mit einer 14-Nanometer-Methode erfolgt, sollen noch dieses Jahr erscheinen.

Zwischen „Coffee Lake“ und „Ice Lake“ wird außerdem auch noch die Generation „Cannon Lake“ liegen. Sie wird die ersten 10-Nanometer-Chips von Intel bringen. Erst dann stehen die 10-Nanometer-„Ice Lake“-Chips an – die erst Ende 2018 oder gar 2019 erscheinen sollen.

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Anand Tech glaubt, dass die Verwirrung – die die „Codename Decoder“-Website eigentlich vermeiden und nicht stiften soll – auf einen schrittweisen Wechsel hin ins 10-Nanometer-Zeitalter zurückzuführen ist. Es sei einfacher, kleinere Prozessoren mit einer kleineren Fertigungsmethode herzustellen, um eine möglichst hohe Ausbeute zu erreichen. Daher werde Intel in der Generation „Cannon Lake“ wohl zunächst nur Laptop-Chips mit einer 10-Nanometer-Fertigungsmethode herstellen; die „Cannon Lake“-Desktop-Chips werden in dieser Generation also noch 14-Nanometer-Chips sein.

Erst die Generation „Ice Lake“ würde dann eine komplette Umstellung auf eine 10-Nanometer-Fertigungsmethode mit sich bringen. Warum „Ice Lake“ dann aber die 8. Generation darstellen soll, ist damit immer noch nicht gesagt – möglicherweise rechnet Intel mehrere Codenamen noch der 7. Generation zu.

Eine kleinere Fertigungsmethode erlaubt es, noch mehr Transistoren auf derselben Fläche unterzubringen. Das erlaubt für den Fall, dass Chips mit derselben Transistorenzahl „schrumpfen“, einen niedrigeren Stromverbrauch bei gleichbleibender Leistung, weshalb kleine Chips vor allem für Laptops interessant sind. Mehr Transistoren können wiederum die Leistungsfähigkeit erhöhen.

Quelle: Intel via Anandtech via Mac Rumors

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