Lediglich einigen wenigen Handelspartnern werde der Chipriese die neuen CPUs zu Beginn zukommen lassen können, und das auch nur in kleinen Stückzahlen. Ursprünglich war der Markteintritt für April oder Mai diesen Jahres vorgesehen, nicht zuletzt mit Rücksicht auf das kommende Microsoft Betriebssystem Windows 8 schiebt man die Einführung aber nun doch bis in den Sommer. Große Stückzahlen, so schreibt mein Ex-Kollege Rolandt Quandt bei winfuture.de, hätte Intel den Notebook-Herstellern nicht vor Juli zusagen wollen, womit es auf einen Angriff auf das Weihnachtsgeschäft hinaus laufen dürfte. Nahezu “traditionell” sei jedoch eh mit Kaufzurückhaltung vor der Einführung eines neuen Windows zu rechnen, so dass sich die Einführung der Prozessoren möglicherweise weiter verschiebt.
Wer diejenigen glücklichen Hersteller sind, die wenigestens kleine Stückzahlen bekommen, wurde nicht bekannt. Einer jedoch, der darunter leiden könnte, weil er seinen Kunden das schon für Anfang Mai zugesagt hat, ist Dell. Im neuen Alienware M17xR4 Gaming Notebook sollte dann wohl auch gleich die erste NVidia Kepler-GPU verbaut sein, doch nun steht das Vorhaben wohl erstmal in den Sternen. Ein anderer Hersteller, dem man auch zutraut gewissen Druck aufbauen zu können, um die neuen CPUs eine Weile exklusiv vertreiben zu können, ist natürlich Apple. Die Spekulation, in Cupertino würden vermutlich die ersten “Ivys” ankommen, ist aber auch aus anderen Gründen nahe liegend.
Sollten die Ultra- und andere -books dadurch in den nächsten Monaten tatsächlich “verramscht” werden, wird man das sicher an weiter guten Angeboten in den Eletronikfachmärkten merken. Die Zeit der ganz teuren Notebooks ist ja eh vorbei und so wird sich manch einer eins leisten können, der vorher nur davon träumen konnte. Wenn dann zu Weihnachten neben den Ivy Bridge-Modellen mit Windows 8 die wirklich letzten Ultrabooks der Vorserie für 600 Euro stehen, dann wird die Entscheidung erst richtig schwer.

