Intels Pläne: 20-GB-SSD als Super-Cache

Flavio Trillo
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Geheime Dokumente aus dem Heiligtum in Santa Clara zeigen, welche SSD-Modelle Intel für die kommenden Monate in Planung hat. Darunter nicht nur kraftvolle 480-Gigabyte-Varianten, über deren Preise man lieber gar nicht nachdenkt. Auch ein kleines Mauerblümchen findet sich dort – ein 2,5-Zoll-Zwerg mit gerade einmal 20 Gigabyte Speicherkapazität. Dennoch ist diese Variante namens “Larsen Creek” der Star in der Manege, denn sie könnte herkömmlichen Laufwerken zu neuen Höhenflügen verhelfen.

Doch zunächst ein Blick auf die Muskelpakete im geplanten Sortiment. Via PCIe-Schnittstelle erreichen die “Ramsdale”-Modelle bis zu 6 Gigabit pro Sekunde Übertragungsgeschwindigkeit. “Lyndonville” schafft dank sATA immerhin 3 Gbit/s. Die Kapazitäten rangieren zwischen 200 und 400, beziehungsweise 100 und 400 Gigabyte. Mit dem Codenamen “Cherryville” ist eine Reihe von SSDs versehen, die über 120 bis 480 Gigabyte Kapazität verfügen und ebenfalls 6 Gbit/s über SATA erreichen.

Der Übersicht lässt sich entnehmen, dass all diese Laufwerke bis spätestens zum vierten Quartal dieses Jahres auf dem Markt erscheinen werden. Darunter auch ein vermeintlich unscheinbares Modell namens “Larsen Creek”, welches gerade einmal 20 Gigabyte fasst und diese mit 3 Gbit/s überträgt. Auf den ersten Blick nicht weiter spektakulär, wäre da nicht der kleine Hinweis in der Legende zu finden, dass es sich um ein “Caching Product” handelt.

Was damit gemeint ist illustriert ein PDF-Flyer der Asus-Tochter ASRock (PDF-Dokument) für seine neuesten PC-Mainboards. Dort werden Benchmark-Ergebnisse vorgestellt, die einer herkömmlichen Festplatte aus dem Hause Western Digital in Verbindung mit einer Larsen Creek SSD erhebliche Leistungsschübe ermöglichten. “Smart Response Technology” heißt das Zauberwort und die Chipsatz-Technologie neuester Intel-Mikroprozessoren.

Sie ermöglicht offenbar, die Leistungsschwächen eines magnetischen Laufwerkes mithilfe des zugeschalteten SSD auszugleichen, wobei keine sonderlich großen Flash-Speicher nötig sind. Das könnte die mittelfristige Zukunft für die bislang noch recht teuren Module sein, bis Laufwerkgrößen von etwa einem Terabyte in SSD-Form für den Durchschnittsanwender ebenso erschwinglich sind, wie derzeit Festplatten althergebrachter Bauart.

Jetzt müsste die Technologie nur noch irgendwie einen Weg in Mac-Produkte finden, damit um 19,4 Prozent kürzere Boot-Zeiten und Leistungszunahmen von angeblich 355,5 Prozent auch für Liebhaber zeitlosen Designs (vulgo: Apple-Fans) Realität werden.

Weitere Themen: Intel Driver Update Utility, Intel PROSet/Wireless Software and Drivers, Intel PROSet/Wireless Software and Drivers, Intel Remote Keyboard, Pocket Avatars, Intel Chipset Device Software (INF Update Utility), Intel® PRO Netzwerk Treiber, IntelProSet/ Wireless und Treiber, Intel Grafik Treiber, Intel

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