Linux - Knoppix 6.7 angetestet

commander@giga
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Der Einsatz eines Windows-Betriebssystems ist auf privaten Rechnern ja eigentlich schon länger nicht mehr erforderlich, wie schon diverse Linux-Distributionen bewiesen haben. Was die Knoppix-Version 6.7, vielen bekannt als Rettungs-System Nr.1, so kann, das haben wir uns mal auf zwei Notebookplattformen angesehen.

Linux - Knoppix 6.7 angetestet

Zuerst mal zur Vorgehensweise: normalerweise installiere ich mir meine Linux-Testsysteme über das kleine Tool Unetbootin, nur leider sind dort die Knoppix-Versionen noch nicht verlinkt, so daß man sich das ISO-Image von Hand einbinden muss. Auf der Knoppix-Website wird zwar nur von CD- und DVD-Image gesprochen, aber auch vom USB-Stick ist das System daraufhin bootfähig.


Das erste Test-Notebook sollte zeigen, wie sich die neue Distribution auf allerneuester Hardware verhält. Zu diesem Zweck hab ich das Toshiba Satellite R850 genutzt, das mit USB3.0, WirelessDisplay-Technologie und vor allem der Intel i5-2410M CPU aufwartet. Erwartungsgemäss muss man auf die ein oder andere Funktion verzichten. Vor allem mit dem für Wireless-Display und WLAN gleichermaßen zuständigen Centrino-Adapter konnte Knoppix gar nichts anfangen. Die übliche Treiberproblematik, eben speziell bei den neuesten Hardwarekomponenten, tut sich hier erneut auf. Mit dem von Intel selbst veröffentlichten MeeGo-Linux ging das aber auch nicht, insofern ist es wohl weniger eine Benachteiligung der Konkurrenz an sich, sondern der Linux-Support zieht eben zeitlich nach.

Der zweite Testkandidat, mein etwas betagteres ASUS Eee PC S101 Netbook, bestätigt dann auch diesen Umstand, in dem es jegliche, im Netbook zur Verfügung stehende Komponente zu nutzen wußte. Da ich privat bereits ein Ubuntu nutze gab es in der Knoppix-GUI wenig Neues für mich zu entdecken. Auffällig sind allerdings die “fluffigen” Grafikfeatures. Fenster, die sich mit wellenartigen Bewegungen ausblenden oder in Würfelform explodieren und dergleichen mehr konterkarieren zwar meiner Meinung nach den Sinn einer Rettungsdistribution, aber seien wir nicht zu streng, schließlich gibt es hier ein nahezu vollständiges System und mehr.


Einer dieser Mehrwerte steckt zum Beispiel in dem Versuch, eine barrierefreie Oberfläche zur Auswahl anzubieten. Diese kann, ebenso wie die grafisch-optimierte und eine eher zu Rettunszwecken geeignete Variante, im Bootmenü ausgewählt werden; je in 32 und 64Bit-Versionen. Die Ariadne-Oberfläche, eben jene für Menschen mit Behinderung, zeigt sich denn auch extrem spartanisch, liest einem aber jeden Eintrag akribisch vor. Gut, dass es mit Soundchips in der Regel weniger Schwierigkeiten gibt, denn man merkt schnell, dass dies ein Basisfeature ist. Es ist zwar für uns nicht ganz einfach zu beurteilen, ob behinderte Menschen mit dieser Oberfläche tatsächlich gut klarkommen, aber einen Versuch scheint es wert. Die Centrino-Funktion lässt sich aber auch in diesem Modus natürlich nicht nutzen.

Was denkt ihr? Lohnt der Umstieg auf Linux und käme ein Knoppix dafür für euch in Frage? Was hält Dich davon ab, auf Linux umzusteigen und wieviel Geld hast Du schon für Windows ausgegeben?

Weitere Themen: Linux, Intel Driver Update Utility, Intel PROSet/Wireless Software and Drivers, Intel PROSet/Wireless Software and Drivers, Intel Remote Keyboard, Pocket Avatars, Intel Chipset Device Software (INF Update Utility), Intel® PRO Netzwerk Treiber, IntelProSet/ Wireless und Treiber, Intel

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