Overclocking - Kauf-Patches versprechen bis zu 23 Prozent mehr Leistung für Intel CPUs

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Seit einiger Zeit bietet Intel ein kleines Softwarepaket für etwa 50 US-Dollar zum Kauf an, mit dem sich -zumindest in einigen ausgewählten Prozessormodellen- gewisse Funktionen freischalten und die Taktfrequenzen leicht anheben lässt. Ob sich dahinter eine Abzocke verbirgt oder eine technische Notwendigkeit an der späten Freigabe schuld ist, ist sicher Ansichtssache. Die technischen Infos sehen aber auf den ersten Blick so aus, als könne das Patch den Prozis tatsächlich Beine machen.

Overclocking - Kauf-Patches versprechen bis zu 23 Prozent mehr Leistung für Intel CPUs

Bei den aufrüstbaren Intel-CPUs handelt es sich im Einzelnen um die doppelkernigen Core i3-Prozessoren mit den Namenszusätzen -2102 und -2312M sowie um eine Pentium CPU namens G622, die sich nach dem Upgrade allesamt mit einem anderen Namen melden (-2393M, -2153 und Pentium G693). Weitere Voraussetzungen zur Installation des Patches sind allerdings ein installiertes Windows 7 Betriebssystem und ein unterstütztes Mainboard, nach dessen Austausch das Intel-Tool wohl auch noch ein weiteres Mal gekauft werden müsste. Im Schnitt sollen die Taktraten und Leistungsdaten durch das Upgrade, mit dem natürlich nur bereits vorhandene Optionen freigeschaltet werden können, um Faktoren zwischen 10 und 23 Prozent gesteigert werden können, behauptet Intel. Je nach dem mit welchen Programmen man arbeite und welche CPU dabei zum Einsatz komme, ergebe sich ein mehr oder weniger grosser Vorteil, wie man auch den Grafiken (siehe Fotobox) entnehmen kann. Beim Modell Core i3-2312M wird zudem ein bisher gesperrter Zusatzcache freigeschaltet, was ebenfalls für einen kleinen Boost sorgen sollte.

Ein “kleiner Boost”, diese Bezeichnung trifft auf den Effekt der Software leider vollumfänglich zu, denn selbst wenn die Leistungssteigerung 70% betrüge käme bei den unterstützten Modellen noch keine schnelle CPU heraus. In den teureren Modellen mit mehr Leistung gibt es aber unter Umständen einfach nichts mehr zum freischalten, weswegen diese ja auch von vornherein etwas teurer sind…der Fertigungsprozeß ist jedenfalls der Gleiche aber es gibt eben bessere und schlechtere Serien, die Intel (und AMD und NVidia und Arm, und, und, und…) dann einfach mit abgespeckter Leistung anbietet, statt sie weg zu schmeissen oder dauernde Garantieaustäusche zu erleiden. Das mit dem “Beine machen” haut also nur sehr bedingt hin, denn wer tatsächlich etwas Mehrleistung benötigt greift wohl von vornherein zu einem iCore 5 oder 7 mit ausreichend Power.

Wie seht ihr das, sollte die Overclocking-Kultur eine Renaissence erfahren? Seid ihr mit den aktuellen Prozessorvarianten zufrieden, wie sie sind oder kitzelt es nicht doch ab und zu, den alten Overclocking-Guide nochmal zur Hand zu nehmen? Haut uns eure Meinungen um die Ohren in die Kommentare, vielleicht liest Intel ja mit und nimmt sich was davon an!

Wer mehr zu Intels Prozessoren Line-Up wissen will, schaut am besten mal in den passenden Artikel von Kollege Tino. Weitere Einzelheiten zum Upgrade-Patch finden sich natürlich bei Intel.

Weitere Themen: Intel Driver Update Utility, Intel PROSet/Wireless Software and Drivers, Intel PROSet/Wireless Software and Drivers, Intel Remote Keyboard, Pocket Avatars, Intel Chipset Device Software (INF Update Utility), Intel® PRO Netzwerk Treiber, IntelProSet/ Wireless und Treiber, Intel Grafik Treiber, Intel

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