Zweite Core-Generation: Intel präsentiert Sandy-Bridge-Prozessorfamilie

Florian Matthey
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Das neue Jahr 2011 bringt eine neue Generation der Intel Prozessoren. Wie versprochen hat der Chip-Hersteller die zweite Generation der Core-Prozessorfamilie vorgestellt, die auf der Sandy-Bridge-Architektur basiert. Insgesamt gibt es 29 verschiedene Prozessoren, als erstes sollen die Core-i7-Modelle mit vier Kernen noch in dieser Woche erscheinen.

Neue Architektur

Wichtigste Neuerung der Chips mit 32-Nanometer-Fertigung ist, dass der Prozessor, der integrierte Grafikchip und der Speicher-Controller auf demselben Die unterkommen. Der Prozessor wird so einerseits kleiner, andererseits können die Komponenten aber auch enger zusammenarbeiten. Beispielsweise verspricht Intel eine dynamische Anpassung der Taktfrequenz des Haupt- und Grafikprozessors, auch können sich beide Prozessoren bis zu ein Megabyte Cache teilen.

Höhere Grafikleistung: Möglicher Weg in MacBooks

Die neuen Grafik-Prozessoren bieten deutlich höhere Leistungen als integrierte Grafikchips früherer Generationen – ein Grund, warum Apple sich in seinen 11- und 13-Zoll-MacBooks von den älteren Core-2-Duo-Prozessoren verabschieden und auch mit diesen Rechnern auf den Core-i-Zug aufspringen könnte. Der Mac-Hersteller setzte bislang weiterhin auf die Core-2-Duo-Chips, um Nvidia Chipsätze mit besseren Grafikchips einsetzen zu können, soll mit der Grafikleistung der Sandy-Bridge-Prozessor aber zufrieden sein.

Neue Grafikfeatures

Die Features, die Intel als Neuerung der Sandy-Bridge-Prozessoren präsentiert, lassen sich auch vor allem auf den Grafikchip zurückführen. Zum einen bewirbt Intel die Funktion Quick Sync Video, hinter der sich in erster Linie ein hardwarebeschleunigtes Video-Encoding verbirgt. Insgesamt soll da Encoding bis zu 17 mal schneller arbeiten als in früheren Generationen. InTru 3D und Clear Video HD sollen Rechnern wiederum genug Leistung geben, um 3D-Blu-ray-Videos abzuspielen und über HDMI an entsprechende Fernseher auszugeben. Intels Wireless Display schafft es wiederum in der Version 2.0, 1080p-Videos über das Netzwerk zu streamen.

29 Prozessoren in 500 Rechnern

Die insgesamt 29 verschiedenen Prozessoren unterscheiden sich in der Bezeichnung von ihren Vorgängern: Statt drei folgen auf “Core-i-” als Zusatz vier Ziffern. Die Core-i7-Chips mit vier Kernen sollen laut Engadget noch diese Woche erscheinen, die Dual-Core-Ausführungen folgen im Februar. Besonders stromsparende Versionen für Ultraportable-Notebooks sollen wiederum in der zweiten Hälfte des Jahres folgen. Auf der Consumer Electronics Show (CES), die am 6. Januar in Las Vegas startet, sollen erste PC-Hersteller ihre neuen Sandy-Bridge-Produkte vorstellen – insgesamt verkündet Intel 500 verschiedene Rechner mit den neuen Chips. Welche davon von Apple kommen, bleibt abzuwarten.

Weitere Themen: Intel Driver Update Utility, Intel PROSet/Wireless Software and Drivers, Intel PROSet/Wireless Software and Drivers, Intel Remote Keyboard, Pocket Avatars, Intel Chipset Device Software (INF Update Utility), Intel® PRO Netzwerk Treiber, IntelProSet/ Wireless und Treiber, Intel Grafik Treiber, Intel

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