Kaspersky Malware Report: Leckeres Essen & unappetitliche Viren (+Video)

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Vor knapp drei Wochen wurden mein Kollege Flavio und ich zu einem Event von Kaspersky eingeladen, bei dem alles ganz im Zeichen von Viren und Kochen stand. Eine etwas seltsame Kombination? Fanden wir zunächst auch, aber es hat wirklich sehr gut geschmeckt. Und ein paar interessante Infos gab es natürlich auch. 

Sozusagen als Vorspeise hier zunächst das schicke Video, das im Auftrag von Kaspersky im Rahmen der Veranstaltung „Geeks kochen mit Geeks“, die im Kochatelier Berlin stattgefunden hat. Natürlich sind auch Flavio und ich mit von der Partie:

 

Kommen wir zur „Hauptspeise“. Natürlich ging es beim Kaspersky-Kochevent nicht nur darum, dass wir uns gemeinsam den Bauch vollschlagen konnten, sondern auch um den aktuellen Stand von schädlichen Bedrohungen für Computer und mobile Geräte. Dabei ist vor allem Letzteres sehr interessant für uns, da unser geschätztes Android immer wieder ins Kreuzfeuer gerät. Hier also ein Auszug aus dem Kaspersky-Malware-Report für das erste Quartal dieses Jahres, der sich mit den Angriffen auf Googles mobiles Betriebssystem beschäftigt.

Kaspersky Malware Report (Auszug)

Mobile Schädlinge

Anfang März veröffentlichte Kaspersky Lab seinen Bericht für das Jahr 2012 über die Entwicklung der Bedrohungen für Smartphones, Tablets und andere mobile Geräte. Den Kaspersky-Daten zufolge war Android im Jahr 2012 das Hauptziel der Virenschreiber, und die Zahl der Bedrohungen stieg im Laufe des Jahres stetig an. Hat die Zahl der mobilen Schädlinge auch im ersten Quartal 2013 zugenommen? Ja, zweifellos.

Ein wenig Statistik

Im Januar herrscht bei den mobilen Virenschreibern traditionell Flaute – insgesamt gab es „nur“ 1.263 neue Schädlingsvarianten. Doch im Laufe der beiden folgenden Monate entdeckte Kaspersky Lab mehr als 20.000 neue Malware-Samples für mobile Geräte. Im Februar spürte das Kaspersky-Team 12.044 Modifikationen mobiler Schädlinge auf und im März waren es 9.443. Zum Vergleich: Innerhalb des gesamten Jahres 2012 fanden die Kaspersky-Experten 40.059 Samples von Schadprogrammen für mobile Geräte.

SMS-Trojaner, die ohne Wissen und Zustimmung des Anwenders SMS an kostenpflichtige Kurznummern senden, stellen nach wie vor die umfangreichste Kategorie mobiler Malware – auf sie entfielen 63,6 Prozent aller Attacken.

99,9 Prozent der entdeckten neuen mobilen Schädlinge richten sich gegen Android.

Gemäß den KSN-Daten sehen die Top 20 der unter Cyberkriminellen populärsten schädlichen und potenziell unerwünschten Programme für Android folgendermaßen aus:

    Platz     Name

    Prozentualer Anteil an allen Attacken*

 1  Trojan-SMS.AndroidOS.FakeInst.a

 29,45%

 2  Trojan.AndroidOS.Plangton.a

 18,78%

 3  Trojan-SMS.AndroidOS.Opfake.a

 12,23%

 4  Trojan-SMS.AndroidOS.Opfake.bo

 11,49%

 5  Trojan-SMS.AndroidOS.Agent.a

 3,43%

 6  Trojan-SMS.AndroidOS.Agent.u

 2,54%

 7  RiskTool.AndroidOS.AveaSMS.a

 1,79%

 8  Monitor.AndroidOS.Walien.a

 1,60%

 9  Trojan-SMS.AndroidOS.FakeInst.ei

 1,24%

 10  Trojan-SMS.AndroidOS.Agent.aq

 1,10%

 11  Trojan-SMS.AndroidOS.Agent.ay

 1,08%

 12  Trojan.AndroidOS.Fakerun.a

 0,78%

 13  Monitor.AndroidOS.Trackplus.a

 0,75%

 14  Adware.AndroidOS.Copycat.a

 0,69%

 15  Trojan-Downloader.AndroidOS.Fav.a

 0,66%

 16  Trojan-SMS.AndroidOS.FakeInst.ee

 0,55%

 17  HackTool.AndroidOS.Penetho.a

 0,54%

 18  RiskTool.AndroidOS.SMSreg.b

 0,52%

 19  Trojan-SMS.AndroidOS.Agent.aa

 0,48%

 20  HackTool.AndroidOS.FaceNiff.a

 0,43%

Den ersten Platz belegt Trojan-SMS.AndroidOS.FakeInst.a (29,45 %). Dieser Schädling richtet sich im Wesentlichen gegen russischsprachige Anwender, die versuchen, von zweifelhaften Webseiten Software für Android-Geräte herunterzuladen. Häufig werden auf solchen Webseiten Schadprogramme unter dem Deckmantel nützlicher Software verbreitet.

Auf Platz zwei befindet sich der Werbe-Trojaner Trojan.AndroidOS.Plangton.a (18,78 %). Sein Hauptverbreitungsgebiet sind europäische Länder, wo ihn Entwickler kostenloser Software verwenden, um durch das Anzeigen von Werbung Einnahmen für ihre Produkte zu erzielen.

Position drei und vier belegen SMS-Trojaner aus der Familie Opfake: Trojan-SMS.AndroidOS.Opfake.a (12,23 %) und Trojan-SMS.AndroidOS.Opfake.bo (11,49 %). Die ersten Modifikationen der Schadprogramme aus der Familie Opfake tarnten sich als neue Version des populären mobilen Browsers Opera. Heute geben sich die Schadprogramme aus dieser Familie als verschiedene neue Versionen populärer Software aus (zum Beispiel Skype und Angry Birds).

Den kompletten und ausführlichen  Bericht findet ihr hier.

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Weitere Themen: Kaspersky Security, Kaspersky Anti-Virus, Android, Kasperspy RannohDecryptor, TDSSKiller, Kaspersky Lab Product Remover , Kaspersky Anti-Virus 2014, Kaspersky Security für Mac , Kaspersky Security, Kaspersky


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