Kickstarter-Projekt: iPhone als Strahlungsmesser

Ralf
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Wer schon immer wissen wollte, ob es in seiner Umgebung eine gewisse Strahlenbelastung gibt, oder ob Lebensmittel radioaktiv behandelt wurden, kann jetzt ein Kickstarter-Projekt mitfinanzieren. Aus einer kleinen Plastikbox für Pfefferminz-Bonbons bauen japanische Tüftler ein Strahlenmessgerät für das iPhone. Die integrierte Photodiode misst Beta- und Gamma-Strahlung, eine App stellt sie auf iPhone, iPod touch oder iPad dar. Japan hat ein Problem. Im Moment sind dort Strahlenmessgeräte rar oder teuer. Wer wissen will, ob Kinder noch im neuen Sand spielen dürfen, oder ob Lebensmittel aus belasteten Regionen verstrahlt sind, muss sich auf die Angaben der Behörden verlassen.

Das brachte die japanischen Kickstarter von Radiation-watch.org auf die Idee, aus einem iPhone oder iPod touch einen Geigerzähler zu bauen. Anders als dafür verwenden sie jedoch eine einfache Photodiodenzeile, verdrahten sie in einer kleinen Plastikbox für Pfefferminzpastillen, schließen diese an den Audio-Ein-/Ausgang an und visualisieren die Messergebnisse über eine App.

Kickstarter-Projekt: iPhone als Strahlungsmesser

Trotz der günstigen Messbasis lassen sich so offenbar selbst geringste Strahlungsspuren erkennen und auf dem iPhone darstellen. 0,5 Mikro Sievert pro Stunde ist die unterste Grenze der Empfindlichkeit, das entspricht 124 cpm, Zerfällen pro Minute.

App und Detektor funktionieren an iPhone, iPod touch oder iPad. Etwa 50 US-Dollar soll der Detektor später kosten. Vorerst sammeln die Kickstarter Geld, um die ersten 1000 Stück produzieren zu können. Ab einer bestimmten Spendenhöhe (100 US-Dollar) erhält man den Strahlenmesser kostenlos, nur Transportkosten fallen zusätzlich an. Die dazu gehörigen Apps gibt es bereits jetzt im App Store. Einmal in einer kostenlosen Lite- und in einer das Projekt mitfinanzierenden Pro-Ausführung für 3,99 Euro.

Für den internationalen Versand der dann fertigen Box kommen noch rund 20 US-Dollar für den internationalen Versand hinzu. 3 US-Dollar soll die kleine Frisk-Box kosten, in die die Photodiode eingebaut wird. Die Plastikschachteln des belgischen Pfefferminz-Bonbon-Herstellers Frisk verwenden Bastler in Japan für elektronische Spielereien verwendet. Leider sind sie hierzulande nicht erhältlich.

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