Testbericht zum LG P700 L7

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Nach annähernd vier Wochen erlaube ich mir ein Urteil über das LG-P700 L7 zu bilden. Optisch macht es einiges her, doch zeigen sich die Schwächen in den inneren Werten. Trotz 1 GHz braucht es manchmal ein wenig Geduld, was meiner Meinung nach am LG eigenen Launcher liegt.

Testbericht zum LG P700 L7

Auch hier entschuldige ich mich im Voraus für die Tonqualität. Versprochen, das nächste Video wird im Studio von GIGA gedreht...

Die Hardware – einwandfrei für den Preis

Das LG-P700 L7 macht einen soliden und hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist, wie beim L3, Top und lässt nichts zu wünschen übrig. Zum testen hatte ich die weiße Version, die mit dem Alurahmen einen wirklich eleganten Eindruck macht. Der Akkudeckel besteht aus einem biegsamen Kunststoff und enthält auch die NFC Antenne. NFC ist ohnehin eine interessante Funktion für ein Handy dieser Preisklasse. Leider verfügt die LG Tag+ App nur über drei Voreinstellungen und eine Benutzerdefinierte, über die man auch Apps auswählen kann, die bei Kontakt gestartet werden. Hier muss man sich wohl nach alternativen Apps umschauen, die das NFC so richtig ausreizen zu können.

Der Akku – Genug Kraft auch für längere Nutzung

Im Gegensatz zum LG-E400 L3 habe ich das LG-P700 L7 etwas ausführlicher benutzt. Dies lag unter anderem am guten Display, welches auch langes lesen ohne Ermüdung ermöglicht. Mit 1700 mAh ist der Akku nicht nur ausreichend, sondern überproportional dimensioniert. Daraus resultiert eine Akku Laufzeit von über einem Tag.

Das Display – Für Einsteiger und Fortgeschrittene

4+ Zoll sind im Moment voll im Trend. Als alter Milestone Nutzer fühlte ich mich gleich wie zu Hause, mit dem Unterschied, dass die Farben beim L7 wesentlich satter sind. Die Empfindlichkeit ist hervorragend und das Display reagiert auf die leichtesten Berührungen, was es ideal zum spielen macht.

Prozessor und Speicher

Der Qualcomm Prozessor ist zwar ein Singlecore, doch denke ich, dass 1 GHz für den täglichen Gebrauch vollkommen ausreichen sollten. Leider musste ich diverse Hänger im Homescreen und Ladezeiten beim App Drawer feststellen, was mich dazu genötigt hat, die Animationen im Homescreen Menü auszustellen, die die Ursache zu sein scheinen. Eigentlich Schade, denn das L7 bringt von Haus aus einige schöne mit, die ich sonst nur vom GO Launcher kenne. Ansonsten würde der Prozessor auch bei Grafik- oder Rechenlastigen Apps nicht übermäßig heiß. Ich gehe also davon aus, dass die Verzögerungen nach dem beenden einer App Softwareseitig zu suchen sind und somit auch behoben werden könnten.

Man merkt schnell, dass das LG-P700 L7 über 1 Gigabyte internen Speicher verfügt. Wenn man eine App nach der anderen installiert. Ich hatte während der Testphase keinerlei Speicherplatz Probleme, jedoch lässt sich auch das L7 um weitere 32 GB per Micro SD Slot erweitern. Apps2SD ist, wie beim LG-E400 L3 möglich, Beschriftungstechnisch jedoch unglücklich gelöst. Befindet sich die App im internen Speicher steht da “Auf Telefon verschieben“, anders herum steht “Alle in Telefon verschieben“.

Die Kamera – Für diese Preisklasse ausgezeichnet

Sicherlich darf man auch hier keine Top-Qualität erwarten, jedoch übertrifft sie trotzdem meine Erwartungen. Die Bilder sind kaum verrauscht und stellen die Farben natürlich dar. Dank der VGA Front-Kamera eignet sich das L7 sogar zum Hangout oder skypen. Wie groß der Unterschied ist, zeigen diese beiden Bilder des L3 und des L7:

Die Weichware – das einzige Problem

Das L7 ist von Haus aus mit Ice Cream Sandwich (4.0.3) ausgestattet und zählt somit zu den elitären 16 %, die dieses Betriebssystem in der Androidwelt benutzen dürfen. Leider beginnt nach dem beenden einer App der Homescreen immer mal wieder zu hängen und der App Drawer muss neu laden. Sobald die Animationen, die übrigens sehr schick sind, ausgeschaltet werden, beruhigt es sich aber und die “Ausfälle“ treten nur ab und zu mal auf. Ich hoffe hgier auf ein weiteres Update durch LG, denn an dem 1 GHz Prozessor dürfte es nicht liegen.

Den MP3-Player zähle ich hier mal zur Software und hier liegt eine weitere Schwäche des L7. Mit diesem Klang werdet ihr nicht glücklich werden. Leider ließ es sich nicht auf dem Video einfangen, doch ist der Sound dermaßen flach und kraftlos, dass man der Meinung sein könnte ein altes Blechdosen-Telefon in der Hand zu halten. Hier ist man, ebenso wie beim NFC gezwungen, auf alternative Apps umzusteigen.

Mein persönliches Fazit

Bis auf die Hänger und den Ton beim MP3 Player ist das LG-P700 L7 ein ausgezeichnetes Handy. Insbesondere in der Preisklasse unter 300 Euro (obwohl ich im Video von 260,00 Euro spreche, kostet es in der UVP 299,00 Euro)habe ich noch kein sehr viel besseres gesehen. Die Verarbeitung und das Handling haben mich voll überzeugt und meiner Frau gefällt es nach einer kleinen “Eingewöhnungsphase“ ebenso. Sicherlich liegt es auch an der schicken weißen Farbe. Für unterwegs ist die Displaygröße ideal, auch Webseiten lassen sich angenehm betrachten und das tippen klappt sogar einhändig. Dennoch werde ich es nicht gegen mein Note umtauschen, dessen zweite Ausgabe ich sicherlich auf der diesjährigen IFA bestaunen werde.

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Weitere Themen: LG G3, G Watch, LG G2 Mini , LG Z, LG G2, LG L5 II, LG Optimus GJ, LG Optimus F-Serie, LG Optimus G Pro, LG


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