Maus+Tastatur im Test - Was für wen und wieso?

Leserbeitrag
33

(Micha) Viele von euch kaufen sich ständig die neuste Hardware, ob Grafikkarte, Soundchip oder neuer Prozessor. Man muss für die heißesten Games ständig up to date sein. Aber wie schaut es denn mit eurer Peripherie aus? Ich rede nicht von euren Druckern und Scannern, sondern von den Fussballschuhen des Zockers. Maus und Tastatur.

Maus+Tastatur im Test - Was für wen und wieso?

Die Toolbox-Redaktion hat sich also die Aufgabe gemacht jeweils zwei Mäuse und Tastaturen zu testen. Im Sortiment haben wir die noch nicht veröffentlichte ROCCAT KONE-Maus, die speziell für eSportler und Hardcore-Gamer entwickelt wurde. Außerdem die Logitech G9 Lasermaus, die schon seit einigen Wochen auf dem Markt erhältlich ist. Im Tastaturensektor beschafften wir uns in einer Nacht und Nebelaktion aus den heiligen Microsoft Produktionshallen die Sidewinder X-6, welche Anfang nächsten Monat erscheinen soll. Zu der Lasermaus von Logitech bekamen wir netterweise auch ein Exemplar der dazugehörigen G15-Tastatur.

Sowohl im Office als auch im Gamingbereich haben wir alle vier Produkte getestet. In unserer Toolbox könnt ihr einen kleinen Überblick sehen und vorallem die Produkte anschauen. Den Test und das Fazit seht ihr hier im Artikel.

Die ROCCAT Kone:
Was lange währt, wird endlich gut. So kann man mit einem bekannten Merksatz die ROCCAT Kone beschreiben. Geplant war der Release schon kurz nach der CeBit, im April. Doch dann wurde es still bei den jungen Entwicklern aus Deutschland. Jetzt ist sie fertig und überzeugt mit innovativen Eigenschaften und einem sehr stylischen Aussehen. Mit fünf LEDs leuchtet die Maus nach euren Vorstellungen vor sich hin.

Aber die wirkliche technische Neuerung ist die TCU, ein Sensor unter der Maus der die Beschaffenheit des Mauspads abscannt und daraufhin die Intensität des Lasers steuert. Dies funktioniert nur teilweise. Denn wenn ich meine Maus auf ein durchsichtiges Hartplastik-Mauspad einstelle, dann den PC wechsel, beziehungsweise das Mauspad, müsste ich dank der TCU im Handumdrehem die Maus auf die neue Unterlage umstellen können. Dadurch das meine Maus aber noch auf das alte Mauspad eingestellt ist, kann ich meinen Mauszeiger nur schwer im Konfigurationsmenü zum erneuten Scannen bewegen.

Das ist aber auch das einzige Manko was mir an meinem Wochenendtest aufgefallen ist. Da ich aber auch hauptsächlich gespielt habe kann man nicht viel über die Office-Möglichkeiten sagen. Aber durch den Bekanntheitsgrad von Roccat in der eSports-Szene ist davon abzusehen das die Kone nicht speziell für Office Anwender entwickelt wurde. Das heißt soviel wie, keinerlei Features für das reine Arbeitervolk am PC. Ob Zocker oder nicht, ihr könnt insgesamt acht der zehn Tasten der Maus frei belegen. Warum nicht alle zehn? ROCCAT hat nicht vergessen die beiden Hauptasten auch zur Konfiguration freizugeben, sondern stellte so sicher das keiner die Maus so konfiguriert das keine Taste mehr belegt ist. Denn dann wäre nichts mehr möglich mit der Maus. So bleiben die beiden Haupttasten der Maus unantastbar, zumindest bei der Konfiguration.

Für die Finger hingegen sind sie sehr wohl gut zu erreichen. Die komplett ergonomische Form ähnelt stark der MX5 von Logitech. Was die DPI Zahlen angeht und die Sensibilität des Lasers gibt es kaum noch Unterschiede zwischen den Maus-Giganten. Mit maximal 3200dpi zieht man gleich mit der Konkurrenz. Auch das “on the fly” Wechseln der DPI Zahlen ist möglich. Zwei Tasten hinter dem Mausrad sorgen dafür das man während des Spielens immer die richtige Geschwindigkeit parat hat. Auch mit den mitgelieferten Gewichten setzt man keine neuen Maßstäbde, sondern bedient einfach nur den aktuellen Standard. Mit bis zu 20g kann man das Hinterteil seiner Kone bestücken. So dürfte jeder Spieler sein Ideal-Gewicht finden, zumindest bei der Maus.

Ein Makrosysten kennt man bis dato fast nur aus dem Tastaturenbereich, aber die Roccat Kone setzt auch hier Akzente. Ein ausführliches System bietet die Mögichkeit auf komplett individuelle Makros zu setzen. Angefangen von der Dauer der Tastendrücke bis hin zum späteren Löschen und Ersetzen von Tasten im Makro ist fast alles möglich. Das ganze System wird über die Treibersoftware gesteuert. Mit einem kleinen Programm im Systemtray kann man jederzeit alles einstellen. Angefangen von der Beleuchtung bis hin zu den Makros und den verschiedenen Profilen. Die ROCCAT Kone ist für knappe 70Euro ab nächsten Monat erhältlich.

G9-Lasermaus:
Die Lasermaus aus dem Hause Logitech ist in Sachen Design und Optik einen komplett anderen Weg gegangen als ihre Vorgänger. Auf den ersten Blick sehen wir kaum Ergonomie und eine eher kleine Maus. Die altbekannte Optik der Logitech-Mäuse ist somit weg. Die MX5 und G5 Reihe wurde unteranderem wegen ihrer Ergonomie von den Spielern geliebt.

Ob das dem Neuling der Logitech-Famile ebenfalls passiert, bleibt abzuwarten. Denn die Möglichkeit die Schalen der Maus auszutauschen ist zwar eine gut durchdachte Geschichte, jedoch gibt es noch nicht viele neue Abdeckungen für G9. So hat man im Lieferumfang zwar eine kleine Auswahl bekommen, jedoch unterscheiden sie sich nicht wirklich voneinander. Außerdem wirkt die ganze Maus sehr klein, Spieler mit großen Händen dürfen sich dann wieder mit einer “Krallenhand”-Griff-Takik anfreunden. Dennoch, ist sie einmal gepackt, gewöhnt man sich recht schnell an die neue Form.

Die Tasten sind eigentlich gut zu erreichen. Lediglich die hintere Seitentaste ist etwas zu weit nach hinten gerutscht. Um die DPI-Stufen umzuschalten muss man lediglich mit dem Zeigefinger auf das Plus oder Minus direkt über dem kleinen Display drücken. Schon lässt sich im Spiel die Geschwindigkeit der Maus einstellen.
Im Konfigurationstool ist die DPI Zahl auf den Punkt genau einstellbar. Mit bis zu 3200 DPI gibt es keinen Unterschied zur ROCCAT Kone und anderen Anbietern. Wie weit der DPI-Wahn noch geht kann man aber nicht abschätzen.

Ein Feature der Maus ist das individuell einstellbare Mausrad. Ob im Einrast- oder Freilaufmodus, diese Option könnt Ihr auf der Unterseite der Maus festlegen. Zwar ist das für den Zockergebrauch nicht wirklich interessant, aber gerade Office-Anwender erfreuen sich über solch ein Gimmick. Leider hört da auch fast die Innovation auf.

Die G9-Lasermaus von Logitech ist in meinen Augen eine Rückentwicklung in Sachen Gaming-Maus. Technisch gesehen ist sie mit ihrem genauen Laser gut. Jedoch ist die Form und die Handhabung eher ein Schritt zurück, im Vergleich zu den Vorgängern. Zudem habe ich keine wirkliche Gaming-Neuerung entdeckt. Für knappe 100Euro ist sie außerdem einer der teuersten Mäuse im Moment.


Die beiden Tastaturen findet ihr im Test auf der zweiten Seite

Weitere Themen: Tastatur, Logitech SetPoint, Logitech Harmony Software, Logitech Webcam Software, Logitech, Logitech Webcam Treiber Software Smart, Logitech 1.3 MP Webcam C100, Logitech QuickCam Pro 9000 Business, Logitech Alert 700i Add-On Camera, Logitech

Neue Artikel von GIGA

GIGA Marktplatz