USA - Gericht verbietet Weiterverkauf von gebrauchter Software

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Softwarehersteller dürfen ab sofort den Weiterverkauf von bereits benutzter Software untersagen. Das bestätigte nun das 9. Bezirksgericht von San Francisco in einer Berufungsverhandlung gegen einen Online-Händler, womit man nun die in den USA geltende Bestimmung aufhebt, welche aus dem Jahr 1909 stammt und es legitimen Besitzern rechtlich geschützter Werke erlaubt, diese an andere weiterzugeben bzw. weiterzuverkaufen. Diese Bestimmung in den USA trägt den Namen ”First Sale Doctrine” und wurde vom besagten Händler, der das von einem Architektenbüro erworbene Programmpaket AutoCAD Release 14 auf dem Online-Auktionshaus ebay angeboten hatte, als Rechtsgrundlage vorgebracht.

Autodesk verklagte den Händler Tomothy Vernon, weil in den Lizenzbestimmungen des Produkts ein Weiterverkauf untersagt ist. Laut Gericht sei dem Lizenznehmer nur der Gebrauch, nicht aber der Weiterverkauf gestattet gewesen. Es kam positives Feedback zur dieser Entscheidung. So befürworteten sowohl die Software & Information Industry Association, welcher auch Google, Adobe, McAfee, Oracle und viele andere Hersteller angehören, als auch die Motion Picture Association of America dieses Urteil.

Timothy Vernon will seinen Fall nun der nächsthöheren Instanz vorlegen und wenn diese Entscheidung erneut bestätigt wird, könnte es möglich sein, dass Softwarehersteller den Verkauf gebrauchten Programmen künftig beschränken oder ganz verbieten dürfen.

Dabei müssten einfach nur die Lizenzbestimmungen dementsprechend geändert werden. In Deutschland wird die Benutzung von Software durch die Endbenutzer-Lizenzvereinbarung, EULA (End User License Agreement ), geregelt.

 

Weitere Themen: Software, McAfee Labs Stinger, McAfee Consumer Product Removal Tool, McAfee

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