Prospekt-Check: Media Markt Notebooks - KW07

Matthias Schleif

Der gibt weiter Gas! Auch in dieser Woche legt die Handelskette wieder ein Prospekt auf, das es auf gute Angebote zu untersuchen gilt. Im Bereich der Notebooks konnten wir in den letzten Wochen nur eher mässige Produkte ausmachen, zugegeben mit leicht steigender Tendenz. In dieser Woche fällt vor allem das Toshiba Satellite Z830 Ultrabook für fast tausend Euro auf, aber auch ein ASUS Modell liegt über dieser magischen Grenze.

Prospekt-Check: Media Markt Notebooks - KW07

Das Toshiba Satellite Z830 gehört zu den aktuell am besten bewerteten Ultrabooks überhaupt, wenn man entsprechenden Testberichten 

glauben darf. Einziger Kritikpunkt an diesem 13.3 Zoll Modell war bisher wohl das Display, das etwas besser aufgelöst sein dürfte, mit 1366×768 aber immerhin genauso viele Punkte aufweist, wie manch anderer 17 Zöller. Mit der extrem schlanken und leichten neuen Bauweise (1,1kg, 17mm) unterbietet es gängige Topwerte und ist mit einer 128GB SSD und einem USB 3.0 Anschluß ausgestattet. Allerdings ist das Satellite Z830 im Media Markt “nur” mit einem i5-2467M Prozessor erhältlich, bei anderen Händlern sind jedoch auch andere möglich. Aber aufgepasst: Ultrabooks haben keine(n Platz für eine) dedizierte Grafikkarte, es kommt grundsätzlich der Intel HD3000 Chip zum Einsatz, der noch keine DirectX11-Befehle beherrscht.

Die fürs Zocken mehr als sinnvolle Verwendung einer dedizierten Grafikkarte ist aber auch mit zweien der vier Modelle möglich. Zum Einen hat der Media Markt das Toshiba Satellite C660 mit i5-2450 CPU und Geforce GT520M Grafik (1GB VRAM)

wieder i Angebot, wie wir es schon vermutet hatten – diesmal allerdings in einer verrbesserten Ausstattung mit einem iCore-Prozessor der zweiten Generation. Für 599,- Euro kann man das Notebook mit 4GB Arbeitsspeicher und 500GB Festplattenspeicher vom Wühltisch mitnehmen, das – wie die meisten Modelle dieser Klasse – mit Windows 7 Home Premium ausgestattet ist. Dieser Preis ist zwar angemessen, aber nicht besonders niedrig. Vor dem Kauf empfehlen wir also, sich das selbst anzusehen, denn die Unterschiede in dieser Modellklasse sind teilweise sehr klein. Da es sich bei diesem Preis-Displaygrößen-Verhältnis um die meistgekaufte Notebook-Variante überhaupt handelt, sind die Unterschiede teils sehr gering, wie es eben auch Geschmackssache ist, ob man lieber einen Golf oder einen Jetta fährt – Motorradfahrer wenden sich eh ab.

Hinwenden würden sich anspruchsvolle Kunden auch nicht zu dem in dieser Woche teuersten Modell, dem ASUS N75SL. Für Gamer eignet sich das System damit ebenso, wie als Desktop-Ersatz, da auch der Bildschirm hohe Auflösungen bis FullHD (1920×1080) beherrscht. Die

Ausstattung dieses “Koffers” (4cm Bauhöhe) kann sich auch aufgrund von Bang&Olufsen Lautsprechern und der Anschlußvielfalt sehen lassen, schlägt allerdings auch mit 1199,- Euro Kaufpreis ganz schön zu Buche. Schlecht ist das ASUS N75SL also nicht, lediglich die Festplatten könnten etwas lahm sein. Wer jedoch 1200 Euro bereit ist für ein Notebook auf den Tisch zu legen, der schaut vielleicht auch etwas weiter in die Zukunft. Diesbezüglich können wir nur die grundsätzliche Kritik wiederholen, dass die Ausstattungsmerkmale der Media Markt Modelle etwas nach “Ladenhüter” riechen, nur selten sind neueste Standards implementiert. ASUS N75 sieht aber wenigstens echt gut aus.

Netbook? Gibts die noch?

Krempelten die Netbooks vor 3 Jahren noch den weltweiten Notebookmarkt um, scheinen sie aus den entsprechenden Verkaufslisten schon fast verschwunden zu sein. Zumindest als Nischenprodukt würde diese Notebookklasse, die sich durch 10 Zoll Displaygröße und gewisse andere Höchstwerte definiert, sich auf dem Markt durchschlagen. Nun gibt es sogar eine Weiterentwicklung der Atom-Plattform von Intel für diese Modelle, die allerdings ebenfalls mit den damals schon üblichen 1,6GHz Taktfrequenz arbeitet. Der Media Markt hat ein Acer Aspire One D270 für 289,- Euro ins Programm genommen, das ausser diesem Plattform-Update eigentlich keinerlei Besonderheiten aufweist. Wer darauf – und auf eine Windows 7 Starter Edition – verzichten kann, der greift vielleicht lieber beim zu, das kostet nämlich nochmal hundert Euro weniger, beispielsweise bei Amazon.

Last not least findet sich auf der Titelseite noch ein 15 Zoll Notebook mit der üblichen 1366×768 Auflösung, das auf einer der neuen AMD APUs beruht. Wir hatten die hier verwandte AMD Fusion E450 DualCore Variante bisher zwar immer eher als Netbook-Plattform eingestuft, da sie keinen diesbezüglichen Beschränkungen unterliegen finden sie sich vermehrt auch in größeren Modellen wieder. Das gezeigte Titelseitenmodell Samsung RV515 ist zwar mit einem Terabyte Festplattenspeicher, 8GB RAM und einem DVD-Brenner ausgestattet, mit 499,-Euro aber eher eines der teureren . Wer mit der Hälfte RAM auskommt und auf diese Riesenspeicher verzichten kann, ist mit anderen Modellen sicher besser dran.

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