Prospekt-Check: Media Markt Notebooks & Zubehör - KW09

Matthias Schleif

Wir könnten jetzt hämisch werden und mit ausgestrecktem Finger auf den Media Markt zeigen, weil sie – wie vorausgesagt – mehrere Notebook-Modelle wieder ins Prospekt genommen haben, die erwartungsgemäß nicht so gut gelaufen sein dürften. Statt rechthaberisch die Kritik zu erneuern haben wir uns aber lieber auf die wenigen Perlen im aktuellen konzentriert, die sich aber eher im Zubehör verstecken.

Prospekt-Check: Media Markt Notebooks & Zubehör - KW09

Notebooks

Das empfehlenswerteste der insgesamt sechs sehr durchschnittlichen Notebooks scheint noch das Toshiba C660 auf Seite 2 (auf der übrigens auch ein iPad2 angeboten wird…mehr bei den Kollegen) zu sein, auch wenn es die altbekannten Schwächen in der

Anschlußaktualität (kein USB3.o, etc.) aufweist und mal wieder nur mit 1366×768 Punkten auflöst. Die Kombination aus Intel i5-2430M Prozessor und NVidia GT520M Grafikeinheit ist zwar ebenfalls aus der letzten Saison, sollte aber stark genug für normale Ansprüche sein. Dasselbe Modell kostet Online aber ebenfalls 599,- Euro.

All diese Kritikpunkte prallen vom teuersten Media Markt Notebook dieser Woche nur so ab: das Samsung NP700Z5A kommt mit 15,6 Zoll Display (1.600×900), i5-2450M CPU, Radeon HD 6750 Grafik und 1000 Gigabyte Festplattenspeicher sowie 6 Gigabyte Arbeitsspeicher und sogar 2xUSB3.0-Slots daher. Dafür darf der geneigte Kunde aber auch Tausend Euro ablatzen…für 999,- Euro bekommt man aber auch schon ein schönes Ultrabook oder ein , so dass die Entscheidung schwer fallen dürfte.

Zubehör

Allen voran empfehlenswert ist wohl die SSD von Verbatim auf Seite 6 des Prospekts. Für nur 49,- Euro () bekommt man eine schöne Systemplatte mit 64GB Fassungsvermögen aus schnellem Flashspeicher, die für Ein- oder Umsteiger genau das Richtige sein dürfte. Als Hauptspeicher für das Betriebssystem eignet sich diese Sorte Festplatten besonders gut, weil Systemprozesse deutlich schneller ausgeführt werden

können. Da sich bei heutigen Notebooks die Festplatten üblicherweise sehr schnell und einfach austauschen lassen, könnte man mit einer eigenen Systemplatte das Arbeitsnotebook schnell zu einem Privat-Notebook machen, wofür sich SSDs wegen ihrer Unempfindlichkeit gegen Stöße und Bewegungen ebenfalls besonders gut eignen. Aber gehen wir lieber direkt weiter zum nächsten Produkt, denn beim Thema SSDs kommt der Redakteur immer schnell ins Schwärmen.

Ebenfalls nicht teuer ist das darüber vorgestellte USB-Speicherstöckchen: für 29,- Euro bekommt man einen mobilen Datenspeicher mit 64GB Kapazität. Für den Stick mit 32GB möchte der Media Markt noch 20 Euro haben, was in der Relation natürlich für den großen Stick spricht. Aber Vorsicht, wie man auch im Beitrag des ZDF gesehen hat, schlägt der Media Markt besonders bei den nicht beworbenen Zubehörartikeln die verloren gegangene Marge wieder auf. Also Finger weg von Scartkabeln für 30,- Euro und dergleichen, das gibts im Netz alles billiger…äääh, preiswerter.

Desktops

Weitere kostengünstige Zubehörteile sind das Fatal1ty-Headset für 24,- Euro () und Devolos Starterkit ) fürs Netzwerk durch die Steckdose (PowerLAN) für nur 39,- Euro inklusive zwei Adaptern. Darüber hinaus stehen noch zwei “normale PCs”, also Desktop-Computer im großen Gehäuse zur Auswahl, deren Absatzzahlen allgemein schwer eingebrochen sind. NetTops und Notebooks werden immer leistungsfähiger und außer der besseren Aufrüstmöglichkeiten kann man auch kaum einen wirklichen Vorteil erkennen.

Für Traditionalisten haben wir uns diese trotzdem einmal näher angesehen: es handelt sich zum Einen um ein Lenovo-Office System

für 449,- Euro mit der Bezeichnung H420, das aber nur mit einer i3-2120 CPU und dem Intel-onboard Grafikchip HD3000 als Basis mitbringt. Doch auch bei diesem Modell sind USB 3.0-Anschlüsse oder Blu-Ray-Laufwerk Fehlanzeige, das kaschieren auch die 1,5TB Festplatte und 6GB RAM nicht. Als Office-PC reicht das System wohl gerade als Mindestausstattung für ein kleines Startup oder Home-Office.

Zum richtigen Arbeiten hat der Media Markt noch einen Tausend-Euro-Desktop von MSi ins Programm genommen, der natürlich all diese Anschlüsse schon hat, aber ebensowenig ein Blu-Ray Laufwerk an Bord hat. Acht Gigabyte RAM, i7-2600K CPU und Geforce GTX560 sind allerdings in Kombination schon recht hochwertig. Für tausend Euro könnte man aber auch schon ein kaufen, das ähnlich variabel, aber nicht so sperrig und groß ist und ausserdem etwas besser angepasst sein sollte.

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