Prospektcheck: Media Markt Notebooks - KW06

Matthias Schleif

Gab es in der letzten Woche noch allerhand Kritik an den vom Media Markt ausgewählten Angeboten aus dem Notebook-Bereich, scheint der Elektronikhändler in dieser Woche ein wenig dazu gelernt zu haben. Zumindest haben sie die ganz grob unnützen Modelle * weitestgehend verbannt, einige sinnvollere Modelle ins Portfolio genommen, und auf der Rückseite bieten sie sogar Dells neuesten * an.

Das aktuelle Angebot in Media Markts neuerdings wöchentlich erscheindendem Prospekt ist deutlich umfangreicher als zu Beginn der

Kampagne. Mit acht Notebooks bewirbt der Handelsriese gleich doppelt so viele Modelle, wie in den Wochen zuvor, schiebt diese aber an das Ende des Prospekts. Auf der Rückseite findet sich dann sogar noch ein Angebot für Dells neuen *, den wir euch noch intensiver vorstellen.

Vier 15 Zoll Modelle

Von den vier vorgestellten Modellen mit 15.6 Zoll Bildschirmdiagonale sind die zwei technisch am besten ausgestatteten von Acer. Zum Preis von 579,- Euro kann das Modell * erstanden werden, das mit einer  i5-2450 CPU und einer Geforce

GT610 Grafikeinheit aufwartet. Mit 500 GB Festplatte, 4GB RAM und der grafik-eigenen 2GB VRAM kann sich das Notebook schon sehen lassen, wenngleich wieder einige “modernere” Standards fehlen (USB3.0, Bluetooth3.0, etc).

Das zweite Acermodell ist noch besser ausgestattet, schlägt dafür aber auch mit 799,- Euro zu Buche. In diesem, ebenfalls 5750G benannten Aspire kommt dann aber auch ein i7-2670QM Prozessor zum Einsatz, der schon ordentlich Dampf hat. Auch die restlichen Ausstattungsmerkmale lesen sich etwas besser: Geforce GT630M Grafik, 8GB RAM, 750GB HDD und 2GB VRAM sind schon ziemlich amtliche Angaben. Und dennoch: auch hier kein USB3.0 oder dergleichen in Sicht. Als besser ausgestattete Alternative böte sich auch hier ein an, wie wir ihn schon vor Wochenfrist empfohlen hatten.
Im drittstärksten 15 Zoll Notebook aus Media Markts Wochenschau, einem *, werkelt ein i3-2350M Prozessor neben einer Geforce GT610M mit 1GB VRAM und der Gesamtspeicher ist mit 750GB und 4GB RAM angegeben. Zum Preis von 499,- Euro kann man das Easynote auch in rot erhalten. Verglichen mit einem *, das wenigstens noch einen USB3.0 Anschluß mitbringt, eher

ein durchschnittliches Angebot.

Der Titel des schwachbrüstigsten MM-Notebook im 15 Zoll Formfaktor geht in dieser Woche ans *, dessen Plattform eigentlich für Netbooks gedacht war. Klingen 500GB Festplatte, 4GB RAM und eine AMD Radeon HD6320G mit 1GB VRAM für 399,- Euro auf dem Papier noch ganz gut, so ist ob des Prozessors zumindest Vorsicht geboten. Ganz abraten können wir von der Plattform nicht, weil sehr viele Kunden damit ziemlich zufrieden sind. Wer ein etwas stärkeres Modell einer AMD-Plattform bevorzugen würde, dem empfehlen wir einen Blick auf die A4, A6 und A8-Fusion-Kerne, die bei ähnlichem Preis leichte Leistungsvorteile aufweisen.

Andere Größen

Offensichtlich wieder aufgenommen ins Programm hat der Media Markt das *, zu dem wir uns bereits vor zwei Wochen wie folgt

geäussert haben: “…ein fast 19 Zoll großer “Klopper“, der sich mit seiner Geforce GT 630M schon ganz gut zum Spielen eignen dürfte. Dass darin ausgerechnet eine Mittelklasse CPU verwendet wurde (i5), ist diesbezüglich allerdings widersprüchlich. Für 900 Euro würden wir daher eher das Modell * empfehlen, das zwar mit der Vorgängergrafikkarte GT540M aber eben einer i7-CPU daherkommt und sich so sicher noch besser zum Zocken eignet.” Lobenswert erwähnt sei hier aber noch die bessere Ausstattung und Anschlußvielfalt: außer dem weithin vermissten USB3.0 Slot kann das 899,- Euro teure ASUS A93SM auch mit FullHD-Auflösung glänzen (1920×1080).

Eine Seite weiter sind dann endlich mal zwei kleinere “Kollegen” zu sehen, die jedoch technisch kaum weiter auseinander sein könnten. Beim einen handelt es sich um ein Netbook mit 11.6 Zoll Display, das auf der AMD C60-Plattform basiert. Diese ist sozusagen der kleine Bruder des E450-Systems, von dem wir einen Satz vorher den großen Bruder A4, A6 oder A8 empfohlen haben, dafür kostet das Kleine aber auch nur 349,- Euro. Angesichts der internen Radeon HD6290-Einheit eigentlich ein gutes Angebot, jedoch erneut in einem Acer namens *, die in der Vergangenheit schonmal Schwierigkeiten in punkto Stabilität an den Tag gelegt haben.

Daneben steht dann für mehr als das Doppelte ein erstes Ultrabook: sehr dünn, sehr gut ausgestattet, schnell, schick und durch ein Alugehäuse auch sehr stabil. Beim vorgestellten Modell handelt es sich um einen* mit i5-2467M CPU, 4GB RAM und 500GB

Harddrive, jedoch nur einem Intel HD 3000 Grafikkern. Dieser ist zwar nicht so gut fürs Gaming zu gebrauchen, auch weil er noch kein DirectX11 beherrscht, und dennoch, die Ultrabooks habens uns angetan: knapp 8 Millimeter soll der Samsung nur dick sein und auch nur 1,4kg Gewicht auf die Waage bringen, und das sind absolute Topwerte. Auch auf moderne Anschlußtechniken muss man bei diesem Modell nicht verzichten (USB3.0, etc), lediglich der Bildschirm könnte auf seinen 13.3 Zoll etwas besser auflösen(nur 1366×768). An * reicht das System damit also noch nicht heran, ist mit 799,- aber auch etwa 200 Euro günstiger als jenes.

Auf der steht dann noch ein Sony Vaio VPCEJ2A4E/W, das sehr ähnlich wie Samsungs Ultrabook ausgestattet ist, aber noch in altem Kleid daher kommt. Das Gehäuse ist weder metallen, noch sonderlich flach oder leicht, was offensichtlich etwa 200 weitere Euro ausmacht. Für 599,- erhält man dieses 17 Zoll Notebook mit 1600×900 Auflösung, i3-2330M CPU, Intel HD-Grafik und 4GB RAM, was angesichts des Bildschirms wohl ok ist. Ohne den Namen Sony kann man ein derart ausgestattetes System aber sicher etwas günstiger erstehen, wie beispielsweise das * zeigt.

Fazit

Etwas besser geworden sind die Angebote des Media Markt schon, die Kritik aus der letzten Woche bleibt aber insgesamt bestehen. Zwar haben sie das ein oder andere Modell hineingenommen, das einen USB3.0-Anschluß oder eine leicht überdurchschnittliche Auflösung bietet, aber das sind nur weiße Flecken auf einem ansonsten recht grauen Einheitstuch. Dennoch, sie lernen dazu und das sei ja zumindest anerkennend erwähnt: immerhin haben sie ein Ultrabook im Programm und nun sogar den neuen *.

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