Apple jetzt mehr Wert als Microsoft

Bernd Korz

Für Microsoft wird es immer härter in diesen Tagen. Der Wechsel an der Spitze der Unternehmensleitung damals hat auch den Wechsel an der Spitze unter den IT Unternehmen eingeläutet. Während Steve Ballmer einen Tiefschlag nach dem anderen gegen Apple hinnehmen muss und auch noch Google ins Rennen kam, wächst Steve Jobs Baby unaufhörlich weiter.

Eine Statistik nach der anderen rollt das Unternehmen aus Cupertino auf und setzt sich gegen Microsoft durch. Sicher, es gibt 10x so viele Computer, die mit Windows laufen, aber wenn interessierts? Wer Mac OS X kauft hat bekanntlich vorher schon mindestens €800 – €3.000 in Apple investiert, denn er braucht auch die Hardware dafür. Wer schon so viel Geld in die Hand genommen hat wird sich auch höchstwahrscheinlich ein iPhone zugelegt haben. Wer schon ein iPhone und einen Mac und Mac OS X sein eigen nennt, möchte auch iWork und iLife besitzen. Das iPad darf dann auch nicht mehr fehlen…

Was das letzten Endes zur Folge hat muss Mircosoft nun bitter feststellen, Apple hat den Wert seines Unternehmens so stark aufpoliert, dass man nun offiziell Microsoft überholt hat. Unglaubliche US$ 222 Milliarden, also 222.000.000.000 ist das Unternehmen Wert. Und damit seit gestern US$ 3 Mrd mehr als Microsoft.

Also 1997 das Ende bevorstand und auch Michel Dell dem Unternehmen nahe legte, die Türen zu schließen und die Liquidation einzuleiten kam Bill Gates und lieh Apple US$ 120 Mio um wieder auf die Beine zu kommen. Das Unternehmen war keine Zehspitze mehr vom absoluten Aus entfernt. Man entschloss, den charismatischen, aber durch aus auch krankhaft egoistischen Steve Jobs zurück zu holen. Und der zeigte es Allen, er zog sein Ego gnadenlos durch und brachte sein fast totes Kind wieder zurück auf die Straße des Erfolges. Dort rennt er seit der iMac Serie mit seinem “Ferrari” von Sieg zu Sieg.

Während Microsoft natürlich noch einen unglaublichen Wert hat machen sich die Analysten aber ernsthafte Sorgen. Ein Windows oder ein MS Office wird auf absehbare Zeit nicht mehr ausreichen um den Wert des Unternehmens stabil zu halten. Wenn nicht bald etwas passiert wird es düster um Microsoft. Egal wie hoch die heutigen Reserven noch sind. Wer nahezu 50.000 Mitarbeiter beschäftigt hat auch einen unglaublichen Kostenapparat am Leben zu halten.

Microsoft sieht sich vielleicht vor seiner größten Herausforderung seit Bestehen des Unternehmens, ein zweites naives Unternehmen wie IBM wird es nicht mehr geben, dass Billy und Stevie das Geld in den Rachen wirft. Für Microsoft kommt erschwerend hinzu, dass man bis auf Gerichtsverhandlungen, noch nie kämpfen musste oder in ernsthaften konkurrierenden Situationen war. An Windows und Microsoft führte fast nie ein Weg vorbei, doch nun gibt es Apple mit Mac OS X, Linux mit seinem Ubuntu und Google, die im Grunde sogar der lachende Dritte sind.

Selbst mit dem Tablett welches kein Slate mehr sein wird schaut es wieder schlechter aus, warum sollte jemand auch Lizenzen für Windows 7 in einer mobilen Version bezahlen. Das Slate von Hewlett-Packard wird auch mit dem firmeneigenen webOS laufen.

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