Nokia und Microsoft verlieren weiter Marktanteile

Matthias Schleif
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Nach den verschiedenen Messen der letzten Zeit hat sich mittlerweile ein ganz ordentliches LineUp an Nokia Lumia Smartphones mit Microsoft Betriebssystem entwickelt. Dennoch hat sich das bei den Verkaufszahlen noch nicht wirkich bemerkbar gemacht, wie eine Studie nun behauptet. Diese ist jedoch von Januar.

Nokia und Microsoft verlieren weiter Marktanteile

Mit kaum zu überlesender Häme berichtet der Focus über eine Studie der ComScore Inc., der zufolge der Marktanteil der gemeinsam von Microsoft und Nokia entwickelten Lumia-Phones bis zum Januar nicht hatte zunehmen können. Trotz “massiver Werbekampagne” hätten die Neulinge nicht an Beliebtheit gewinnen können, während dessen Android- und iOS-Phones sich weiter steigender Verkaufszahlen rühmen könnten. Verwirrung stiften dabei vor allem die Vergleichsdaten mit den Vorjahreswerten, denn zu dieser Zeit hatte der von MS/Nokia kalkulierte Einbruch erst kurz zuvor begonnen, sowie zum Weihnachtsmonat Dezember 2011, in dem das LineUp noch gar nicht komplett stand. Im Gegensatz zu Dezember habe man um weitere 8% eingebüßt, ohne eben die deutlich höheren, allgemeinen Verkaufszahlen in diesem Monat zu berücksichtigen.

Ähnliche Aussagen trifft der Focus auch für die Marke Nokia an sich: seien vor einem Jahr noch knapp 40% aller Telefone aus Finnland (oder Rumänien, oder Bochum, oder, oder…) gekommen, hätten die Nokia-Phones nun einen Marktanteil von “nur noch” knapp 25%. Dass damit aber immer noch jeder vierte Deutsche sich für ein Nokia entscheidet, obwohl das LineUp und das Betriebssystem noch nicht komplett waren, übersieht der Focus dabei geflissentlich. Im Gegensatz zu den meisten Massenmedien, die MS/Nokia durch die neuen Lumias und Windows 8 nahezu wieder auf Augenhöhe mit den anderen Systemen sehen, lässt das Blatt kein gutes Haar an dieser Zusammenarbeit, und das ist zumindest verdächtig.

Man kann selbstverständlich anderer Meinung sein, und ob die Zahlen mit nun fertigem LineUp und demnächst auf Windows 8 gepäppeltem Betriebssystemen wirklich besser werden, wird auch erst die Zukunft zeigen, aber dennoch, lieber Focus, diese Nachricht – auch noch ohne Angabe eines Redakteurs – liest sich wie aus der Feder einer Marketing-Agentur. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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