Motorola: Alle Wege führen zur Bootloader-Affäre

Daniel Kuhn
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Über Motorola und die Bootloader-Affäre haben wir bereits ausführlich berichtet. Da Motorola sich in der Sache bisher aber kein Stück bewegt hat, gibt es nach wie vor Kritik aus der Community — und das bei jeder erdenklichen Gelegenheit. Diesmal wurde eine Facebook-Umfrage, in der Motorola wissen wollte, welche Apps die Nutzer sich wünschen, von der überwältigenden Mehrheit der Nutzer am Thema vorbei gelenkt.

Motorola: Alle Wege führen zur Bootloader-Affäre

Bei einer harmlosen Hersteller-Umfrage zum Thema „Welche coolen Apps würdet ihr gerne als nächstes von Entwicklern sehen?“ erwartet man als Antworten eigentlich Vorschläge wie verbesserte Musik-Player, Videochat, Streaming von Musik und Videos oder diverse Verbesserungen an der Benutzeroberfläche. Wenn allerdings Motorola diese Frage auf Facebook stellt und dann auch noch die Möglichkeit bietet, eigene Vorschläge abzugeben, dann sieht das Ergebnis ganz anders aus.

Zusammengerechnet über 10.000 Stimmen wurden auf verschiedene Antwortvorschläge verteilt, die mit überwältigender Mehrheit und beeindruckender Kreativität die Öffnung der Bootloader fordern.Die Antworten der Nutzer haben also nichts mit der eigentlichen Frage zu tun, sind aber nochmal ein deutliches Zeichen an Motorola, dass immer noch sehr viele User auf die vom Unternehmen angekündigte Lösung der Problematik warten. Die von Motorola verschlüsselten Bootloader verhindern es, dass Entwickler und fortgeschrittene Nutzer die Firmware der Geräte verändern/verbessern können.

Inzwischen wurde die Umfrage leider wieder von der Facebook-Seite entfernt, wer dem Hersteller aber auch gerne seine Meinung dazu mitteilen möchte, kann sich immer noch an der Online-Petition beteiligen, die inzwischen über 8.500 Stimmen gesammelt hat.

Auch andere Unternehmen wie HTC, das seine neuen Geräte ebenfalls vor Eingriffen seitens der Nutzer schützt, oder Samsung, das angeblich ähnliche Pläne schmiedet, sollten vom Beispiel Motorola lernen, dass solch ein Schritt immer auch mit einem Imageverlust bei den Nutzern einher geht. Wir empfehlen allen Herstellern daher erneut, ihre jeweiligen Taktienk zu überdenken und eher einen ähnlichen Weg wie Sony Ericsson einzuschlagen.

Weitere Themen: Moto Z Play, Motorola Moto Z , Motorola Moto G4 Plus , Motorola Moto G4 , Motorola Moto X Force, Moto 360 Sport, Motorola Moto X Style, Motorola Moto G (2015), Motorola Moto X Play, Motorola Mobility

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