Interview mit Motorola: X-Fon, elektronische Tattoos und 18-Bit Pillen

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Das Motorola X-Fon wurde bestätigt. Auf der D11 Konferenz wurden zwei Mitarbeiter von Motorola interviewed – Dennis Woodside und Regina Dugen. Das Gespräch war sehr interessant, so wurde unter anderem das X-Fon bestätigt und auch über die Zukunft der Produktpalette und die Verbindung zu Google gesprochen.

Interview mit Motorola: X-Fon, elektronische Tattoos und 18-Bit Pillen

Motorola wurde von Google aufgekauft. Der Mobile Bereich kümmert sich jetzt seit Monaten um eine neue Produktpalette und in den kommenden 6 Monaten werden diese neuen Geräte vorgestellt. Unter anderem das X-Fon, welches in Texas (Fort Worth) gefertigt wird. Damit behält man die Kontrolle über die Fertigung und kann schneller auf Fehler und Probleme aber auch auf neue Innovationen reagieren.

Dennis Woodside hatte sogar ein neues Motorola Device (X-Fon?) in seiner Tasche, durfte es aber nicht zeigen. Dafür ging er auf die Stärken von Motorola ein, erwähnte das sehr gute Powermanagement und wie gut man mit Sensoren arbeiten kann. Dabei nannte er das Beispiel, dass sein Telefon gerade genau weiß, dass es sich in seiner Tasche befindet. Gut, das können wir mit einer App schon ziemlich gut portieren.

Motorola wird es aber schaffen (wollen), dass wir unser Telefon aus der Tasche holen und es automatisch so reagiert, wie wir gerade vorhaben zu agieren. Wenn ich z.B. ein Foto schießen möchte, wird es Lösungen geben, die das vorhersehen und die Kamera-App wird entsprechend gestartet. Wie das realisiert werden soll, kann ich nicht sagen. Doch in Zeiten von Ingress, Google Now und massiven Sensoren in Smartphones, könnte man eine hohe Aktionsvorhersage schon programmieren. Wir werden bald sehen, was damit gemeint war.

Motorola – Willkommen in der Zukunft

Regina Dugen sprach im Laufe des Interviews auch von dem Problem, das man unsichere und teilweise auch zeitraubende Wege hat, um sein Telefon zu entsperren. So benötigt man etwas mehr als 2 Sekunden um sein Gerät zu entsperren (ca. ab 18:30 Minute). Als mögliche Lösung nannte sie elektronischen Tattoos und Pillen, die ein 18-Bit Signal ausstrahlen und euren Körper als Authentifikator für das eigene Smartphone nutzen. Sie enthält so unglaublich viele sensible Daten, dass man einfach andere und sicherere Lösungen finden muss. Diese Pillen werden übrigens schon heute in der Medizin verwendet.

8bit Pille

Interessant waren auch die Informationen zum Verhältnis zu Google. So ist Motorola zwar vom Suchmaschinen-Riesen aufgekauft, agiert aber selbstständig. Es gibt keine Bevorzugung bei Softwareupdates von Youtube und Co. oder Zugang zum Android-Code. Hier werden angeblich alle Hersteller gleich behandelt. Wie es hinter den Türen aussieht, weiß man natürlich nicht. Dennoch bemühte man sich im Interview klar zu machen, dass man nur Ansprechpartner und keinen direkten Zugang zu den verschiedenen Bereichen bei Google habe.

Die Konkurrenz könnte günstiger sein

Der Preis ist heiß. Google hat mit dem Nexus 4 gezeigt, wie weit man mit dem Preis nach unten gehen kann und trotzdem ein ziemlich gutes Gerät auf den Markt bringt. Motorola wird auch die Preisschraube runter drücken und dabei trotzdem High-End Qualität bieten. Die nächsten Monate könnten also sehr interessant werden.

Motorola Dennis Woodside

via mobiflip

Weitere Themen: Moto G Forte, Moto 360, Backflip (Motorola), Flipout (Motorola), Milestone (Motorola), Milestone 2 (Motorola), Atrix 4G (Motorola), Pro (Motorola), Defy (Motorola), Motorola


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