Mozilla Boot2Gecko: App-Store und Koop mit der Telekom

Matthias Schleif

Erst gestern hatte die Mozilla-Foundation das Einbiegen in die Zielgerade zur Fertigstellung ihres offenen Mobile-Betriebssystems “Boot to Gecko”mit der Ankündigung belegt, auf dem kommenden Mobile World Congress (MWC) eine erste, lauffähige Version präsentieren zu können. Heute gaben die Amerikaner weitere Pläne bekannt.

Mozilla Boot2Gecko: App-Store und Koop mit der Telekom

Obwohl das kommende Mozilla-OS nicht mit Andoid oder anderen Betriebssystemen kompatibel sein wird, verfolgt man dasselbe Ziel eines einheitlichen Download-Marktplatzes, wie die Konkurrenz. Diese beschränken ihre App-Stores aber zu sehr, so dass Freiheiten von Nutzern und Entwicklern stärker eingeschränkt würden, als nötig. Das wolle man bei Mozilla anders machen und setzt daher auf HTML5, Java und CSS als freie Programmiersprachen, die man auch auf anderen Plattformen nutzen kann. Ein einmal auf das Tablet oder Smartphone geladenes Programm könnte dann im Prinzip auch auf dem heimischen PC oder dem eigenen Smartphone zur Verfügung stehen, aber so ganz tief ins Detail wollte der von heise gefragte Sprecher dann doch nicht gehen.

Es steht allerdings ein WiKi mit etwas weiter gehenden Informationen zur Verfügung, dem unter anderem zu entnehmen ist, dass Mozilla zur Verringerung des Entwicklungsaufwands eigene Programmierschnittstellen an die W3C zur Zertifizierung eingereicht hat, die “einen beispiellosen direkten Draht” zu den Kunden ermöglichen würden.

Unterdessen hat die Financial Times Deutschland (FTD) einen ersten Kooperationspartner Mozillas ausgemacht, bei dem es sich um niemand Geringeres als die Deutsche Telekom handelt. Der Bonner Konzern pflege seit längerem eine Forschungskooperation mit der amerikanischen Mozilla-Foundation, erste konkrete Ergebnisse dieser Zusammenarbeit wollte aber noch niemand nennen.

Man kann wohl dennoch damit rechnen, auf dem MWC in Barcelona nächste Woche die ersten genauen Infos zu bekommen, auch zu weiteren Kooperationspartnern. Das Interesse der Telekom erklärt die FTD sich aus der besseren Verhandlungsposition gegenüber den großen OS-Providern Microsoft und Android, doch es bleibt zu hoffen, dass Mozillas erstes OS zu mehr taugt, als nur als Druckmittel in Verhandlungen.

Weitere Themen: Mozilla Thunderbird, Mozilla Firefox, Mozilla Thunderbird für Mac, Firefox OS: erste Smartphones vorgestellt, Firefox ESR, Lightbeam für Firefox, Mozilla

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