MSi haut Motherboard-Serie für Ivy Bridge raus

Matthias Schleif

Nun ist also auch MSi dran: nachdem schon vor Wochen Mainboards mit Ivy Bridge unterstützenden Chipsätzen von Herstellern wie ASUS oder Gigabyte angekündigt wurden, stellt MSi seine neue Serie erst jetzt vor. Aber vielleicht hat sich das Warten ja gelohnt, denn MSi wartet mit einigen Leckereien auf.

MSi haut Motherboard-Serie für Ivy Bridge raus

Auch in Erinnerung an die von Intel vor einer Weile angebotene Overclocking-Versicherung kann man sich schon fragen, was manche “Kunden” so mit ihren Rechnern veranstalten. Vermutlich aus einer ähnlichen Erfahrung heraus hat MSi der Serie ein paar zusätzliche Fähigkeiten mitgegeben, die echte Nerds eigentlich nicht brauchen sollten. So findet sich beispielsweise ein vollwertiger, zweiter BIOS-Chip auf dem Mainboard, falls man mal “einen zerschießt”. Und damit der “enthusiastische” Kreis der Gamer auch zufrieden sei, habe man das BIOS auch noch “klickbar” gemacht und einige Overclocking-Funktionen bereits dort hinterlegt, wie MSi stolz in seiner Pressemitteilung verkündet – und das auch noch in 16 unterschiedlichen Sprachen. Dass die Mainboards ab 115° Fahrenheit eine Warnung abgeben und bei 130° sogar ganz abschalteten, entspreche dazu noch den hohen Maßstäben, die an “military class 3″-Komponenten angelegt werden, was uns Privatleuten jedoch relativ gleichgültig sein kann.

Abgesehen von solchen Kinkerlitzchen bringen die Neulinge aber auch technisch einige interessante Neuerungen mit. Ausser den – natürlich Ivy Bridge-fähigen Chipsätzen – Z77, H77 und B75 finden sich reihenweise eSATA-Anschlüße, USB3.0-Slots und THX-Surroundsound-Module auf den Boards wieder, wobei das Topmodell auch noch mit einem Thunderbolt-Anschluß glänzen kann. Insgesamt besteht die Serie aus sechs Modellen mit dem schnellsten Z77-Chipsatz, wovon eines im mATX-Stil gebaut ist. Dahinter findet man noch zwei Modelle mit H77-Chipsatz (ebenfalls 1x mATX) und ein Budget-Modell mit B75-Chipsatz, die stufenweise schwächer ausgestattet sind. Das sogenannte 3-way-SLI ist beispielsweise nur mit den drei Topmodellen Z77A-GD80, Z77A-GD65, Z77A-GD55 möglich, so wie auch die Anzahl der USB3.0- und PCIe-Anschlüsse mit abnehmender Versionsnummer weniger werden. Zu allen Mainboards gehört aber selbstverständlich ein Software-Paket mit Treibern und Übertaktungstool. Letzteres, das sogenannte One-Sec-OCTool, sorge dabei für eine bis zu 36%ige Leistungssteigerung, wenn man sie benötigt.

Wie sehr sich die neue Serie von den bisherigen Modellen unterscheidet sieht man nicht zuletzt im Vergleich der beiden Abbildungen. Die genauen technischen Daten hat MSi bereits auf dieser gesonderten Website veröffentlicht, auf der im oberen Teil noch MSis Mainboards mit X79-Chipsatz zu finden sind. Leider ist zu den voraussichtlichen Endkundenpreisen noch nichts bekannt geworden, aber man sollte wohl nicht mit einem Preis von weniger als 300 Euro* rechnen. Inklusive einer “großen” Ivy Bridge CPU und einer Kepler-Grafikkarte könnte da also schon ein ganz hübsches Sümmchen zusammen kommen.

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