(Florian) Wenn man sich durch Räume bewegt, die noch kein Auge erblickt zu haben scheint, wenn man sich die Abenteuer auf eine Weise zu Herzen nimmt, die auch am nächsten Tag noch wie ein Echo durch den Kopf spuken, wenn man nur darauf wartet, endlich wieder eintauchen zu können in jene Welten, die wir Videospiele nennen, dann sind wir entweder ein bisschen verrückt oder leidenschaftliche Zocker.

Gaming Historie - Teil 3 - Die Geschichte des Gamings!

Begleitet uns im dritten Teil unserer Serie Entwicklung des Gamings in die wunderbare Welt der 16-Bit-Geräte sowie die Anfänge der CD-Konsolen.

Bis zur Mitte der neunziger Jahre hatte sich das Medium Videospiel einen festen Platz in der Gesellschaft gesichert. Zwar galten Zocker immer noch als etwas „seltsam“, die Vorstellung vom typischen Nerd, der in seinem abgedunkelten Zimmer den ganzen Tag zockt, nahm aber langsam ab und Videospiele wurden alltagstauglich.

Diesen Umstand haben wir den Firmen Nintendo und Sega zu verdanken. Mit Nintendos NES und Segas Master System wurde der Grundstein für das Gaming gelegt. Mithilfe des Game Boys und des Game Gears eroberten Videospiele die Welt außerhalb der eigenen Wohnung und das Sega Mega Drive erschloss die Zielgruppe der Erwachsenen.

Genau da setzt auch der dritte Teil unsere Serie Entwicklung des Gamings an. Während seit dem Videospielcrash Nintendo unangefochten die Nummer eins auf dem Konsolenmarkt war, eroberte nun Sega mit ihrem Mega Drive die Spitze der Hardwarecharts. Nintendo geriet Anfang der Neunziger in Zugzwang, da sie immer noch auf die technisch veraltete NES-Konsole setzten. Etwas Neues musste her, damit sich Nintendo zurück an die Hardwarespitze kämpfen konnte. Und es kam etwas Gewaltiges auf die Zockergemeinde zu.

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The Empire strikes back – Das Super Nintendo

Nach dem immensen Erfolg des Mega Drives entschied sich Nintendo ebenfalls für eine 16-Bit-Konsole. Im Jahre 1991 war es soweit. Nintendo präsentierte der Weltöffentlichkeit ihr neuestes Konsolenbaby. Dieses hörte in Japan auf den Namen Super Famicom, während es in Europa Super Nintendo getauft wurde. Der erwartete Megaerfolg wie bei der Vorgängerkonsole NES blieb zwar aus, doch konnte Nintendo die Vormachtstellung von Sega, trotz eines Zeitvorsprungs von 12 Monaten, relativ schnell wieder einholen.

Insgesamt verkaufte sich das Super Nintendo weltweit rund 40 Millionen Mal und es wurden ganze 270 Millionen Spiele an den Zocker gebracht. Auch wenn das Super Nintendo theoretisch die bessere Konsole war, zeigte sich jedoch gerade im Bereich der Actionspiele, dass das Mega Drive bei dieser Sorte Games die Nase vorne hatte. Um diesen Umstand auszugleichen, gab es unzählige Erweiterungschips für das SNES, wie zum Beispiel der Super FX-Chip, der in dem Hit-Modul Star Fox schlummerte und polygonale Grafiken ermöglichte. Mit Spielen wie Super Mario World, Zelda 3, Super Metroid, Probotector oder den Squaresoft RPGs bot das Super Nintendo eine Spieleauswahl, die ihres gleichen suchte. Bis ins Jahr 1998 erschienen noch offiziell neue Games für den kleinen Modulschlucker. In Europa zählten Harvest Moon, FIFA 98 und Timon und Pumbaa’s Jungle Games zu den letzten Titeln und beendeten damit die große Ära der 16-Bit-Konsolen.

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