Sinnfreie Nintendo-Logik? Ja, aber auch der Grundstein für ein herzallerliebstes Spielerlebnis, das euch mit seinem schon fast aufdringlichen Charme sofort verzaubern wird!

Wenn wir an Kirby denken, denken wir automatisch an die Fähigkeit des kleinen Kugelknirps, seine Gegner zu inhalieren und die Fähigkeiten selbiger zu übernehmen. In den letzten Jahren tat er das hauptsächlich in “Super Smash Bros. Brawl” und in einigen DS-Titeln. Für den ersten Konsolenableger seit sieben Jahren hat sich Nintendo nun ein neues Konzept ausgedacht: In “Kirby und das magische Garn” dreht sich alles um den titelgebenden Stoff. Charaktere, Objekte, Umgebungen – alles in diesem wundersamen, neuen Land ist genäht, gehäkelt und gestrickt.

Das sieht nicht nur wunderschön aus, es wird auch konsequent in die Spielmechanik eingebaut. In bester Sidescroller-Tradition müssen wir mit unserem drolligen Helden von einem Bildschirmende zum nächsten laufen, dabei diverse Hüpfpassagen meistern, kleinere Rätsel lösen und diverse Kämpfe bewältigen. Kirby kann mit seiner Fadenpeitsche die Nähte seiner (ebenfalls erstaunlich putzigen) Gegner lösen und sie zu einem Wollknoll zusammenrollen – dieses dient dann gleich als Geschoss zur Entledigung weiterer Feinde oder Hindernisse. Außerdem gibt es überall in den Levels Reißverschlüsse, Flicken und Löcher, durch die wir neue Stellen der jeweiligen Welt erreichen.

Dadurch wird eines schnell klar: Die Idee, eine Spielwelt aus Garn zu erschaffen, sorgt nicht nur für etwas grafisch noch nie dagewesenes, es eröffnet auch neue Gameplay-Aspekte, die wir so noch nicht erlebt haben. Kirbys beste Fähigkeiten haben wir dabei noch gar nicht erwähnt! Die liebenswerte Stoffkugel kann sich nämlich in verschiedene Dinge verwandeln – ein zweifacher Druck auf eine Richtungstaste lässt ihn etwa zu einem Auto werden, wodurch er schneller vorran kommt. Halten wir in der Luft die Sprungtaste gedrückt, verwandelt sich Kirby in einen Fallschirm und kann so sanft zu Boden gleiten.