Nokia baut 10.000 Stellen ab und kauft Know How ein

Nokia kommt einfach nicht aus dem Tal der Verluste und zieht nun die Notbremse. Es werden nicht nur 10.000 Stellen gestrichen und der Forschungs- und Entwicklungsstandort in Ulm geschlossen, auch die Führungsriege wird umfangreich ausgetauscht. 

Nokia baut 10.000 Stellen ab und kauft Know How ein

Die Pressemitteilung, die Nokias Chef Stephen Elop heute veröffentlicht hat, ist recht umfangreich geraten und trägt den weittragenden Titel Nokia sharpens strategy and provides updates to its targets and outlook.

In diesem Papier geht er auf die Probleme und Zukunftsaussichten ein. Dabei spricht er nicht nur von Personal- und damit Kosteneinsparungen, sondern auch davon, dass Nokia in nächster Zeit einiges investieren möchte, um seine Position am Markt zu stärken. Insbesondere die ortsbasierten Dienste und die Lumia Reihe sollen von den Investitionen profitieren.

Nokia kauft Know How ein

Dazu passt wohl auch die zweite Nachricht des heutigen Tages die besagt, dass Nokia sich bei dem Imaging Unternehmen Scalado eingekauft hat. Es scheint so, dass man sich hier auf die Kameratechnik konzentrieren wird, möglicherweise für die Lumia Reihe. Scalando hält diverse Patente auf die SpeedView Technology, die es ermöglicht, mehrere Megapixel große Bilder auf mobilen Geräten beschleunigt und Ressourcen schonend anzuzeigen. Details zu diesem Deal wurden jedoch nicht bekannt gegeben.

Schlüsselpositionen werden neu besetzt

Neben der Marketingchefin Jerri DeVard müssen auch Handy-Chefin Mary McDowell und der für Märkte zuständige Niklas Savander ihre Positionen verlassen. Wer diese neu besetzen soll ist ebenfalls noch nicht bekannt. Bezeichnend finde ich die Positionen, die die (ex)Mitarbeiter besetzen, scheint man doch dort und nicht in der Technik den Schuldigen zu sehen. Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob es an dem Marketing liegt, das sich die Windows Phone 7 Geräte nur schleppend verkaufen. Immerhin schwächelt ebenso die Sparte der Nicht smarten Telefone.

Vertu soll die Investitionen veredeln

Um das nötige Kleingeld in die Kassen zu spülen, hat Nokia übrigens ihre Edelmarke Vertu an den britischen Finanzinvestor EQT verkauft. Da darf man wohl gespannt sein, ob dabei genug kapital rum gekommen ist, denn die Gewinnerwartung für das zweite Quartal musste erneut nach unten korrigiert werden.

Wie seht ihr das, hat Nokia überhaupt noch eine Chance seine alte Position auf dem Schlachtfeld der Handy Hersteller auch nur annähernd zurück zu erobern?

Quellen: Teltarif und Slashgear

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