NSA: Was ist die National Security Agency eigentlich?

Beschreibung

Die NSA sorgt seit Jahren für Aufsehen und Skandale, vor allem 2013 ist der Geheimdienst wieder in aller Munde. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter der National Security Agency?

Die Eckdaten

Bei der National Security Agency, kurz NSA, handelt es sich um Amerikas größten Auslandsgeheimdienst, der sich vor allem mit der Überwachung von elektronische Kommunikation wie E-Mails, Chats & Co. auseinandersetzt. Diese Informationen sollen aber nicht nur gesammelt, sondern natürlich auch entschlüsselt und ausgewertet werden.

Als Teil der Intelligence Community (der Zusammenschluss aller US-Nachrichtendienste) arbeitet die NSA mit den Geheimdiensten anderer befreundeter Statten zusammen. Im Jahr 2012 soll das Unternehmen 40.000 Mitarbeiter beschäftigt haben, im Jahr 2013 lag das Budget bei 10,8 Milliarden Dollar.

NSA

Die Geschichte der NSA: Ein kurzer Überblick

Auch wenn das Thema Nationals Security Agency vor allem seit 2013 sehr häufig in den Medien ist, liegen die Wurzeln der Agentur wesentlich tiefer vergraben. Gegründet wurde die NSA bereits in den 1940er Jahren vom damaligen US-Präsidenten Harry S. Truman als Unterabteilung des amerikanischen Verteidigungsministeriums („Department of Defense“), damals allerdings noch unter dem Namen Army Security Agency (ASA). 1949 wurde aus diese die Armed Forces Security Agency, die dann am 4.11.1952 offiziell zur NSA. Am selben Tag, an dem mit Dwight D. Eisenhower der 34. US-Präsident gewählt wurde.

Nach einer Geschichte von ersten großen Skandalen und Überläufen erreichte die NSA in den 1970er Jahren einen solch einflussreichen Status, dass selbst der damalige CIA-Leiter dies kritisch sah und darüber klagte, dass der Geheimdienst kaum noch zu kontrollieren sei. Doch sollte dies erst der Anfang von all dem sein, was die NSA heute zu bieten

NSA: Geschichten wie aus dem Krimi

Für viele von uns klingt „Geheimdienst“ in erster Linie wahrscheinlich wie niedergeschriebend oder verfilmte Geschichten, die mit der Realität nicht ganz so viel zu tun haben. Ob in Macho-Männer-Manier wie James Bond oder in Form von Action-Helden wie Ethan Hunt, das Geheimagententum hat meistens etwas „männliches“ und gefährliches, mit dem man aber irgendwie auch sympathisiert. In der Realität sehen Geheimdienste aber doch etwas anders aus, wie der NSA in seinem Werdegang beeindruckend bewiesen hat.

Ob die Belieferung von Südafrikas Arphartheitsregime mit in den 7oer-Jahren aktuellster Abhörtechnologie im Austausch von Rohdaten, die mit diesen Geräten von sowjetischen Schiffen ausspioniert wurden, ob die Lieferung von Informationen über die Kriegsführung des Iran an Saddam Hussein oder nicht zuletzt die Abhörskandale führender Politiker wie etwa Angela Merkel und auch Gerhard Schröder, die NSA hat in zahlreichen weltbewegenden  Entwicklungen ihr Finger im Spiel und damit nicht zuletzt auch großen Einfluss auf die Entwicklungen der Zukunft.

Crypto City: Das Hauptquartier in Maryland

In Maryland, etwa 32 km nordöstlich von Washington, DC, befindet sich as NSA-Hauptquartier, das auch als „Crypto City“ bekannt ist. Zugänglich ist dieses über eine eigene Ausfahrt, die ausschließlich NSA-Angestellten vorbehalten ist. Dennoch dürfen sich Besucher auch das National Cryptologic Musem anschauen, allerdings steht dazu eine eigene Ausfahrt zur Verfügung.

Das Crypto City-Hauptgebäude selbst wirkt beeindruckend und bedrohlich zugleich. Vor allem die schwarze Glasfassade spielt dabei eine wichtige Rolle, die mit einer Schutzschirmtechnik mit Kupfer ausgestattet ist, um keine elektromagnetischen Signale nach außen dringen zu lassen. Und sicherlich soll auch niemand hineinschauen können.

Eine eigene Polizei mit verschiedenen Kommandos hat die NSA außerdem auch, welche die Straßen von Crypto City patrouilliert, die als Leibwächter und Fahrer für die Leitung der NSA dient und mehr. Aber warum Crypto City? Natürlich weil es sich hierbei nicht um ein einzelnes Gebäude handelt, sondern um einen ganzen Mikrokosmos mit eigener Schule, verschiedenen Berufsverbänden, einer eigenen Tageszeitung und einem eigenen Fernsehsender.

Die NSA ist so ziemlich überall

Wie eingangs beschrieben arbeitet die NSA auch immer mit anderen Nachrichtendiensten zusammen, so auch mit dem BND (Bundesnachrichtendienst). Schon zu Adenauers Zeiten gab es hier Abkommen und auch später war die National Security Agency immer zur Stelle: Ob in Berlin, in Griesheim bei Darmstadt, in Wiesbaden oder in Bad Aibling, die NSA ist nicht weit.

Doch nicht nur auf Zusammenarbeit mit politischen Führungskräften und anderen Geheim- und Nachrichtendiensten lässt sich die NSA ein, auch Telekommunikations- und Softwareunternehmen sind für die Agency natürlich sehr interessant. Ob die Zusammenarbeit mit Microsoft oder später die PRISM-Affäre, auch hier scheint die NSA allgegenwärtig und damit Zugriff auf so ziemlich Informationen zu haben. Und ja, davor kann man gerne auch ein wenig Angst haben.

Weiterführende Informationen zur NSA (und davon gibt es viele) findet ihr natürlich auch auf Wikipedia.

 

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