Gerücht: Rückkehr von Nvidia-Chipsätzen in Macs dank Umgehungsstrategie

Florian Matthey
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Nvidia könnte mit der nächsten Generation der Intel Prozessoren wieder Chipsätze für kommende MacBook-Generationen herstellen. Intel hatte eine Integration der eigenen Prozessoren auf Nvidia-Motherboards nicht mehr erlaubt, die Konstruktion der neuen “Sandy Bridge”-Chips von Intel sollen aber eine Umgehungsmöglichkeit bieten.

Nach Informationen von DigiTimes könnte Nvidia einen Grafikchip mit den Funktionen eines so genannten Southbridge-Chips kombinieren, der bei Intel-Prozessoren die Verbindung zu diversen Komponenten eines Systems wie USB-Anschlüsse oder Audio-Output herstellt. Der Northbridge-Chip kümmert sich wiederum um die Verbindung zum Arbeitsspeicher und dem Grafikchip.

Nvidia könnte so seine eigenen Grafikprozessoren auf den eigenen Chipsätzen integrieren, einen Intel-Prozessor installieren und trotzdem die Verbindung zu den Northbridge-Komponenten herstellen. Das käme vor allem Apple bei der Produktion der MacBooks zugute: Das Unternehmen setzt im regulären MacBook und Mac mini immer noch auf Nvidia-Chipsätze mit Intels Core-2-Duo-Prozessoren, um nicht Intels langsamere Grafikchips einsetzen zu müssen. Nur in den Desktop-Macs und den MacBook-Pro-Modellen kommen Intels Nehalem-Prozessoren mit Intel-Chipsätzen und zusätzlichen ATI-Grafikkarten zum Einsatz.

Gleichzeitig laufen Ermittlungen der amerikanischen Wettbewerbsbehörde FTC gegen Intel wegen einer potentiell wettbewerbsschädlichen Ausnutzung eines Monopols. Mit der neuen Idee könnte Nvidia aber wieder einen Fuß in die Tür bekommen, ohne das Ergebnis der rechtlichen Schritte abtzuwarten.

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