Intel zahlt Nvidia 1,5 Milliarden Dollar für Austausch von Patent-Lizenzen

Florian Matthey

Nach langen Streitigkeiten haben sich Intel und Nvidia auf eine Lizenzvereinbarung über ihr geistiges Eigentum geeinigt. Intel wird Nvidia über die nächsten sechs Jahre 1,5 Milliarden US-Dollar bezahlen, um Nvidias Grafikprozessor-Technologie in eigenen Chips einsetzen zu dürfen. Nvidia erhält wiederum Lizenzen für einen Teil von Intels Patent-Portfolio. Ein Nvidia-x86-Prozessor kommt aber ebenso wenig wie ein neuer Chipsatz für Intel-CPUs.

Nvidia stellt unter anderem Chipsätze für Intels Core-2-Duo-Prozessoren her. Für die neueren Core-i-CPUs wollte Intel das nicht zulassen und verwies Nvidia auf die Reichweite des eigenen Patentschutzes. Aufgrund dessen arbeiten im MacBook, MacBook Air und dem 13-Zoll-MacBook Pro heute noch Core-2-Duo-Prozessoren, da Apple weiterhin Nvidias leistungsstärkere Grafikprozessoren einsetzen wollte. Mit der Grafikleistung der Sandy-Bridge-Chips, Intels zweiter Core-i-Generation, soll Apple derweil zufrieden sein, so dass neue Nvidia-Chipsätze für neue MacBooks nicht mehr nötig sein dürften.

Nach Nvidias Lesart ist der Deal aber auch ohne Nvidia-Chipsätze für die Sandy-Bridge-Chips relevant. Das Unternehmen meint, dass Intel schon jetzt Nvidia-Technologien in den Chips mit integriertem Grafikprozessoren einsetze. Das Abkommen erlaubt es Intel, diese Praxis in den nächsten Jahren fortzuführen. Nvidia selbst möchte wiederum “den Prozessor der Zukunft” bauen und auf die wachsende Beliebtheit von ARM-Prozessoren setzen. Dafür könnte wiederum Intels patentiertes Know-How von Nutzen sein. Die Welt brauche derweil keinen weiteren x86-Prozessor, so der Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang.

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