NVIDIA GRID: Geforce-Power bald nur noch aus der Cloud?

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Auf der letztwöchigen GTC (GPU Technologies Conference) stellte NVIDIA nicht nur das Flaggschiffmodell Geforce GTX 690 und den kommenden “Superchip” GK110 vor, sondern auch eine echte Zukunftsvision. Wie der Grafikkartenhersteller die Geforce-Power auf nahezu jedes Endgerät bekommen will erklärt der CEO in seiner Keynote.

NVIDIA GRID: Geforce-Power bald nur noch aus der Cloud?

Das momentane Wettrennen um die beste Leistung in Smartphones, Game-Konsolen, TV-Geräten und dergleichen könnte bald ein jähes Ende finden. Zumindest was das Gamning(-as-a-Service) aus der Cloud angeht hat NVidia wohl etwas besseres im Ärmel, das Geforce-GRID. Basierend auf der Kepler-Architektur seien diese fähig, bei geringerer Stromaufnahme bessere Bilder auf entfernte Geräte streamen zu können. Und zwar nahezu latenzfrei. Vermutlich werden hier die ebenfalls auf der Konferenz vorgestellten GK110-Superchips zum Einsatz kommen.

Hier gehts zur Keynote des NVidia CEO, um das Geforce-GRID gehts etwa ab Minute 45.

How IT works

Der Clou an der Technik, die sich als “zweite Generation des “Cloudgaming” verstanden wissen möchte, liegt zum Einen in der besseren Auslastung der einzelnen Komponenten im Rechenzentrum,

aber eben auch in der Art des Streams selbst. Wurden bisher die vom Geforce-Chip gerenderten Gamedaten per CPU für den Stream encodiert, übernimmt die GRID-GPU dies nun in einem kurzen Zwischenschritt einfach mit. Durch die hohe Anzahl CUDA-Cores (3072), die immerhin acht Gigabyte RAM und vor allem die 4,7 Teraflops in der Shader Performance-Bewertung ist das wohl auch kein Problem. Vor allem die Qualität des gestreamten Einzelbilds habe man so erhöhen können, aber auch auf die Verzögerungen (Latenzen) und Ruckler hätte sich diese Vorgehensweise positiv ausgewirkt, erklärt NVIDIAs Chef weiter.

Diese Streams müssen dann zwar noch vom Smartphone, dem Tablet oder dem TV empfangen, decodiert und auf den Bildschirm ausgegeben werden, dazu bedarf es aber keines QuadCore-Prozessors und keiner eigenen Power-GPU im jeweiligen Endgerät. Stattdessen wird dem System eine virtuelle Grafikkarte vorgegaukelt, auf der virtuell die Games laufen, was zusätzlich den schnellen Plattformwechsel unterstützt. Bis zu acht dieser Streams könne man mit einer dieser Geforce GRID-Grafikkarten gleichzeitig in die Welt hinaus schicken, schreibt der Grafikkartenriese außerdem in der zugehörigen Pressemitteilung.

Mehr Performance, mehr Kunden

Erstaunlichstes und vielversprechendstes Detail ist und bleibt aber die geringen Latenzen, die sich im Bereich lokaler Dienste von weniger als 10 Millisekunden befinden sollen. Laut Epic-CEO Tim Sweeney können mit dem Geforce-GRID sogar die Fähigkeiten lokal ans TV-Gerät angeschlossener Konsolen “outperformed” werden, was dabei helfe “mehr Menschen mit mehr Geräten eine deutlich bessere Performance” bieten zu können.

Zusätzlich würde die Portierung der Spiele für die jeweiligen Systeme dann wohl wegfallen und eine Menge Geld freigeben.

Mit einer Geforce-GRID-Karte hat man zwar noch nicht “Millionen von Kunden” bedient, wie als Zielvorgabe immer wieder zu hören war, aber das ist ja auch Sache der Rechenzentren. Am Ende der Keynote wird auch noch ein Egoshooter auf Basis der GRID-Technologie vorgeführt, der allerdings noch nicht so wirklich überzeugend aussah. Allerdings hab ich das auch vom Netbook aus in kleiner Auflösung schauen müssen, also macht sich besser jeden einen eigenen Eindruck.

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Weitere Themen: Tegra Note, GeForce GTX 560 (Nvidia), Project SHIELD, Nvidia Tegra 4, Geforce GTX 680, NVidia GTX 670, Nvidia GeForce / ION Treiber, Nvidia GeForce / ION Treiber, Riptide GP 2 kommt im Sommer 2013, Nvidia


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