NVIDIA: Kepler-Grafik auf dem Smartphone – über die Cloud

Kepler ist der Codename für NVIDIAs neuste und tollste Grafikchip-Architektur, die vorrangig im PC-Bereich, sprich in Grafikkarten zum Beispiel für Gamer zum Einsatz kommt. Allerdings hatte NVIDIA bereits angekündigt, dass die Kepler-Technik über kurz oder lang auch in mobilen Geräten zum Einsatz kommen soll. Nun hören wir von einer Möglichkeit, wie das geschehen könnte – und zwar über diese ominöse Cloud.

NVIDIA: Kepler-Grafik auf dem Smartphone – über die Cloud

NVIDIA hat sich die „Demokratisierung“ der Grafikleistung auf die Fahnen geschrieben. Soll heißen: Über kurz oder lang soll jedem Nutzer eines Computers, Tablets oder auch Smartphones die maximal mögliche GPU-Power auf seinem Gerät zu Verfügung stehen – und zwar unabhängig von der tatsächlich verbauten Hardware. Möglich machen soll das eine Technik, die bislang eher zur Auslagerung von Daten genutzt wird: die Cloud.

Cloud-Computing ist dabei natürlich keine gänzlich neue Idee mehr, auch haben (bislang mäßig überzeugende) Services wie OnLive die Idee des Spielens grafisch aufwendiger Games ohne Rücksicht auf die Hardware sondern unter Zuhilfenahme einer dicken Datenverbindung längst aufgegriffen. NVIDIA könnte der ganze Sache nun aber noch einmal einen deutlichen und wichtigen Schub geben.

„Unsere Kepler-Architektur und das CUDA-Ökossystem werden High-Performance Computing, wie wir es aktuell nutzen, weiter demokratisieren“, erklärte NVIDIA-CEO Huang auf der Hauseigenen GPU Technology-Konferenz, und kündigte in diesem Zusammenhang an, Kepler in die Cloud zu bringen. Dazu hätte man eine Virtualisierungs-Technologie namens VGX entwickelt, die Grafik streamen kann, ohne dafür auf physische Verbindungen zurückgreifen zu müssen. Somit können die auf einem leistungsstarken Kepler-Rechner/Server berechneten Grafikdaten drahtlos eben an mobile Geräte gesendet werden.

Der Flaschenhals bei derartigen Visionen ist freilich aktuell noch die Bandbreite der Datenverbindungen – solange LTE nicht flächendeckend, erschwinglich und stabil verfügbar ist, nützen weder Kepler noch VGX etwas auf Smartphones und Tablets. Wenn es in den nächsten Jahren dann soweit ist, könnte uns allerdings wirkliche eine kleine „Demokratisierung“ der Rechenleistung ins Haus stehen. Und die virtuelle „Wolke“ wäre wieder einmal das Allheilmittel …

engadget [via netbooknews.com]

Dieser Artikel ist ursprünglich auf androidnext.de erschienen. androidnext und GIGA ANDROID sind jetzt eins. Mehr erfahren.

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