Nvidia setzt auf Chips für mobile Geräte

Sebastian Trepesch
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Auch wenn der Umsatz niedriger als im Vorjahr liegt: Bei Nvidia scheint es wieder aufwärts zu gehen. Im August möchte das Unternehmen einen Quad-Core-Chip für Tablet Computer herausbringen. Für die Zukunft setzt der Erfinder der Grafikkarte auf mobile Geräte – im wahrsten Sinne des Wortes.

Bei Mac Pro und iMac verwendet Apple in Sachen Grafikprozessoren standardmäßig ATI. In den kleineren Geräten Mac mini, MacBook und MacBook Pro steckt dagegen eine Nvidia GeForce 320M. Der Hersteller der Chips ist jedoch nicht nur bekannt für seine Lieferungen für gepflegte Kleinrechner, sondern eher für Hardware in hochgezüchteten Spiele-Rechnern. Nvidia bezeichnet sich selbst als “das weltweit führende Unternehmen für Visual-Computing-Technologien”.

Der Konzern will sich zunehmend auf mobile Geräte konzentrieren: Ein Quad-Core-Chip des Tegra hat Nvidia bereits für Sommer angekündigt. Er soll in Tablet Computern Verwendung finden und etwa die doppelte Rechenleistung des Tegra 2 erbringen. Mit Tegra sieht sich Nvidia gut auf dem Markt der Smartphones und Tablets positioniert. Auch ein 3D-Chip ist in Vorbereitung.

Nvidia ist in Zukunft aber nicht nur in tragbaren Geräten vertreten, sondern wird dank einer Partnerschaft mit BMW Kilometer zurücklegen. Der Autohersteller will in die Navigations- und Fahrgastinformationssysteme seiner nächsten Fahrzeuggeneration Nvidia-GPUs integrieren – vom Mini Cooper bis hin zur 7er-Baureihe. “Vor einem Jahr hatten wird die Vision, das beste intuitive State-of-the-Art-Navigationssystem bereitzustellen”, erläuterte Dan Vivoli, Senior Vice President von Nvidia Anfang des Jahres auf der CES. “In dem Bestreben, höchste Grafikperformance zu realisieren, kommt niemand Nvidia nahe.” Das neue System soll neben hochqualitativer Grafik schnelle Antwortzeiten des Systems ermöglichen.

Die PC-Sparte wird jedoch auch weiterhin für das Unternehmen wichtig bleiben: Rund 200 neue PCs mit der NVIDIA GeForce-Prozessoren mit der neuen Generation der Sandy Bridge-CPUs prognostiziert Nvidia.

Der Umsatz sank im Vergleich zum Quartal des Vorjahres, liegt aber zumindest wieder im Aufwärtstrend – wenn auch noch hinter Analysten-Erwartungen. Trotzdem kann Nvidia auf steigende Gewinne verweisen. Ursache ist nicht zuletzt eine Einigung mit Intel bezüglich geistigen Eigentums, die 1,5 Milliarden Dollar in die Kasse spülte.

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